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Verjährungsfrist bei Schulden

| 01.10.2019 14:49 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Während unserer Ehe habe ich meinem Ex-Mann eine Ausbildung finanziert und bei der Trennung hat er mir schriftlich bestätigt, dass er mir 20.000 € bis Ende 2015 zurückzuzahlen hat.
Er hat auch in kleinen Beträgen (50, später 100 € / Monat) zurückgezahlt, insgesamt 5500 €, die letzte Rate habe ich im Juli 2018 von ihm erhalten.
Dann hat er mir erklärt, er sei arbeitslos und könne im Moment nichts zahlen.
Nach einem Jahr habe ich ihn per Mail und per Brief (Einschreiben) aufgefordert, den Restbetrag von 14.500 € bis zum 10.10.19 zurückzuzahlen, aber bis heute keine Antwort erhalten.

Nun lautet meine Frage: Sind die Schulden bereits verjährt und er muss gar nichts mehr zahlen? Oder läuft die Verjährungsfrist erst seit seiner letzten Rückzahlung, also seit 14 Monaten, und ich könnte mit einem Mahnverfahren noch Erfolg haben?

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten. Dabei unterstelle ich, dass die zwischen Ihnen und Ihrem Ex-Mann getroffene Vereinbarung dahingehend klar ist, dass er Ihnen 20.000 EUR schuldet.

Grundsätzlich verjährt die Forderung am Ende des dritten Jahres, in dem die Forderung fällig ist. In Ihrem Fall Ende 2018. Leistet der Schuldner Ratenzahlungen, wie in Ihrem Fall, so beginnt die Verjährung mit jeder Abschlagszahlung erneut zu laufen (§ 212 BGB ). Damit verjährt Ihre Forderung, bei letzter Ratenzahlung in 2018, am 31.12.2021. Der Gläubiger wird so durch § 212 BGB davor geschützt, dass er im Vertrauen auf ein den Anspruch bestätigendes Verhalten des Schuldners darauf verzichtet, den Anspruch einzuklagen und später in diesem Vertrauen enttäuscht wird, wenn der Schuldner sich auf die Einrede der Verjährung beruft.

Damit verjährt Ihre Forderung, bei letzter Ratenzahlung in 2018, am 31.12.2021.

Sie können daher noch immer einen Mahnbescheid und anschließend Vollstreckungsbescheid erlassen. Sollte er sich dagegen wehren müssten Sie Ihren Anspruch gerichtlich geltend machen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 03.10.2019 | 08:16

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Stellungnahme vom Anwalt:

Es freut mich, dass ich Ihnen helfen konnte. Benötigen Sie noch weitere Unterstützung, so stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Die Kanzlei ist deutschlandweit tätig.

Mit freundlichen Grüßen
Corinna Ruppel, LL.M.