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Gewährleistung bei Gebrauchtwagen

02.01.2008 21:00 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Im August 2007 kaufte ich einen gebrauchten VW Sharan TDI beim lokalen VAG Händler.Der Wagen war gerade 4 Jahre alt und war 90000 km gelaufen.Der Wagen ist lückenlos checkhaft gepflegt.Im gleichen Autohaus übrigens.Der Wagen hatte nur einen Vorbesitzer und hat 15900 Euro gekostet.
Ferner waren bei im Kaufpreis noch ein Gebrauchtwagenzertifikat vom TüV Thüringen und die Volkswagen Car life plus Gebrauchtwagengarantie für 12 Monate enthalten.
Nach 4 Monaten und etwa 6000 gefahrenen Kilometern begann der Motor unrund zu laufen.Nach einem Anruf im Autohaus (Verkäufer) wurde der Wagen abgeschleppt und durch ein Werkstattersatzfahrzeug ersetzt.
Eine Pumpe-Düse Einheit (PDE) der Diesel Einspritzanlage wurde ersetzt.Der Verkäufer teilte mir mit,dass ich aufgrund der Car Life plus Garantie Ersatzwagen und Arbeitslohn nicht bezahlen muss,wohl aber 50% vom Preis des Ersatzteiles.Aufgrund der Kilometerlaufleistung des Wagens von nunmer insgesamt 96000 km.Das wären hier etwa 350 Euro.
Nun fuhr das Auto lediglich 10 km und blieb wieder liegen,wurde vom Verkäufer wieder abgeholt und die restlichen 3 PDE wurden ersetzt und meine zu erwartende Rechnung beträgt nun 1400 Euro.Aber das Auto fuhr wieder nur ca 10 km und wurde zum drittenmal zur Reparatur vom Verkäufer abgeschleppt.Nun möchte der Verkäufer die 4 PDE nochmals tauschen weil er vermutet das fehlerhafte Neuteile geliefert worden waren!!!

Angst macht mir das Unbekannte.Aus meiner Arbeit im Ersatzteile Grosshandel weiss ich das PDE höchst selten den Dienst versagen.Und erst recht nicht der alle im Auto verbauten zugleich.Und das noch zweimal hintereinander!!
Kurzum ich glaube nicht ,das der Wagen nach der Reparatur fährt (weil die PDE nicht die Ursache sind) und es ist unklar welche Teile dann getauscht werden müssen.

Meine Frage lautet:Muss ich wirklich nach nur 4 Monaten und vor Eintritt der Beweislastumkehr 50% des Eratzteilpreises bezahlen oder Car Life Plus Zusatzversicherung hin oder her, greift hier nicht schlicht und einfach die gesetzliche Gewährleistungpflicht des Verkäufers und das Autohaus muss das Auto auf eigene Rechnung wieder fahrbar machen und alle Teile die es meint tauschen zu müssen,komplett selber bezahlen?Auch den Arbeitslohn und das Ersatzfahrzeug und das Abschleppen.

Sehr geehrter Fragesteller,

unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Informationen sowie Ihres Einsatzes erlaube ich mir, Ihre Frage wie folgt zu beantworten:

Sie liegen mit Ihrer Einschätzung grundsätzlich richtig: Sie können sich bei dem aufgetretenen Mangen auf die gesetzlichen Gewährleistungsvorschriften berufen und müssen sich nicht auf die darüber hinausgehende Garantievereinbarung verweisen lassen.

Gemäß § 439 Abs. 2 BGB hat der Verkäufer dabei die zum Zwecke der Nacherfüllung erforderlichen Aufwendungen, insbesondere auch die Arbeits- und Materialkosten zu tragen, wenn es ihm nicht gelingt die gesetzliche Vermutung zu widerlegen, dass der Mangel bereits bei der Übergabe des Fahrzeuges aufgetreten ist.

Darüber hinaus käme nach nunmehr zwei fehlgeschlagenen Versuchen auch die Annahme eines endgültigen Fehlschlagens der Nacherfüllung und damit erleichterte Rücktrittsmöglichkeiten für Sie in Betracht, sollte der Mangel auch weiterhin nicht zuverlässig behoben werden.

Beachten Sie jedoch bitte, dass es sich hierbei lediglich um eine erste Einschätzung handelt und eine endgültige Beurteilung erst nach genauer Prüfung des gesamten Sachverhaltes möglich ist. Hierzu ist Ihnen die weitere Beauftragung eines Rechtsanwaltes zu empfehlen. Selbstverständlich stehe ich Ihnen hierfür auch weiterhin zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen


Christian Grema
Rechtsanwalt

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Christian Grema
C-G-W Rechtsanwälte

Postfach 1543
76605 Bruchsal

Tel.: (07251) 392 44 30 (24h)
Fax.: (07251) 392 44 31

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