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Abweichende Maklerprovision im Maklervertrag gegenüber Kaufvertrag (Notarvertrag)

| 15.01.2021 10:41 |
Preis: 49,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,
wir haben im Jahr 2020 ein Haus für einen Kaufpreis von 412.500€ in Dortmund erworben. Bei der Vermittlung der Immobilie wurde seitens Verkäufer ein externer Makler beauftragt die Immobilie entsprechend zu verkaufen.
Hier wurde eine Kaufabsichtserklärung/Maklervertrag von meiner Frau und mir sowie den Verkäufern allerdings nicht dem Makler unterschrieben (Unterschriftsfeld war leer), indem eine Provision in Höhe von 5,0% zzgl. 16% Mwst vereinbart wurde.

Auf Basis des Hauses wurde wie üblich ein Kaufvertrag (Notarvertrag) von einem Ortsansässigen Notar aufgesetzt indem eine Provision von 5,0% einschließlich 16% Mwst festgelegt wurde.
Der Kaufvertrag ist den Verkäufern, Käufern und dem Makler vorab per E-Mail zugegangen. Bei der Verlesung des Kaufvertrags war der Makler ebenfalls anwesend und hat diesen neben den Verkäufern, Käufern und dem Grundbuchamt ebenfalls vollständig nach Unterzeichnung per E-Mail erhalten. Unterschrieben hat der Makler den Kaufvertrag selbst nicht.

Für mich ist somit nicht ersichtlich welche Provision zu zahlen haben? 5,0% zzgl. 16% Mwst oder 5,0% einschl. 16% Mwst.

Ich hoffe ein Fachmann oder Fachfrau kann hierbei weiterhelfen.


Vielen Dank vorab und freundliche Grüße,
Stefan Rohr

15.01.2021 | 11:29

Antwort

von


(2006)
Brandsweg 20
26131 Oldenburg
Tel: 0441-7779786
Web: http://www.jan-wilking.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Entscheidend ist die Vereinbarung im Maklervertrag. Da hierfür kein strenges Schriftformerfordernis gilt, ist keine Unterschrift des Maklers erforderlich. Entscheidend ist also, ob Sie sich im Vorfeld des Verkaufs mit dem Makler auf die Zahlung einer Provision in Höhe von 5 % zzgl. MwSt. geeinigt haben. Wenn Sie den Maklervertrag mit dieser Summe unterschrieben haben, der Makler dort korrekt bezeichnet ist und Sie ihm den unterschriebenen Vertrag ausgehändigt haben, wird man von einem wirksamen Provisionsversprechen von 5 % zzgl. MwSt. ausgehen müssen.

Die Angabe im Notarvertrag hätte dann nur klarstellende Wirkung und es ist von einem versehentlichen Fehler bei der Vertragserstellung auszugehen.
Da der im Notarvertrag beurkundete Betrag aber von der tatsächlichen Vereinbarung abweicht und dies Auswirkungen auf den Verkehrswert und die Bemessungsgrundlage für Steuern etc. haben kann, ist ggf. eine Korrektur notwendig. Deshalb sollte diese Abweichung dem Notar gemeldet werden, damit dieser entscheiden kann, welche Schritte zur Korrektur eingeleitet werden müssen. Ansonsten wäre bei Beurkundung eines geringeren Betrages als tatsächlich vereinbart sogar eine Nichtigkeit wegen Formmangels möglich.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Jan Wilking

Bewertung des Fragestellers 17.01.2021 | 10:04

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