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KFZ Kauf, Gewährleistung

03.08.2020 19:39 |
Preis: 40,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


Hallo,
folgender Fall:
Fahrzeug ( T5 Multivan Bj.2015) wurde beim Händler gekauft mit einem Jahr Gewährleistung. Fahrzeug sollte neue Inspektion und neuen TÜV bekommen, ebenso mit einem Lackstift diverse Kratzer bearbeitet werden.
Das Fahrzeug wurde 400 KM weit weg beim Händler gekauft über Mail/Telefon, Abholung erfolgte dann am 01.07.2020.
Bei Abholung offenbarten sich 3 große Steinschläge in der Windschutzscheibe die zuvor nie erwähnt wurden (Fahrzeug wäre wie Vorführwagen), und auch die Batterie machte Probleme (wir dachten möglicherweise durch Standzeit)

Das Fahrzeug hatte neuen TÜV in dem auch die defekte Scheibe aufgeführt wurde, einen Eintrag im Serviceheft vom Händler selbst unter "Inspektion".

Nach kurzer zeit zu Hause mussten die Reifen gewechselt werden weil "hart und unbrauchbar" und auch bereits vorne die Bremsbelege gewechselt werden. Ausserdem machte das Domlager Probleme, die Batterie gab völlig den Geist auf und der Zuheizer lief dauerhaft so das nur das ziehen der Sicherung erstmal half. Auch die elektrische Heckklappe klappert.

Da uns das dann doch zuviel wurde stellten wir das Fahrzeug bei VW vor, und die stellten fest:
Zuheizer defekt
Domlager defekt (möglicherweise auch die Servopumpe)
Irgendein Schlauch Wischanlage
Heckklappe einstellen und Dämpfer erneuern.
Auch wurde der Fehlerspeicher ausgelesen und der Ausdruck hatte 8 Seiten bis ins Jahr 2019 hinein Fehler abgelegt.

Den Sachverhalt schilderten wir per Mail dann dem Autohaus ohne jegliche Reaktion. Es erfolgte dann eine erneute Fristsetzung und heute Mittag rief ich dann dort an, um den Sachverhalt zu hinterfragen und musste mir anhören wir hätten diesbezüglich ja bereits telefoniert (stimmt übrhaupt nicht) und es würde ein Schreiben heute Nachmittag kommen.(sehr unfreundlich und patzig, nicht nachvollziehbr)

Dieses Schreiben kam auch,

Zitat:
Zunächst ist klarzustellen, dass das Fahrzeug TÜV neu, Service neu und Inspektion neu vor Übergabe erhalten hat. Dies ist durch Nachweise belegt worden. Das Fahrzeug befand sich in einem einwandfreien Zustand.
Bei einer Kilometerleistung von 173.600 km kommt es vor, dass ein Teil defekt wird, der Defekt aber für die Laufleistung der Sache typisch ist. Handelt es sich um normalen Verschleiß, bestehen insoweit keine Gewährleistungspflichten.
Unter normale Verschleißteile fallen das Domlager und die Batterie.
Dass die Heckklappe klappert und der Zuheizer defekt ist, wäre uns aufgefallen und müsste von uns zunächst überprüft werden.
Die angesprochenen Bremsen und Reifen sind in Ordnung. Die von Ihnen angesprochene Frontscheibe mit erheblichen Beschädigungen wäre uns und Ihnen bei Übergabe aufgefallen.
Ansonsten wären die aufgeführten Punkte beim TÜV bzw. Inspektion beanstandet worden. Wir sind uns daher keiner Schuld bewusst.
Damit Sie aber sehen, dass wir Ihnen ein ordnungsgemäßes Fahrzeug verkauft haben und wir nicht an Rechtsstreitigkeiten interessiert sind, nehmen wir das Fahrzeug zurück und zahlen Ihnen Ihren gezahlten Kaufpreis in Höhe von ******€ ohne Abzug der von Übergabe bis heute gefahrenen Kilometer Zug um Zug gegen Rückgabe des Fahrzeugs im Zustand der Übergabe am 01.07.2020 aus. Ohne Anerkennung einer Rechtspflicht und ohne Präjudiz halten wir uns an das Angebot bis zum 07.08.2020 gebunden.
---------------------
Wir wollendas Fahrzeug aber nicht zurückgeben da dieses extrem selten und schwer zu finden ist sondern wir möchten die Defekte, Zuheizer, Rohr Scheibenwischer sowie die Heckklappe und Scheibe repariert haben also wir möchten ein Fahrzeug so wie von uns gekauft auch hier stehen haben.
Achja, und eine Inspektion wie vertraglich vereinbart die nachweislich nicht erfolgt ist, sonst wäre der Fehlerspeicher ausgelesen und Fehler gelöscht worden, dies passiert im Rahmen einer Inspektion!

Wir finden das Verhalten sehr seltsam und würden gerne wissen wir jetzt weiter vorgehen können/sollen. Eine Rückgabe des Fahrzeugs durh uns fällt von vorneherein aus.

Unterlagen können zur Verfügung gestellt werden.
03.08.2020 | 21:13

Antwort

von


(2692)
Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
Tel: 0511 1322 1696
Tel: 0177 299 3178 (WhatsApp)
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Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst ist es erst einmal richtig, dass normaler Verschleiß kein Mangel darstellt. Insofern müsste mit Hilfe eines Technikers zunächst herausgefunden werden, welche Teile Verschleißteile sind.

Diese Defekte sind dann nicht mehr einforderbar, es sei denn, dass diese bei "TÜV neu, Service neu und Inspektion neu" ausgetauscht worden wären und somit keinen Defekt mehr darstellen würden.

Ich gehe davon aus, dass Sie den Händler über alle Mängel informiert hatten.

Sie sollten nunmehr mit Hilfe eines Technikers die o.g. technische Frage lösen und können dann die Mangelbeseitigungskosten vom Händler einfordern. Voraussetzung ist dafür, dass es entweder keine Verschleißteile sind oder aber der Verschleiß bei dieser Laufleistung untypisch ist oder aber die defekten Teile bei "TÜV neu, Service neu und Inspektion neu" ausgetauscht worden wären.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen.
Falls Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen sollten, könnten wir eine kostenfreie Deckungsanfrage durchführen.

Mit freundlichen Grüßen


Dr. Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 04.08.2020 | 08:51

vielen Dank für die Antwort, erlauben sie nachfolgende Rückfrage:
das Domlager zum Verschleiß zählt ist bekannt, und auch das geringste Problem.

Die Batterie war ja schon beim Abholen nur mit Starthilfe, nach 10 Minuten Standzeit mit Radio an, zur Arbeit zu überreden, mag ja Verschleiß sein, der war aber zum Zeitpunkt der Übergabe bereits vorhanden...??!!??

Der Zuheizer ist definitiv kein Verschleißteil ebenso wenig die Windschutzscheibe. Auch die angeblich durchgeführte Inspektion (im Kaufvertrag festgelegt) ist ja nicht erfolgt ......es erfolgte wohl, neues Öl rein, Stempel drauf und fertig. Es wurde nichts ausgetauscht es wurde ja nicht mal der Diagnosestecker bemüht....!

Der Händler bietet an Rücknahme Fahrzeug an und will sich ansonsten auf nichts einlassen, wir möchten aber keine Rückgabe sondern die Behebung der Defekte. Bis auf das "Streitobjekt" Domlager ist alles weitere nicht unter Verschleiß zu sehen, so unser Meisterbetrieb hier vor Ort, auch VW sieht das so,von daher wie gehen wir nun vor diesbezüglich?

Vielen Dank
MfG

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 04.08.2020 | 09:15

Sehr geehrter Fragesteller,

wenn Mängel zum Zeitpunkt der Übergabe vorhanden waren, wi beispielsweise die Batterie, dann muss diese im Rahmen der Gewährleistung ersetzt werden, insbesondere da dies auch im Rahmen von TÜV/Inspektion und Service gemacht worden wäre.

Wegen der Mängel sollten Sie entweder Kostenvoranschläge einholen, oder aber Sie lassen es auf Rechnung reparieren. Sie können dann die Kosten vom Verkäufer einfordern, mit vorheriger kurzen Frist von zwei Wochen, sodann auch notfalls über das Gericht.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall weitere rechtliche Hilfe brauchen sollten, schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber auch weiterhin bei kostenfreien Nachfragen zur Verfügung stehen möchte und unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Falls Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen sollten, könnten wir eine kostenfreie Deckungsanfrage durchführen.

Über eine ggf. positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen


Dr. Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

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