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Mietvertrag ohne Beteiligung von Vermieter oder Verwalter

12.07.2019 17:43 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


Liebe Experten,

ich möchte in eine 3-erWG ziehen. Mir wurde von meinen neuen Mitbewohnern mitgeteilt, dass der Mietvertrag (genauer: Die Änderung des Vertrags zur Beuurkundung des Mieterwechsels) überlicherweise ohne Beteiligung(!) der Hausverwaltung (=Vertreterin der Hauseigentümerin) geschlossen wird. Das heißt, der Vertrag wird nur von allen bisherigen und allen zukünftigen Mitbewohnern unterschrieben, aber so, als wären alle gleichgestellte Hauptmieter(!) als Vertragspartner der Vermieterin.

Die Hausverwaltung weiß über diese Praxis Bescheid, billigt diese, möchte auch gar nicht unbedingt immer für alle Mieterwechsel zur Unterschrift vorbei kommen und stellt auch für die einzelnen Personen direkt die Mietbescheinigung des Wohnungsgebers für das Einwohnermeldeamt aus. Hinweis: Ich sehe keinen Anlass, dieser Darstellung durch meine neuen Mitbewohner zu misstrauen. Gehen wir daher davon aus, dass die Hausverwaltung diese Praxis tatsächlich befürwortet.

Frage 1: Wenn ich mich aber auf diese Vorgehensweise einlasse, bin ich dann trotzdem Hauptmieter? - oder im Zweifel eher ein Untermieter, auch wenn der Vertrag anders überschrieben wird?

Frage 2: Welche hauptsächlichen Vor- und Nachteile entstehen mir rechtlich, wenn ich mich auf diese Praxis einlasse? Konkret:
2.a: Haftung bei Mietschulden: Hafte ich evtl. gar nicht gesamtschuldnerisch, (kein direkter Vertragsschluss mit der Vermieterin)?
2.b: Kündigungsfrist: Wenn ich ausziehen möchte, kündige ich gegenüber meinen Mitbewohnern oder gegenüber der Vermieterin?
2.c: Möglichkeit der Räumung durch die Vermieterin -> falls diese sagt, mit mir keinen Vertrag geschlossen zu haben, noch eine Untervermietung gestattet zu haben?

Nach dieser Betrachtung vermute ich derzeit, dass das Konstrukt eher Vor- als Nachteile für mich bietet. Kann man das so sagen?
13.07.2019 | 18:13

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Frage gerne wie folgt:

Hier müsste man genau den Mietvertrag lesen und auch herausfinden, ob es eine generelle Erlaubnis des Vermieters bezüglich dieser Praxis gibt. Ferner müsste man genau prüfen, ob in dem Vertrag eine Klausel enthalten ist, die generell die Unter Vermietung gestattet.

Entweder muss der Vertrag so ausgestaltet sein, dass Sie als Hauptmieter eintreten oder sie sind dann unter Mieter, wenn sie mit den Hauptmietern einen entsprechenden Untermietvertrag geschlossen haben, beziehungsweise schließen werden. Dazu ist es wie gesagt notwendig, den Vertrag genau zu lesen.

Als Gesamtschuldner gegenüber dem Vermieter können Sie nur in Anspruch genommen werden, wenn sie Hauptmieter sind. Denkbar ist es allerdings, dass Sie bei Nichtzahlung der Miete von den Hauptmietern in Anspruch genommen werden oder aber der Vermieter für das nutzen der Wohnung eine Nutzungsentschädigung verlangt, die der Miete in der Höhe entspricht. Einer Zahlungspflicht, gleich welchen Rechtsgrundes, können sie nicht entgehen.

Von der Art der Vertragsgestaltung, nämlich ob sie Hauptmieter oder Untermieter sind, hängt es auch ab, gegenüber wem sie kündigen müssen. Sie müssen gegenüber Ihrem Vertragspartner kündigen.

Da Sie in irgendeiner Weise namentlich im Vertrag auftauchen, können Sie auch zur Räumung veranlasst werden. Es ist aber eher nicht denkbar, dass die von Ihnen genannte Konstellation so eintritt.

Ich hoffe ihnen weitergeholfen zu haben und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen.

Draudt
Rechtsanwältin


ANTWORT VON

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