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Unberechtigte Übertragung Webhostingvertrag / möglicher Fremdzugriff auf Mailaccount

13.03.2020 12:33 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von


Ich habe am 19.09.2017 eine Webhosting Vertrag bei Strato auf meinen Namen abgeschlossen.
Die Domänen banditsbar.de sowie timebandits-minibar.de wurden in diesen Vertrag registriert.
Am 26.12.2019 habe ich die Domäne minibar.events in diesem Vertrag zusätzlich registriert.

Am 01.01.2019 wurde die TimeBandits UG gegründet, in welche ich bis heute Gesellschafter und bis 05.01.2020 Geschäftsführer war.

Ausgangs war und ist, das ich die Domänen banditsbar.de sowie timebandits-minibar.de der TimeBandits UG zur Verfügung stellen möchte.
Die Domäne minibar.events sowie der eigentlich Webhosting Vertrag sollten in meinem Eigentum bleiben.

Der neue Geschäftsführer der TimeBandits UG, hat sich an Strato mit einer Vertragsüberschreibung gewandt.
Strato hat auf diese Anfrage mit einigen Mails reagiert, welche ich gerne zur Verfügung stelle.
In der letzten Mailkommunkation hat Strato heute folgendes geschrieben:

--- Mail vom 11.03.2020 – 08:41 Uhr ---
„ … Sehr geehrter Herr Gatzweiler,
seit Vertragsbestehen gehört der Firma TimeBandits dieser Vertrag mit o. g. Kundennummer.
Wir benötigen diese Unterlagen vollständig als PDF Datain zzgl. Handelsregisterauszug TimeBandits zzgl. die Zustimmung aller Partein inkl. Rechtsanwälte wo eine Einigung hervorgeht, wenn es um den o. g. Vertrag geht.
Sobald hier die Rechtssprechung und Einigung ihrerseits mit Herrn XXX + Anwälte feststeht, kann die Änderung erfolgen. …"
--- ENDE ---

Warum Strato die Aussage tätigt der Vertrag gehöre der Firma TimeBandits, sollte ggf. ein einem weiterem Schritt geklärt werden.
Wichtig war und sind meiner nach der 2. und 3. Satz.

Kurze Zeit später Stand in einer weiter Mail von Strato folgendes:

--- Mail vom 11.03.2020 – 11:29 Uhr ---
„ … Sehr geehrte Damen und Herren,
gemäß den uns vorgelegten Unterlagen wurde der Vertrag der Firma TimeBandits, bestehend seit dem 19.09.2017 als Firmenvertrag - mit allen Rechten und Pflichten aktualisiert. Dies schließt den laufenden Tarifvertrag STRATO PowerWeb Starter und die Domain timebandits-minibar.de und banditsbar.de (Firmeninventar) mit ein.
Beide zuvor eingetragene Domaininhaber erhalten zur Zustimmung automatisch pro Domain einen Link + Code zur Bestätigung der Änderung. Der Bestätigungslinks zur Ändern der Inhaberdaten sind gültig bis zum: 16.03.2020. Wird von einer Partei dies nicht bestätigt verfallen diese Änderungen.
Die Domain minibar.events gehört seit Vertragsbestehen/Onlinebestellung am 26.12.2019 Herr Peter Gatzweiler als Privatperson. Diese Domain läuft unter dem o. g. Tarifvertrag als kostenpflichtige Zusatzdomain. …"
--- ENDE ---

Das handeln von Strato widerspricht nicht nur der ersten Mail, sondern ist meines Erachtens „rechtlich" nicht korrekt da ich zum einem der Vertragsnehmer bin bzw. bis zu diesem Zeitpunkt war und nicht zu einer Vertragsübertragung eingewilligt habe.
Was daraufhin gesehen ist, ist nicht nur für mein neues Unternehmen fatal, hier machen sich aus meiner Sicht Strato sowie der neue Geschäftsführer der TimeBandits UG „straffbar".

Kurz nach erhalten der 2. Mail konnte ich nicht mehr auf meine Mailaccounts der Domänen @minibar.events zugreifen.
Im Strato Kundenportal kann ich mich ebenfalls nicht mehr anmelden.

Leider habe ich auf keine Mail von Strato zu dem Vorfall eine Rückmeldung erhalten. Die Strato Hotline ist ebenfalls keine Hilfe.

Ich habe nun massive bedenken das sich der neue Geschäftsführer der TimeBandits UG Zugriff auf die Mailaccounts der Domänen @minibar.events sowie auf meinen Mailaccount peterg@timebandits-minibar.de verschafft hat.
Das sich Zugriff auf meinen Mailaccount peterg@timebandits-minibar verschafft wurde schließe ich daraus das ich eine Mail „an mich selber erhalten habe".
Im Header sehe ich das die Mail über den Strato Webmailer versandt wurde.

Eher aus Verzweiflung und Angst habe ich die Domäne minibar.events am Mittwoch zu einem anderem Provider umgezogen, das KK Verfahren ist gestern abgeschlossen worden.
Strato hat an der Hotline lediglich die Kundennummer des Webhosting Vertrag abgefragt und den Auth Code umgehen zur Verfügung gestellt.
Das auch das Vorgehen seitens Strato fragwürdig ist sein mal dahin gestellt.

Hier Bitte um eine erste Einschätzung was ich unternehmen kann bzw. sollte.
- Ist die Vorgehensweise von Strato korrekt?
-> Wenn Nein, sollte Strafanzeige und Schadensersatzanspruch gestellt werden?

- Kann geprüft werden ob sich der neue Geschäftsführer der TimeBandits UG tatsächlich Zugriff auf meine Mailaccounts verschafft hat?
-> Wenn Ja, sollte hier Strafanzeige und Schadenersatzanspruch gestellt werden?
-> Wie kann sichergestellt werden das sich der neue Geschäftsführer der TimeBandits UG nicht ein weiteres Mal Zugriff auf meinen Mailaccount peterg@timebandits-minibar.de verschafft?

- Der Webhostingvertrag, inkl. der Domänen banditsbar.de sowie timebandits-minibar.de, kann Grundsätzlich im Besitz der TimeBandis UG bleiben wenn gewährleisten werden kann das mir kein weitere Schaden entsteht.

Vielen Dank
Gruß
Peter Gatzweiler

13.03.2020 | 14:45

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Ich sehe hier keine Grundlage auf der Strato davon ausgehen konnte, dass die Domains und das zugehörige Hosting Paket auf die Firma übergegangen ist. Dies wäre nur dann der Fall, wenn bei den Stammdaten im Strato Admin Panel auch die UG eingetragen worden ist.

Strafrechtlich relevant ist das Verhalten von Strato nicht, ein Unternehmen an sich ist auch nicht straffähig, sondern nur natürliche Personen. Ein Schadensersatz wäre jedoch möglich.

Der Geschäftsführer der UG kann sich wegen Betruges strafbar gemacht haben, wenn er Strato falsche Tatsachen vorgespielt hat und daraufhin die Berechtigung sich erschlichen hat.

Ja es kann überprüft werden, ob der GF sich eingeloggt hat, da die IP Adressen protokolliert werden. Allerdings speichern viele Anbieter diese Daten nur für 7 Tage.
Hier kann dann auch Strafanzeige gestellt werden. Für einen Schadensersatzanspruch muss auch ein konkreter Schaden entstanden sein. Dies kann ich so nicht erkennen durch den Login.

Der GF müsste zur Unterlassung aufgefordert werden und der Account gleichzeitig von Strato gesperrt werden. Dies gerichtlich durchzusetzen, kann aber einige Zeit dauern.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen
Alexander Dietrich
Rechtsanwalt


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