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Hecke auf Grenze gebaut

18.11.2019 12:24 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Hallo
Wir haben 9/18 ein Haus gekauft mit rund herum eine buchenhecke alles ca 180-200 cm groß in Baden-Württemberg
Laut Verkäuferin ist die Hecke von ihr gepflanzt worden. Wir beauftragen nun einen vermessungsdienst
Laut Nachbarn sind die seitlichen Hecken nicht zu entfernen und zudem auf dem Grenzlinen gebaut worden. Nun wollen wir die Hecke entfernen lassen und stattdessen Gabionen und doppelstabmattenzaun bauen jeweils 180 cm.
Frage. Surfen wir selbst wenn die Hecke auf den Grenzlinien steht entfernen und wenn nein und es dennoch passiert auf uns zukommen kann und wenn ja wie hoch dürfen wir seitlich zu den Nachbarn und hinten raus zum Feld den Zaun bzw. Seitlich zum Nachbarn ( auf seinem Grundstück steht eine Laube( auf der Laube kommt die gabione) bauen?
Und was geschieht mit verwachsenen Sträuchern den zu entfernenden Maschendraht Zaun wenn dieser beschädigt wird.
Wichtig ist das laut Aussage der Nachbarn die Hecke entweder ihnen gehört oder auf Grenze gebaut wurde.
18.11.2019 | 13:13

Antwort

von


(2241)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
Web: http://www.rechtsanwalt-bohle.de
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Sehr geehrter Ratsuchender,


sofern die Vermessung noch nicht stattgefunden hat und die Eigentumsverhältnisse an der Hecke feststehen, rate ich dringend davon ab, Hand anzulegen und die Hecke zu entfernen:


Denn wenn die Hecke auf dem Nachbargrundstück steht, ist sie Alleineigentum des Nachbarn.

Steht die Hecke auf der Grenze, ist es gemeinschaftliches Eigentum und nur mit Einverständns des Miteigentümers (=Nachbarn) darf dann Hand angelegt werden. Einigen die Nachbarn sich nicht, muss eine gerichtliche Einigung herbeigeführt werden.

In beiden Fällen verbietet sich ein "Alleingang" und führt dann zu erheblichen Schadenersatzansprüchen des Nachbarn und zwar unabhängig davon, wer die Hecke gepflanzt oder bezahlt hat - es kommt allein auf den genauen Standort der Hecke an.



Gleiches gilt für Sträucher und Zäune. Beschädigen Sie fremdes (Mit)Eigentum, machen Sie sich haftbar und müssen Schadenersatz leisten.




Nicht nachvollziehbar ist, dass die geplante Gabione AUF der Laube des Nachbarn kommen soll. Wenn die Laube auf dem Nachbargrundstück (unterstellt) steht, dürfen Sie dort 8und schon gar nicht auf der Laube) etwas bauen.

Ansonsten gilt § 11 NRG Baden-Württemberg, wonach gegenüber Grundstücken, die landwirtschaftlich genutzt werden, ein Grenzabstand von 0,50 m einzuhalten.
Soll die Gabione höher als 1,50 m werden, so vergrößert sich der Abstand entsprechend der Mehrhöhe. Bauen Sie zum Feld also 1,80m hoch, müssen Sie 0,80m Abstand halten

Gegenüber den seitlichen Nachbargundstücken können Sie bis 1,50 AN die Grenze bauen. Soll es höher werden, muss ebenso der Zusatzabstand eingehalten werden, sofern auf der Nachbarseite nicht höhere Bauten an der Grenze stehen. Dann darf bis zur Höhe dieser Nachbarbauten gebaut werden, aber nur im bereich der Nachbarbauten.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg


ANTWORT VON

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