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Insolvenz Bauträger / Grundbucheintragung

01.03.2020 11:41 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


Guten Tag,

wir haben eine Eigentumswohnung über einen Bauträger gekauft. Trotz Zahlung der vollständigen Kaufpreisraten und erfolgter Abnahme und Schlüsselübergabe verweigert der Bauträger noch immer die Eintragung ins Grundbuch / Eigentumsumschreibung. Eine Auflassungsvormerkung im Grundbuch liegt selbstverständlich vor.

Da die finanzielle Lage des Bauträger aktuell nicht gut aussieht, lautet meine Frage:

Was passiert mit der Eigentumumschreibung im Falle einer möglichen Insolvenz des Bauträgers bzw. wer wird Eigentümer?
Reicht die Vormerkung / Auflassungsvormerkung für uns aus um dann auch ohne Zustimmung des BT die Umschreibung durch den Notar zu veranlassen oder kann im Falle einer Insolvenz ein Insolvenzverwalter den Kauf rückabwickeln o.ä.?

Unser Fachanwalt für Bauträgerrecht ist sich mit der rechtlichen Bewertung leider nicht sicher...

Vielen Dank!
03.03.2020 | 11:50

Antwort

von


(9)
Goerdelerstraße 6
65197 Wiesbaden
Tel: 015150413604
Web: https://anwaltsloesung.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Fragen will ich Ihnen gerne wie folgt beantworten:

Sie sind mit einer Auflassungsvormerkung im Grundbuch insolvenzfest abgesichert. Dennoch kann die Eigentumsumschreibung im Grundbuch nicht erfolgen. In der Regel steht die Bauträgerbank noch vor Ihnen im Grundbuch. Im Falle einer Bauträgerinsolvenz hätten Sie zwei Ansprechpartner: Den Insolvenzverwalter und die Bauträgerbank. Beide verfolgen eigene Interessen, die Ihrem Interesse auf Eigentumsumschreibung zuwiderlaufen können. Mit beiden Ansprechpartnern müsste rechtskundig verhandelt werden, vor allem um Form und Fristen einzuhalten.

Durch die Auflassungsvormerkung sind Sie nur dahingehend abgesichert, dass Sie entweder Eigentümer werden, oder Ihr Geld zurückbekommen. Der zweite Fall tritt ein, wenn der Vertrag auf Betreiben des Insolvenzverwalters oder der Bauträgerbank rückabgewickelt wird. Das Problem dabei ist: Schäden werden im Regelfall nicht ersetzt.

Nach meiner Erfahrung wird in Ihrem Fall der Insolvenzverwalter und/oder die Bauträgerbank die Eigentumsumschreibung im Grundbuch nicht verhindern, weil die Abnahme und die Schlüsselübergabe bereits erfolgt ist. Der Fall einer Rückabwicklung tritt ein, wenn zwischenzeitlich eine erhebliche Wertsteigerung des bebauten Grundstücks im Verhältnis zum Kaufpreis erfolgt ist und weil der Insolvenzverwalter und/oder die Bauträgerbank aus diesem Grund eine Pflicht zur Rückabwicklung sehen. Die Bauträgerbank muss im Regelfall das Gewährleistungsrisiko (Gewährleistungsbürgschaften) mitberücksichtigen.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

(Lorenz)
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

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