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Krankengeld vs Erlöse als Kleinunternehmer gemäß §19 UStG

| 12.06.2019 13:19 |
Preis: 78,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Liubov Zelinskij-Zunik, M.mel.


Zusammenfassung: Arbeitsunfähigkeit und Nebenjob

Guten Tag,
sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin aktuell AU in Bezug auf meine hauptberufliche Tätigkeit als Angestellter und beziehe in der zweiten Woche Krankengeld. Da ich seit mehreren Jahren nebenberuflich als Unternehmensberater von meinem Zuhause aus kleinere Umsatzerlöse als Kleinunternehmer gemäß §19 UStG erziele (inkl. der Genehmigung durch meinen AG von Anfang an), frage ich mich nun, ob ich in diesem Zusammenhang mit Sanktionen oder negativen Konsequenzen in Form von Rückforderung o.ä. seitens meiner Krankenkasse rechnen muss. Möglicherweise erst nach dem Erstellen meiner Steuererklärung dann im Folgejahr zum Beispiel. Nach meinen Recherchen hier und meinem Verständnis derselben ist eine nebenberufliche Tätigkeit kein Grund, Krankengeld entsprechend zu kürzen, einzubehalten, oder beispielsweise in Höhe der erzielten Nebeneinkünfte in der Zeit der Zahlung nachträglich wieder zurück zu fordern. Ist mein Verständnis hier korrekt?
Ich bedanke mich bereits im Voraus sehr herzlich für Ihre Antwort und Ihre Klarstellung.
Dankeschön und freundliche Grüße

Einsatz editiert am 13.06.2019 11:41:52

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Ist mein Verständnis hier korrekt?
Nicht ganz und zwar:
Wenn der Versicherte während der Arbeitsunfähigkeit arbeitet, ist nicht auszuschließen, dass eine Arbeitsunfähigkeit und somit eine wesentliche Voraussetzung für einen Anspruch auf Krankengeld nicht vorliegt. Daher darf die KK prüfen, ob das der Fall ist. Der Gegenstand der Prüfung ist die Frage, ob Ihre Nebentätigkeit gegen Ihre Arbeitsunfähigkeit spricht. Dabei wird es auf die Art und zeitlicher Umfang der Nebentätigkeit und auf Ihre Erkrankung und empfohlene Behandlung ankommen. Hier muss man gleich sagen, dass es bei Selbständigen der zeitliche Umfang in der Regel schwer nachvollziehbar ist, weil sie nicht an bestimmten Arbeitszeiten gebunden sind (Gegenteil sind Arbeitnehmer). D.h. selbst das aus dem EStbescheid hervorgehende Einkommen aus Ihrer Nebentätigkeit lässt keine Schlussfolgerung zu, dass Sie zu DER Zeit Ihrer Arbeitsunfähigkeit gearbeitet haben.
Der Umstand, dass Sie die Kleinunternehmer sind, spielt in dem Zusammenhang keine Rolle.




Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 16.06.2019 | 14:21

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