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Verhandlung der Maklerkosten als Hausanbieter

| 19.01.2021 15:34 |
Preis: 57,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


Sehr geehrter Anwalt, Sehr geehrte Anwältin,

Wie kann ich meine Maklerkosten reduzieren, wenn der Makler bisher nicht vermittelnd
tätig geworden ist?
Ein Hausinteressent ist per Mund zu Mundpropaganda an mich herangetreten und hat mir
ein Angebot gemacht.
Der Makler war bisher nur beratend für mich tätig in einem Zeitraum von April 2019 bis heute.
Es gab ca. 5 Besprechungen mit einer Gesamtdauer von ca. 6 Stunden.
Der Makler hat bisher kein Expose´ erstellt und das Haus auch nicht beworben.
Er ist allerdings im Besitz einiger meiner Hausdokumente: Kopien von Nebenkosten-Abrechnungen,
Energieausweis und Gebäudeversicherung. Es gab 2019 eine Kurzbesichtigung des Hauses.
Der Makler soll für seine geleisteten Dienste angemessen entlohnt werden nicht jedoch mit dem
zehnfachen dessen was seinen bisherigen Leistungen entspricht.
Wie ist die Rechtslage? Würde ein Anwalt für mich verhandeln und wie teuer würde das werden?
mit freundlichen Grüßen
SL

19.01.2021 | 17:32

Antwort

von


(580)
Throner Str. 3
60385 Frankfurt am Main
Tel: 069-4691701
E-Mail:
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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsangaben wie folgt beantworte:


Beim Maklervertrag nach § 652 BGB entsteht ein Provisionsanspruch, wenn ein Maklervertrag zustande gekommen ist, die Leistung entsprechend dem Vertrag erbracht wurde und aufgrund der Mitwirkung des Maklers der beabsichtigte Vertrag zustande gekommen ist.


Entscheidend ist, daß es einen Zusammenhang zwischen der Maklerleistung und dem Hauskauf gibt. Die Tätigkeit des Maklers muß zumindest mit ursächlich für den Abschluß des Kaufvertrages gewesen sein.


Daraus ergibt sich jedoch im Umkehrschluß: Wenn der Makler untätig bleibt und keinerlei Aktivitäten für einen Verkauf unternimmt hat er auch keinen Anspruch auf eine Provision.

Nach ihren Angaben hat der Makler kein Exposé entworfen, keine Werbung gemacht und vor allen Dingen den nun in Frage stehenden Kaufinteressenten nicht über das Objekt informiert.


Daher besteht auch kein Anspruch des Maklers auf eine Provision, wenn mit dem genannten Interessenten ein Kaufvertrag zustande kommen würde.

Es fehlt in diesem Fall an der (Mit-) Ursächlichkeit der Maklerleistung für einen möglichen Kaufvertrag.

Daher können Sie in der erwähnten Konstellation einen Provisionsanspruch des Maklers ablehnen.

Im Übrigen wäre auch zu überlegen den bestehenden Maklervertrag zu kündigen, wenn der Makler keinerlei Leistungen erbringt.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen


Thomas Mack
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 20.01.2021 | 13:46

Sehr geehrter Herr Thomas Mack,

danke für ihre Ausführungen zu meiner Frage vom 19.01.2021.
Einen Umstand möchte ich nicht unerwähnt lassen.
Tatsächlich gibt es keinen unterschriebenen Maklervertrag/ -Auftrag.
Eventuell hätte der Makler aber bei einer mündlichen Auftragsvergabe Anspruch auf die Provision, weil es um sein Honorar ginge, dass anderen Regeln unterliegt.

mit freundlichen Grüßen
SL

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 20.01.2021 | 14:04

Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne möchte ich Ihre Nachfrage wie folgt beantworten:

Tatsächlich unterliegt der Maklervertrag keiner besonderen Form, ein Maklervertrag kann auch mündlich abgeschlossen werden.

Der Makler ist in diesem Fall zwar beweispflichtig für den Abschluß, dies könnte ggf. durch die erwähnten Unterlagen in seinem Besitz oder sonstigen Schriftverkehr nachgewiesen werden.

Dennoch ergibt sich kein Anspruch, wenn der Vertragsabschluß ohne jede Beteiligung des Maklers zustande kommt, etwa weil der Kaufinteressent durch die erwähnte Mundpropaganda von dem Haus erfahren hat.

Auch andere Ansprüche sehe ich nicht, wenn überhaupt kein schriftlicher Vertrag abgeschlossen wurde. In diesem Fall gelten nur die gesetzlichen Regelungen.

Wie zuvor erwähnt wäre die schriftlich nachweisbare Kündigung des Maklervertrages zu erwägen, wenn der Makler keinerlei Leistungen erbringt.


Ich hoffe ich konnte Ihre Nachfrage zufriedenstellend beantworten.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Mack
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 20.01.2021 | 13:34

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