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Die Abziehbarkeit von Erhaltungsaufwand bei einer vermieteten Immobilie

16.08.2019 12:39 |
Preis: 100,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Die Finanzbehörde beabsichtigt laut aktuellem Anhörungsschreiben zu meiner Einkommensteuererklärung 2018 die geltend gemachten Erhaltungsaufwendungen nicht als Werbungskosten zu berücksichtigen, da diese davon ausgeht, dass die Immobilie nach Abschluss der Sanierungsarbeiten verkauft werden soll.
Die Sanierungsarbeiten waren im 4. Quartal 2018 abgeschlossen und die Vermietungsabsicht war meinerseits als Eigentümer und Vermieter grundsätzlich gegeben.
Lediglich im April 2019 (vor Abgabe der Einkommensteuererklärung) hatte ein Mieter Interesse am Kauf des bereits sanierten Wohn-/Geschäftshauses gezeigt, was ich (aus heutiger Sicht fälschlicherweise) bei der Abgabe der Steuererklärung erwähnt habe.
Das hat sich aber schnell wieder zerschlagen, da der Mieter und Interessent die notwendigen finanziellen Mittel dafür nicht aufbringen konnte.

Fakt ist aber, dass Stand heute die Mieteinnahmen auch weiterhin (auf unbegrenzte Zeit) benötigt werden und die Vermietungsabsicht meinerseits auch weiterhin dauerhaft besteht.

Welche Argumentation empfehlen Sie mir im Anhörungsschreiben, damit die Erhaltungsaufwendungen doch noch für die Werbungskosten berücksichtigt werden?
Besten Dank vorab für die Info und Rückmeldung.
16.08.2019 | 20:08

Antwort

von


(58)
Tackheide 74a
47804 Krefeld
Tel: 02151 4467408
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen und des Einsatzes für eine Ersteinschätzung wie folgt beantworten:

Ich befürchte, dass das Finanzmt aufgrund der Rechtssprechung des Bundesfinanzhofs zu Recht davon ausgeht, dass keine Einkunftserzielungsabsicht besteht.

Allerdings war in dem Augenblick, in dem Sie den Mietvertrag abgeschlossen haben, von einer bestehenden Einkunftserzielungsabsicht auszugehen. Hierbei unterstelle ich, dass die Vertragsverhandlungen mit dem potentiellen Erwerber erst nach Mietbeginn begonnen haben.

Da Sie Verkaufsverhandlungen Anfang 2019 geführt haben, haben Sie zumindest in diesem Augenblick nicht mehr die unbedingte Absicht gehabt, die Vermietung auf Dauer fortzusetzen.

Die entscheidende Frage ist daher, ob aus Ihrem Verhalten in April 2019 indiziell der Schluss gezogen werden kann, dass bereits im Jahre 2018, um das es Ihnen ja geht, die Dauervermietungsabsicht gefehlt hat.

Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs ist die für eine Einkunftserzielungsabsicht sprechende Regelvermutung nicht anzuwenden, wenn der Stpfl. das Objekt in engem zeitlichem Zusammenhang mit der Anschaffung / Herstellung (in der Regel bis 5 Jahre) tatsächlich veräußert oder zur Selbstnutzung übergeht.

Diese Indizwirkung kann wiederum widerlegt werden.

Leider kann ich Ihnen ohne weitere Kenntnisse des Sachverhalts keine Argumentationshilfe geben. Ich bitte um Mitteilung, seit wann Sie Eigentümer des Objekts sind und wie Sie es bisher genutzt haben. Ferner bitte ich um Mitteilung, wofür und in welcher Höhe Sanierungsaufwendungen angefallen sind.

Mit freundlchen Grüßen

Franz Meyer
Rechtsanwalt
Steuerrecht Steuerstrafrecht










Rechtsanwalt Franz Meyer

ANTWORT VON

(58)

Tackheide 74a
47804 Krefeld
Tel: 02151 4467408
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