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Rücknahme Pony Hengste

29.11.2020 22:09 |
Preis: 45,00 € |

Tierrecht, Tierkaufrecht


Beantwortet von


16:18

Zusammenfassung:

Irrtum beim Pferdekauf - Hengst oder Wallach

Sehr geehrte Damen und Herren,

Vor 14 Tagen habe ich Privat zwei Hackney Pony Hengste verkauft .
Der Käufer hat diese bei mir am 18.11.20 abgeholt besichtigt ausprobiert und auch abgetastet nach Verletzungen oder sonstigen .

Wir haben alles positiv abgewickelt und hatten auch einen sehr positiven Kontakt .
Leider werden wir jetzt bedroht das wir arglistig gehandelt hätten und im verschwiegen haben zwei Hengste gekauft zu haben .
Im Kaufvertrag war es weder ersichtlich das die Tiere Hengst Stute oder Wallach gewesen sind. Allerdings wurden die pass Nummern/ Transponder Nummern mit angegeben und in den Pässen steht folglich klar und deutlich das es sich um zwei Hengste handelt .
Eine vorhandene Zeugin kann mein handeln bestätigen das ihm beim Kauf nichts gestört hat .
Wie verhalte ich mich jetzt richtig ?

Da er mich maßgeblich bedroht und versucht zu erpressen .

Mit freundlichem Grüßen

29.11.2020 | 22:51

Antwort

von


(694)
Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Es kommt darauf an, wie inseriert worden ist bzw. was im Verkaufsgespräch besprochen wurde.
Grundsätzlich haften Sie nicht für Arglist, wenn Sie nicht Wallache angepriesen/verkauft haben.
Dies ist auch kein Mangel. Nur ein angepriesener Wallach muss nach herrschender Rechtsprechung (u.a. Amtsgericht Hannover) ordnungsgemäß kastriert worden sein. Wenn die Ponys aber gar nicht als Wallache angepriesen wurden, ist es auch kein Mangel.

Der Käufer könnte sich geirrt haben. Dann wäre ggf. eine Anfechtung nach § 119 BGB: Anfechtbarkeit wegen Irrtums möglich (Erklärungsirrtum über verkehrswesentliche Eigenschaften, also ob Hengst oder Wallach), so OLG Hamm und OLG DRESDEN vom 15.01.2019, Az.: 4 U 1028/19 (dort Alter und Stammbaum).
Danach wäre der Kaufvertrag von Anfang an nichtig, § 142 BGB: Wirkung der Anfechtung .

Dies müsste - am besten anwaltlich - näher geprüft werden.
Ich bin auf Pferderecht spezialisiert. Melden Sie sich gerne.
Aber Sie müssen sich nicht bedrohen lassen - das ist strafbar!

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter
Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Strafrecht

Rückfrage vom Fragesteller 30.11.2020 | 07:41

Guten Morgen

Danke im Vorraus für ihre schnelle Antwort.
In der Verkaufsanzeige Handelte es sich weder um Hengste noch Wallache sondern lediglich um Ponys.

Der Käufer kam zum Kauf auch unangemeldet 1h eher und es musste alles schnell gehen da er rasch wieder los wollte ! Er alles besichtigt und probieren können, ebenso die Dokumente/ Equiden Pässe in denen zweifelsfrei steht das die beiden Hengste sind hat er einsehen können vorab . Das alles kann eine Zeugin ebenso bestätigen die mit anwesend war .

Mit freundlichen Gruß

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 30.11.2020 | 16:18

Wenn aus dem Equidenpass das sich deutlich zu erkennen gab, dann besteht kein Anspruch des Käufers.

ANTWORT VON

(694)

Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
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Internet und Computerrecht, Fachanwalt Familienrecht, Fachanwalt Strafrecht, Kaufrecht, Urheberrecht, Verkehrsrecht, Tierrecht, Ordnungswidrigkeiten, Zivilrecht, Vertragsrecht
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