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WG Studentenwohnheim Hausverbot

| 25.11.2020 12:12 |
Preis: 52,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


Ich wohne in einem Studentenwohnheim eines Studentenwerks (Anstalt des öffentlichen Rechts). Das Gebäude ist in Wohnungen unterteilt, jeweils mit einer Wohnungstür. In der Wohnung, in der ich lebe, mit 3 Zimmern, kann man die jeweiligen Zimmer nur erreichen wenn man durch einen Raum mit Küche/Essbereich geht.
(Eigentlich kann man auch durch den Bereich gehen ohne vor der Koch-/Essmöglichkeit zu stehen)
Auch kann man von den jeweiligen Zimmern die Dusche und Toilette nur erreichen wenn man den Raum mit Küche/Essbereich quert.
Jeweils hat jeder Mieter ein Zimmer gemietet.

Ich habe eine Freundin, die nicht im Studentenwohnheim wohnt, also völlig extern ist, die mich regelmäßig besucht. Diese Freundin hat in meiner Abwesenheitheit einen meiner beiden Mitbewohner offenbar beleidigt.

Dieser Mitbewohner hat meiner Freundin bevor sie ging erklärt, dass sie Hausverbot habe.

Es gibt diesen Raum mit Küche/Essbereich.
Mein Mitbewohner (oder das Studentenwohnheim) kann wahrscheinlich nicht verhindern, dass ein Gast diesen Raum durchquert, um zu meinem Zimmer zu gelangen.
Aber wie wäre es bei einem längeren Aufenthalt in diesem Raum mit Küche/Essbereich. Ich denke z.B. an gemeinschaftliches Kochen mit dieser Freundin.
Kann mein Mitbewohner dann das Hausverbot geltend machen, und meiner Freundin den längeren Aufenthalt in diesem Bereich untersagen?

Es wohnen ja drei Bewohner in dieser Wohnung. Wenn ich gegen ein Hausverbot bin, und ein weiterer Bewohner wahrscheinlich ebenfalls gegen ein Hausverbot ist, es also in diesem Sinne eine Mehrheit gibt, ist ein Hausverbot für die Freundin weiterhin möglich?

Ein Gespräch habe ich bereits ergebnislos versucht. Der Mitbewohner beharrt auf dem Hausverbot. Er sagt auch, diese Freundin habe den Hausfrieden gestört (was teilweise auch so ist).

25.11.2020 | 14:59

Antwort

von


(2275)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
Web: http://www.rechtsanwalt-bohle.de
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Sehr geehrter Ratsuchender,


da Sie Mitmieter der Gemeinschaftsräume sind, können Sie auch entscheiden, ob Sie sich dort (oder nur in Ihrem Zimmer) mit Ihrer Freundin aufhalten.

Das ausgesprochene Hausverbot geht daher nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung ins Leere.


Das ändert sich nur dann, wenn es für diesen Mitbewohner absolut untragbar wäre, es ihm also unzumutbar wäre. Dabei sind die Anforderungen aber innerhalb der Frage der Erheblichkeit sehr hoch angesetzt, sodass diese offenbar einmalige Störung des Hausfriedens nicht ausreichen würde.

Das würde dann der Fall sein, wenn Ihre Freundin weiterhin Beleidigungen oder andere Tätogkeiten gegen diesen Mitbewohner macht - dieser einmalige Vorfall reicht also nicht.


Auch das bloße Betreten und ruhiges Aufhalten in den von Ihnen mitgemieteten Gemeinschaftsräumlichkeiten kann der Mitbewohner nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung also nicht mit einem "Hausverbot" verhindern.



Sofern ein Gespräch nicht möglich ist, wäre dannn ggfs. darüber nachzudenken, ob der Mitbewohner mit seiner halsstarrigen Einstellung nicht seinerseits den Hausfrieden stört, wobei es aber auf die gesamten Einzelheiten ankommen wird.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg


Rückfrage vom Fragesteller 25.11.2020 | 15:12

Sehr geehrter Herr RA Bohlen,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Wie wäre der Fall wenn sich die Freundin in meiner Abwesenheit (von bis zu acht Stunden) für längere Zeit in der Küche aufhält und dort kocht?
Hier wäre ich nicht dabei.

Auch duscht die Freundin regelmäßig in der Dusche der WG, wobei die Hausordnung verbietet, dass Personen, die keine Bewohner sind die Dusche benutzen.

Kann der Mitbewohner in diesen Fällen argumentieren, dass es sich um Störungen handelt?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 25.11.2020 | 15:17

Bitte ohne "n" :)

Sehr geehrter Ratsuchender,

in Ihrer Abwesenheit kann Ihre Freundin sich allenfalls in Ihrem Zimmer aufhalten, wenn Sie das gestattet und den Mitbewohnern mitgeteilt haben.

Insoweit könnte Ihr Mitbewohner dann zurecht auf die Verletzung der Hausordnung und absichtliche, wiederholte Störung hinweisen. Sie sollten es also nicht ausreizen, denn wenn Sie so etwas machen/dulden, sind auch Sie es dann, der den Hausfrieden nachhaltig stört.



Aufenthalt in Ihrem Zimmer; Aufenhalt mit Ihnen zusammen in den Gemeinschaftsräumen ja .. der Rest sollte vermieden werden.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Bewertung des Fragestellers 25.11.2020 | 15:41

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