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Schadensersatz Ferienwohnung

06.06.2019 19:59 |
Preis: 49,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Zusammenfassung: Mängel an der Mietsache bei Übergabe einer Ferienwohnung und Verfristung von Ansprüchen der Vermieterseite

Mein Arbeitgeber hat eine Ferienwohnung für mich angemietet. Ich durfte dort mit meiner Freundin und Hund wohnen ( von Ende April bis 30.6.19 war sie gemietet). Meine Freundin ist Schwanger und hat es nicht mehr geschafft bis ins Bad und hat leider auf den Teppich erbrochen. Die Vermieterin hat eine Klausel eingebaut das sie 1x wö. In die Ferienwohnung müsste um zum Heizraum zu kommen. Dem habe ich zu gestimmt. Sie ist nie in unseren Beisein in die Wohung gegangen, immer wenn wir weg waren. Bei einen dieser Rundgänge sah sie diesen Fleck und fand dies nichti Ordnung sowohl allgemein unsere Ordnung nicht tragbar ( wenig Platz in der Ferienwohnung, dadurch stand sehr viele Kisten mit Sachen noch rum, die nicht einsortiert werden könnten). Sie meldete dies sofort meinen Arbeitgeber. In einen der schreiben betitelte sie uns als Messi. Sie hat auch ohne unsere Zustimmung Fotos gemacht. Diese haben wir nie gesehen. Und wie es kam wurde ich von meinen Arbeitgeber nicht angehört und musste mir lautstark einiges anhören. Die Vermieterin in kündigte deshalb den Mietvertrag schon zum 31.5.19. Es erfolgte an diesen Tag die Übergabe im Beisein der Vermieterin, 3 meiner Vorgesetzten und mit mir und meiner Tante ( auch wenn sie nicht erwünscht war ).
Es wurden Hundehaare auf der Couch und natürlich der Fleck in der Schlafstube bemängelt. Küche und Bad wurden nicht angeschaut und es gab kein Protokoll zum unterschreiben. Ich hatte mehrmals eine Reinigung des Teppich durch eine Firma angeboten. Es wurde abgelehnt
Heute kam ein schreiben vom Chef zwecks Kostenübernahme und so weiter.
Da steht von der Vermieterin geschrieben:
Das mündliche Gutachten der Reinigungsfirma hat ergeben das die Auslegware, die nicht verklebt ist mit dem Reinigungsgerät versuchsweise gereinigt wird, da sie aufwellen kann. Die Grundreinigung mit Intensivreinigung der Couch, Bad und Küche wird am Donnerstag den 6.6.19 durchgeführt , weil ich es nicht gemacht habe. Die Kosten belaufen sich auf ca. 250-300€. Wenn ich nicht den Ausfall für Vermietung von 420€ berechne ist das der Gesamtwert wenn nichtsunvorhergesehenes dazu kommt.
Sowie ich die Rechnung habe sende ich Sie Ihnen zu.
Das war die Post der Vermieterin an meinen Chef.
Wie gesagt Küche und Bad wurden bei der Übergabe nicht beanstandet.
Es stand auch nicht drin das ich eine Endreinigung machen müsste und wie diese aus zu sehen hätte.
Ich hielt die ganzen Anschuldigungen nicht mehr aus und habe gekündigt.
Wie kann ich mich jetzt verhalten.

Danke

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich würde den "Ansprüchen" der Gegenseite gelassen entgegen sehen, im Einzelnen:

Wenn es der Vermieter versäumt hat, bei der Übergabe ein Protokoll zu fertigen, kann es zwar auf Zeugenaussagen ankommen, aber die Frage ist ja, was diese überhaupt aussagen können beziehungsweise insbesondere auch der Zustand bei Übergabe entscheidend war und den haben die Zeugen nach meinem Verständnis gar nicht gesehen.

Im Übrigen stellt sich auch die Frage einer Anschlussvermietung und die Vermieterin kann sich dadurch ihre eigenen Beweise nehmen, wenn sie Sachen bereinigt und der Meinung ist, Sie hätten da diese verursacht und müssten haften.

Zudem muss man abgrenzen zwischen vertragsgemäßen Verbrauch und Schäden beziehungsweise notwendigen Schönheitsreparaturen und insbesondere müssten die Regelungen in einem Mietvertrag zulässig sein.

Im Übrigen kann sich die Vermieterseite nicht auf Mängel berufen, die es später entdeckt worden sind, es sei denn diese waren nicht offensichtlich, was hier aber anders aussieht.

Wichtig ist auch der Umstand, dass sechs Monate nach Übergabe alle Ansprüche der Vermieterseite verjähren beziehungsweise verfristeten, weshalb ich insbesondere nicht mit der Vermieterseite hinsichtlich der Ansprüche verhandeln würde, da dadurch die Verjährung gehemmt würde.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass in solchen Fällen entweder gar keine Haftung des Mieters stattfindet oder die weitaus niedriger ausfällt, als sie geltend gemacht wurde.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 07.06.2019 | 08:23

Schönen guten Tag!
Danke für die schnelle Antwort.
Wie würden sie sagen sehen die nächsten Schritte aus.
Ich habe Probleme mit der Aussage; mündlichen Kostenvoranschlag;
Die Kosten für die Teppichreinigung würde ich ja übernehmen. Mit der restlichen Reinigung habe ich so meine Probleme.
Ich soll mich bis zum 17.6. melden zwecks der Kostenübernahme.
Wie gesagt in Ihrer Anzeige stehr nichts von besondere Reinigung nach Auszug.
Es kam auch die Aussage von meinen jetzigen EXchef er würde es mir vom Lohn abziehen. Darf er es?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.06.2019 | 09:26

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage möchte ich Ihnen gerne wie folgt beantworten:

Richtig, ein mündlicher Kostenvoranschlag ist in der Tat nicht geeignet.

Sie sollten denn vergleichsweise anbieten, dass Sie die Kosten für die Teppichreinigung übernehmen und mehr nicht.

Ihr Chef darf das auch nicht vom Lohn abziehen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

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