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Zu hoher Methangehalt in Begleitstoffanalyse nach Genuss von Wodka

| 5. April 2020 22:59 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Gutachten zur BAK Ermittlung sind nur schwierig angreifbar

Eine Person hat über den Zeitraum von ca. 2 Stunden 0,6 Liter Wodka getrunken. Die Blutentnahme erfolgte 2,5 Stunden nach Trinkende und ergab 2 Promille und 5 m g/L Methanol. (1.Blutprobe 4mg/L, 2. Blutprobe 30 m in später 6mg/L

Die Aussage zu Trinkverhalten wurde als nicht glaubwürdig eingestuft. Zwar sind ausser Methanol keine Begleitalkohole gefunden worden, jedoch liege der Methanolwert über dem Erwartungswert<2 mg/L.
Die Person müsste demzufolge über einen Zeitraum von vielen Stunden alkoholisiert gewesen sein um den Methanolwert zu erklären.

Die Person hat an den 3-4 Tagen vorher abends auch Wodka getrunken ca. 0,5 Liter. Davor mindestens 1 Woche gar kein Alkohol. Das der Methanolabbau erst ab einem Ethanolwert < 0,5 Promille beginnt ist bekannt. Es ist auch bekannt das Methanol sich im Blut kumuliert. Alkoholismusmarker.

Fragen:

1) Da Methanol 2,5 mal so hoch ist wie zu erwarten war, muss auch 2,5 mal soviel Wodka (1,5 Liter) getrunken worden sein. Richtig?
2) Diese Menge hätte über einen Zeitraum getrunken worden sein der so gross ist, dass das Ethanol das die 2 Promille überschritten hat schon wieder abgebaut wurde. Richtig? Können Sie hier einen Zeitraum nennen?
3) Soweit bekannt ist wird Methanol sehr rasch – grob linear mit 4 mg/l pro Stunde. Rechnerisch würde es also ausreichen dass die Person 1 Stunde zwischen dem Vortag und dem Blutentnahmetag nüchtern war um das Methanol abzubauen. Laut Promillerechner müsste die Person bereits um 12 Uhr am Tag der Blutentnahme nüchtern gewesen sein. Kann der Wodka der Vortage trotzdem das Methanol erklären?
4) Falls nicht, was käme sonst noch als Verursacher in Betracht. Obst wurde zwar gegessen, aber nicht überdurchschnittlich viel. Der Wodka war ein Geschenk und wurde in Polen erzeugt und gekauft. Ist die Tatsache das Methanol von der 1. zur 2. Blutprobe von 4 auf 6 gestiegen ist dafür interessent.
5) Falls das Methanol nicht erklärt werden kann, wäre mit einer erneuten Blutentnahme festzustellen woran es gelegen haben könnte.m Überempfindlichkeit o.ä.?

Dankeschön

6. April 2020 | 08:01

Antwort

von


(372)
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage nach dem hohen Methangehalt möchte ich Ihnen auf Grundlage der von Ihnen angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Methanol ist ein natürlicher Alkohol, der Menschen gefährlich werden kann. Es wird bei der Produktion von Spirituosen in geringer Menge als Nebenprodukt freigesetzt und ist giftig. Kleinere Mengen werden unverändert über die Nieren oder über die Lunge ausgeschieden, während durch zu hohe Mengen im Körper durch Stoffwechselprozesse Ameisensäure entsteht, die nur sehr langsam abgebaut werden kann und sich im Körper sammelt.

Ab 0,1 Gramm Methanol pro Kilogramm Körpergewicht wird der Sehnerv betroffen, durch dessen Degeneration Sehstörungen und eine irreversible Erblindung eintreten. Durch Atemlähmung kann sogar der Tod eintreten.

Frage 1
Wenn der Methanolwert über dem Erwartungswert<2 mg/L gelegen hat,
muß die Trinkmenge höher gewesen sein, weil sonst keine schlüssige Erklärung fur den hohen Wert vorliegt.
Ob das linear zur Menge ist und in welchem Zeitraum sie aufgenommen werden muss, kann ich rechtlich nicht beurteilen.

Frage 2

Methanol gelangt durch Inhalation, Hautkontakt oder durch Verschlucken in den Körper und verteilt sich übers Blut schnell im Körper. Da die Ameisensäure nur sehr langsam abgebaut werden kann, sammeln sich während des schnellen Abbaus von Methanol größere Mengen Ameisensäure an, die meßbar sind.

Ethanol hemmt den Abbau von Methanol da die Alkohol abbauenden Enzyme eine höhere Affinität zu Ethanol besitzen und diesen somit zuerst abbauen. Das könnte über Tage erfolgen. Alternativ kommt ein ADH-Inhibitor in Frage.

Wenn Sie in ihrer Frage plötzlich von Ethanol sprechen, hatte sich die Person offenbar selbst therapiert.
Alkohol ist Ethanol + Methanol.

Einen zeitlichen Erfahrungswert habe ich nicht.

Frage 3
Ja, durch Ethanol oder ADH-Inhibitor wodurch der Abbau von Methanol gehemmt wird. Das könnte über Tage erfolgen.

Frage 4
Frische Früchte enthalten keine nennenswerten Mengen an Alkohol - weder Ethanol noch Methanol. Geringe Alkoholgehalte können allenfalls bei der Verarbeitung von Früchten bei der Saftbereitung entstehen.

Der Wodka aus Polen war eventuell mit Methanol gepanscht. Wenn von der 1. zur 2. Blutprobe ein signifikanter Anstieg erfolgte, war vielleicht unmittelbar vor der 1. Probe eine große Menge getrunken worden.

Frage 5
Ob die Ursache für das Methanol mit einer erneuten Blutentnahme festgestellt werden kann, ist eine medizinische Frage.

Im Strafverfahren könnte aber eine Überempfindlichkeit eingewendet werden.

Ich habe mich bemüht, Ihre Frage verständlich zu beantworten und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Helge Müller-Roden
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rückfrage vom Fragesteller 6. April 2020 | 09:23

Sehr geehrter Helge Müller-Roden,
Eine Antwort von solch mieser Qualität kann von jedem Laien mit Internet oder Phantasie gegeben werden.
Da nicht eine Frag zufriedenstellend beantwortet wurde fände ich es angemessen wenn Sie mir mein Geld oder zumindest einen Teilbetrag erstatten.

Bitte setzten Sie sich dafür kurzfristig mit mir in Verbindung.
Gruss,

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 6. April 2020 | 10:24

Die Nachfrage:

Sehr geehrter Helge Müller-Roden,
Eine Antwort von solch mieser Qualität kann von jedem Laien mit Internet oder Phantasie gegeben werden.
Da nicht eine Frag zufriedenstellend beantwortet wurde fände ich es angemessen wenn Sie mir mein Geld oder zumindest einen Teilbetrag erstatten.

Bitte setzten Sie sich dafür kurzfristig mit mir in Verbindung.

ist keine Nachfrage juristischer Natur sondern eine Beleidigung. Ich bin Anwalt und kein Chemiker,
der Ihre konkreten Analysen in einem Gutachten im Strafprozess beantworten kann.

Bewertung des Fragestellers 6. April 2020 | 16:12

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