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Krankengeld durch krankenkasse

| 30.10.2019 17:44 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von


07:31
Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich wurde am 20.9.19 schriftlich zum 31.10.19 von meinem Arbeitgeber gekündigt!

Am 23.10.19 wurde ich Krankgeschrieben und bin auch weiter krankgeschrieben.
Die Kündigung erreichte mich einen Tag später also am 24.9.19.

So der Arbeitgeber ist verpflichtet weitere 6 Wochen die Entgeldvorrauszahlung zu leisten und nach 6 Wochen tritt die Krankenkasse ein und zahlt Krankengeld solange ich noch krank bin.

Die Krankenkasse sagte das der Arbeitgeber bis zum 3.11.19 die entgeldvorrauszahlung leisten muss und erst dann springen sie ein, aber da ich zum 31.10.19 bereits gekündigt wurde fehlen mir 3 Tage.

Jetzt sagt die Krankenkasse sie müssen prüfen ob mir Krankengeld zusteht weil sie nicht verpflichtet sind und es an diesen 3 Tage fehlt damit genau 6 Wochen erreicht sind und die erst danach bezahlen.

Kann die Krankenkasse mir meinen Krankengeld verweigern und nicht bezahlen weil 3 Tage nicht vom Arbeitgeber gedeckt wird ?

Gibt es Gesetze die sagen das mir Krankengeld zusteht auch wenn ich vor Ablauf der 42 Tage krank gekündigt wurde ?

Ich hoffe sie können mir dabei behilflich sein.
30.10.2019 | 18:25

Antwort

von


(2356)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26 7 26
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Sehr geehrter Ratsuchender,

die Auffassung der Krankenkasse ist nicht zutreffend; wird aber immer wieder als Argument herangezogen, um die Krankengeldzahlung zu vermeiden.

Da Sie noch während des bestehenden Arbeitsverhältnisses arbeitsunfähig wurden, geht die Annahme der Krankenkasse fehl.

Ab dem 01.11.2019 besteht das Arbeitsverhältnis nicht mehr und Sie sind unter anderem auch arbeitslos; unabhängig von der Arbeitsunfähigkeit.

Dass die Krankenkasse ab dem 01.11.2019 Krankengeld zahlen muss, folgt aus dem Umkehrschluss des § 49 SGB V .

Dort ist zu Ziffer geregelt:

"§ 49 SGB V Ruhen des Krankengeldes

(1) Der Anspruch auf Krankengeld ruht,

1. soweit und solange Versicherte beitragspflichtiges Arbeitsentgelt oder Arbeitseinkommen erhalten; dies gilt nicht für einmalig gezahltes Arbeitsentgelt............"

Danach ruht der Anspruch nur, wenn Arbeitseinkommen oder Arbeitsentgelt bezogen wird und das ist in Ihren Fall gerade nicht mehr gegeben, weil Sie ab dem 01.11.2019 keinen Anspruch mehr haben.

Dann aber muss die Krankenkasse zahlen, weil der Anspruch eben nicht ruht.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle


Rückfrage vom Fragesteller 30.10.2019 | 20:00

Sehr geehrter Frau True-Bohle,
vielen dank für ihre Antwort.

Also versteh ich es richtig die Krankenkasse kann mir das Geld nicht verwehren weil die 3 Tage fehlen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 31.10.2019 | 07:31

Sehr geehrter Ratsuchender,

das haben Sie richtig verstanden. Die Krankenkasse kann Ihnen das Krankengeld nicht wegen der 3 Tage verwehren.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

Bewertung des Fragestellers 30.10.2019 | 22:52

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