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Erbe Pflichtteil Kind aus 1. Ehe

18.12.2019 15:37 |
Preis: 52,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Fabian Fricke


Ich bin seit 8 Jahren mit meinem Mann verheiratet (Zugewinngemeinschaft). Er hat eine Tochter aus erster Ehe, deren Mutter mittlerweile und nach Scheidung von meinem Mann verstorben ist. Zu der Tochter hat er keinen Kontakt. Gemeinsam haben wir zwei Kinder. Ich habe in die Ehe ein Vermögen von ca. 100.000 € sowie ein Haus eingebracht. Mein Mann ist Rentner und ich verdiene ca. das 3fache seiner Rente. Ich habe während der Ehe zwei weitere Wohnungen im Gesamtwert von ca. 150.000 € gekauft, im Grundbuch bin ich als alleinige Eigentümerin aller drei Immobilien eingetragen. Für die beiden neu gekauften Wohnungen habe bzw. zahle ich noch allein einen Kredit in Höhe von ca. 30.000 € ab. Wir haben kein gemeinsames Testament erstellt. Mich würde interessieren, wie der Pflichtteilsanspruch für seine Tochter aus 1. Ehe berechnet wird und welche Verfügungen wir treffen können, um diesen zu minimieren. Soweit möglich, soll der Großteil des Vermögens/Immobilien von unseren beiden gemeinsamen Kindern geerbt werden.

Sehr geehrte Fragestellerin,

bei der Beantwortung Ihrer Frage gehe ich davon aus, dass es Ihnen vor allem darum geht, dem Kind aus der ersten Ehe Ihres Mannes möglichst wenig zukommen zu lassen. Da dieses Kind nur Ihrem Ehemann gegenüber erbberechtigt ist, besteht vor allem dann ein Risiko, wenn Sie vor Ihrem, Mann versterben sollten. In diesem Fall ist dieser teilweise erbberechtigt und nach seinem Tod würde auch die Tochter aus erster Ehe erben. Falls Ihr Mann zuerst verstirbt ist aufgrund dessen geringen Vermögens keine Erbschaft zu Gunsten der Tochter zu erwarten, die Immobilien gehören allein Ihnen.

Es wäre wichtig ein Testament zu errichten in dem Ihre leiblichen Kinder als Alleinerben eingesetzt werden und Ihr Mann vor der Erbschaft ausgeschlossen wird, so dass diesem möglichst nichts zufallen kann, noch besser wäre es, wenn Ihr Mann den Erbverzicht nach § 2346 BGB notariell erklärt. Damit wäre es ausgeschlossen, dass die Tochter aus erster Ehe etwas bekommen kann:

Zitat:
§ 2346 Wirkung des Erbverzichts, Beschränkungsmöglichkeit
(1) Verwandte sowie der Ehegatte des Erblassers können durch Vertrag mit dem Erblasser auf ihr gesetzliches Erbrecht verzichten. Der Verzichtende ist von der gesetzlichen Erbfolge ausgeschlossen, wie wenn er zur Zeit des Erbfalls nicht mehr lebte; er hat kein Pflichtteilsrecht.
(2) Der Verzicht kann auf das Pflichtteilsrecht beschränkt werden.


Da unbedingt die notarielle Form erforderlich ist sollten Sie einen Notar mit der Bestellung einer entsprechenden Verzichtserklärung beauftragen.


Ich hoffe damit Ihre Frage zufriedenstellend beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag. Ggf. können Sie die kostenfreie Nachfragefunktion nutzen.

Mit freundlichen Grüßen,
RA Fabian Fricke

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