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Offene Zahlung - trotz mehrfacher Mahnung

15.08.2019 09:54 |
Preis: 40,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Guten Tag,

ich bin Mitglied einer Künstlergruppe (als GbR gemeldet) und wir haben
enorme Schwierigkeiten mit einer in Deutschland ansässigen
Kulturinstitution bezüglich ausstehender Zahlungen:

Anfang März haben wir, vertraglich geregelt, für eben jene
Kulturinstitution eine Installation geschaffen. Nach Beendigung unserer
Tätigkeit samt verschriftetem Übergabeprotokoll kam eine Rechnung von
Seiten des Auftraggebers, die uns hiermit sowohl eine Pauschale für
zeitliche Verzögerung als auch damit einhergehend eine Pauschale für
personellen Mehraufwand über eine große Summe in Rechnung stellen.

Diese Rechnung sehen wir jedoch als unbegründet, sie weißt außerdem
sowohl inhaltliche wie formelle Fehler auf, welche wir dem Auftraggeber
so auch mitgeteilt haben. Auf diese Rückweisung/Widerspruch wurde von
deren Seite nie geantwortet.

Nun kam im Laufe der letzten Woche die zweite Rate der ausstehenden
Zahlungen - jedoch abzüglich der uns in Rechnung gestellten Summe. Wir
haben bereits mehrmals gemahnt, jedoch wurde hierauf keine Reaktion gezeigt.

Wir sind leider mittlerweile mit unserem Latein am Ende, auf unsere
Forderungen nach der ausstehenden Summe wurde nie reagiert.

Daher nun meine Frage(n):
Wie können wir weiter vorgehen? Ist ein gerichtlicher Mahnbescheid nun
angebracht und falls ja, wie geht man da vor? Sollen wir den
Mahnbescheid selbst beantragen oder brauchen wir in diesem Punkt einen
Anwalt?

Vielen Dank und Liebe Grüße

Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Grundsätzlich können Sie ein Mahnverfahren auch ohne Anwalt führen. Nach Ihrer Schilderung würde ich davon allerdings eher abraten. Da die Forderung offenbar streitig ist, wird die Gegenseite voraussichtlich Widerspruch einlegen. Dann müssen Sie in der Folge ohnehin ein "normales" Gerichtsverfahren führen. Das ist allein wegen der Formalien schwierig, selbst wenn beim Amtsgericht kein Anwaltszwang herrscht.

Ich rate Ihnen folgendes: Setzen Sie zur Zahlung eine letzte Frist mit Datumsangabe ( z. B.: "bis zum 26.8.19"). Wenn diese Frist verstrichen ist, beauftragen Sie einen Anwalt, möglichst am Ort der gerichtlichen Auseinandersetzung. Nach Verzug muss der Gegner, wenn Ihre Forderung berechtigt ist, auch die Anwaltskosten erstatten. Gleichzeitig können Sie die Erfolgsaussichten von einem Fachmann überprüfen lassen, bevor Sie weitere Kosten verursachen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.


Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-

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