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Wir oft darf ich Ehemann in Trennungsjahr treffen?

24.01.2008 00:56 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Lars Liedtke


Sehr geehrte Damen und Herren,
folgende Fragen habe ich:
Mein Mann und ich sind seit dem 06.01. im Trennungsjahr.Ich bin aus der ehelichen Whng. nach einem heftigen Streit ausgezogen.
Wir haben einen gemeinsamen Sohn und ich habe das vorläufige Aufenthaltsbestimmungsrecht.
Gibt es Vorgaben, wie oft oder häufig ich mich mit meinem Nochehemann treffen darf bzw. auch zusammen mit unserem gemeinsamen Sohn um das Risiko einer Nichtscheidung zu minimieren.
Wir sind momentan noch geschäftlich miteinander verbandelt!
Vielen Dank für die Beantwortung!

Sehr geehrte Fragestellerin,

zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich die Funktion hat, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage zu geben. Eine persönliche Beratung/Vertretung kann und soll hierdurch nicht ersetzt werden. Hinzufügen oder Weglassen wesentlicher Tatsachen kann zu einer anderen Beurteilung des Falles führen. Unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsangaben und des von Ihnen gebotenen Einsatzes beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

Nein, diesbezüglich gibt es keine gesetzlichen Vorgaben. Das Trennungsjahr folgt aus dem Umstand, dass die Ehe gem. Art. 6 I GG einen grundrechtlichen Schutz genießt. Der Gesetzgeber hat daher diese Frist eingeführt, um überstürzte Ehescheidungen in der Hoffnung zu vermeiden, dass sich die Eheleute wieder aussöhnen und das eheliche Zusammenleben wiederhergestellt wird. Wichtig ist also, dass keine Situationen entstehen, durch die davon ausgegangen werden könnte, dass Sie einen Aussöhnungsversuch unternehmen. Wie oft oder wo Sie Ihren Ehemann sehen ist dabei irrelevant. Die Fortführung gemeinsamer Geschäfte schadet keinesfalls. Und auch wenn Sie das vorläufige Aufenthaltsbestimmungsrecht für das gemeinsame Kind haben, hat Ihr Sohn ja auch ein Umgangsrecht mit seinem Vater, so dass ja auch diesbezüglich Kontakte stattfinden müssen.

Wichtig für das Trennungsjahr ist lediglich, dass während dieses Zeitraums eine Trennung von "Tisch und Bett" erfolgt. Diese Formulierung ist zwar etwas altmodisch, aber dennoch treffend. Mit "Tisch" ist sozusagen die alltägliche Lebensführung wie die Haushaltsführung und getrenntes Wirtschaften gemeint. Der Begriff "Bett" mein vor allem sexuelle Kontakte. Aber im Rahmen dieser Definition ist es sogar möglich, dass die Eheleute während des Trennungsjahres beide in der ehelichen Wohnung wohnen bleiben, wenn sie wie beispielsweise in einer Wohngemeinschaft getrennt ihre Wäsche waschen, einkaufen etc.

Im Ergebnis sollten Sie sich deshalb nicht allzu viele Sorgen machen, sondern im Gegenteil froh darüber sein, dass Sie sich nicht so stark zerstritten haben, dass solche Kontakte überhaupt nicht mehr ohne Streit möglichen wären. Die Fähigkeit, mit Ihrem Ehemann noch sachlich umgehen zu können, könnte Ihnen während der einen oder anderen Auseinandersetzung im Zusammenhang mit dem Scheidungsverfahren noch äußerst hilfreich sein.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage gegeben zu haben. Ansonsten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Abschließend möchte ich Sie bitten, diese Antwort zu bewerten, um dieses Forum für andere Nutzer transparenter zu gestalten.

Mit freundlichen Grüßen,

Lars Liedtke
Rechtsanwalt

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