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2j Kind macht Schaden im Autohaus

26.01.2008 14:47 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Folgende Frage:

Meine Frau und ich waren mit unserem 2J Sohn in einem Autohaus um nach einen Neuwagen zu schauen. Beim Aussteigen aus dem Auto haben wir extra darauf geachtet, dass unser Kind keine Gegenstände mit sich führt um die Autos im Autohaus zu beschädigen.
Nach einiger Zeit im Autohaus mussten wir feststellen, dass unser Kind bei einem Auto den Lack an einer Tür mit einem kleinen Hydrokultur-Stein leicht zerkratzt hat. Wir waren verwundert woher unser Sohn diesen Stein hat, und sahen, dass in der Nähe ein mit Hyrdokultursteinen gefüllter Blumentopf stand.
Wir haben leider nicht bemerkt, dass unser Sohn so einen Stein aufgesammelt hat. Wir hatten unseren Sohn aber schon in unserer Nähe (zu keinem Zeitpunkt mehr als 3m), aber es sass schon mal jemand von uns in einem Auto, während der andere kurz von aussen mit reingeschaut hat, während unser Sohn aber in der Nähe war (vielleicht mal auf der anderen Seite eines Auto). In diesem einem Moment muss er wohl die Beschädigung gemacht haben.
Nun will der Autohändler natürlich einen Schadenersatz für das zerkratze Auto.

Wir sind aber der Meinung, dass wir unsere Aufsichtspflicht nicht verletzt haben, und das der Händler diese Steine nicht so offen hätte rumliegen lassen sollen, da mit kleinen Kindern beim Autokauf zu rechnen sei.

Sind wir, oder etwa unser Kind, für diesen Schaden haftbar zu machen?
Unser Sohn ist etwas mehr als zwei Jahre alt und vom Verhalten normal (also keine Hyperaktivität oder andere Verhaltensauffälligkeiten bekannt).

26.01.2008 | 15:03

Antwort

von


(344)
Bolkerstr.69
40213 Düsseldorf
Tel: 0211/133981
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

ich bedanke mich für die eingestellte Frage, die ich Ihnen gerne wie folgt beantworten möchte:

Da Ihr Kind gem. § 828 Abs.1 BGB noch nicht selber haftet, gilt es zu prüfen, inwieweit Sie in Anspruch genommen werden können.

Da Sie in der Absicht das Autohaus aufgesucht haben, sich einen Neuwagen anzuschaffen, könnte eine vorvertragliche Pflichtverletzung Ihrerseits vorliegen. Dabei müssten Sie vorsätzlich oder fahrlässig gegen Ihre Aufsichtspflicht verstoßen haben. Zur Vermeidung von Wiederholungen verweise ich auf Ihre Ausführungen. Meines Erachtens haben Sie dabei Ihre Aufsichtspflicht nicht verletzt.

Ferner käme jedoch eine deliktische Haftung nach § 832 Abs.1 S.1 BGB in Betracht. Die Norm lautet insoweit wie folgt:

"Wer kraft Gesetzes zur Führung der Aufsicht über eine Person verpflichtet ist, die wegen Minderjährigkeit oder wegen ihres geistigen oder körperlichen Zustands der Beaufsichtigung bedarf, ist zum Ersatz des Schadens verpflichtet, den diese Person einem Dritten widerrechtlich zufügt."

Gemäß Satz 2 entfällt jedoch die Haftungspflicht, wenn Sie der Aufsichtspflicht genügt haben. Insoweit verweise ich auch hier auf die o.g. Ausführungen.

Meines Erachtens haften Sie in diesem Fall nicht. Vorsichtshalber sollten Sie den Schadensfall jedoch gleichwohl umgehend Ihrer Haftpflichtversicherung melden.

Darüber hinaus gebe ich zu Bedenken, dass die reechtliche Würdigung einzig auf Grundlage Ihrer Darstellung erfolgt ist. Sollten weitere Punkte bzgl. der Aufsichtspflicht insbesondere von der Gegenseite vorgetragen werden, so könnte sich diese Einschätzung noch ändern.

Sollten Sie wirklich von dem Autohaus in Regress genommen werden, so empfehle ich Ihnen dringend, sich an einen Rechtsanwalt zu wenden. Gerne stehe ich Ihnen hierbei zur Verfügung. Im übrigen verweise ich auf die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

RA Jeremias Mameghani

Rechtsanwälte Vogt
Bolkerstr.69
40213 Düsseldorf
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Fax. 0211/324021


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