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Erneute Kündigung der Vereinsmitgliedschaft?

| 19.05.2019 18:19 |
Preis: 60,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


20:16
Sehr geehrte Damen und Herren,

Im Juno 2008 habe ich ordnungsgemäß, auf Ende des Jahres, meine Mitgliedschaft in einem Verein gekündigt. Leider bekam ich keine Kündigungsbestätigung oder sie ist über die Jahre verloren gegangen.
Mit der Kündigung habe ich auch der Abbuchung widersprochen.
Im März 2009 (Kontoauszug ist vorhanden) wurde dann der Jahresbeitrag von 80,00€ abgebucht und von mir wenige Tage danach wieder zurück gebucht (Widerspruch der Abbuchung).
Weiteres geschah nicht.
2010 und 2011 wurde dann kein Mitgliedsbeitrag abgebucht und ich dachte, dass es für 2009 ein Versehen war.
2012, 2013, 2014 wurde Anfang Februar bzw. März wieder der Mitgliedsbeitrag abgebucht und ich widersprach wieder der Abbuchung und versuchte jemanden zu erreichen (per Mail und Telefon)) leider ohne Erfolg und ich habe auch kein Schreiben seitens des Vereins erhalten.
Aus 2014 ist eine, von mir geschriebene, Mail vorhanden, die leider auch wieder nicht beantwortet wurde.
2015, 2016, 2017 und 2018 wurde wieder nichts abgebucht und ich sah die Sache als erledigt an.
2019 bekam ich dann vom Verein einen Brief, dass ich den Mitgliedsbeitrag überweisen soll.
Darauf habe ich die Sache nochmals geschildert und, dass ich in 2008 gekündigt habe etc. pp.
Meine Mail wurde dann nach etwa 4 Wochen von Frau xxx wie folgt beantwortet:

<<<Sehr geehrter Herr ---------,

vielen Dank für Ihre Nachricht und ich entschuldige mich für die Unannehmlichkeiten, allerdings liegt mir als Geschäftsstelle keine Kündigung ihrerseits vor. Ich arbeitete in diesem Posten seit 2007 und bin nun etwas überrascht das wir diesbezüglich noch keinen Kontakt hatten. Lt meiner Unterlagen bekommen sie seit dem 1.11.2007 monatlich die Zeitschrift xxx vom vdh über ihre Mitgliedschaft im xxxx!

Eine Kündigung ist lt Satzung und Paragraph 6 wie folgt möglich:

§ 6 Beendigung der Mitgliedschaft
6.1 Die Mitgliedschaft erlischt durch Austritt, Ausschluss oder Tod. Der Austritt kann nur schriftlich per Einschreiben-Einwurf mit dreimonatiger Frist zum Jahresende an die Geschäftsstelle erklärt werden.
Der Vorstand schließt ein Mitglied mit Stimmenmehrheit aus, wenn

a) ein schwerer Verstoß gegen die satzungsmäßigen Pflichten vorliegt;

b) das Ansehen des Vereins verletzt wird;

c) trotz zweimaliger Mahnung mit monatlicher Fristsetzung und mit Folgehinweis Beiträge oder Gebühren nicht gezahlt werden.

6.1.1 Automatische Streichung von der Mitgliederliste erfolgt, wenn sich nachträglich nach der Aufnahme herausstellen sollte, dass das betreffende Mitglied einem Rassehunde-Zuchtverein angehört, der vom VDH bzw. von der FCI nicht anerkannt wird. Das Gleiche trifft zu, wenn sich nachträglich nach der Aufnahme herausstellen sollte, dass das betreffende Mitglied einem anderen Rassehundezuchtverein innerhalb des VDH angehört, der die Rasse ------ betreut. Für diese betreffenden Personen ist es dann auch nicht möglich, die Dienste und Leistungen des xxxx in bezug auf Zwingerschutz und Ahnentafeln, die sonst für Nichtmitglieder gegen erhöhte Gebühren möglich sind, in Anspruch zu nehmen.

6.1.2 Bei Kündigung des Vollmitglieds wird das Familienmitglied zum 1. Januardes Folgejahres automatisch zum Vollmitglied. Ab diesem Zeitpunkt ist der volle Mitgliedsbeitrag zu entrichten.

6.1.3 Wurde die Aufnahme durch falsche Angaben erschlichen, ist der Vorstand berechtigt, sie - nach vorheriger Anhörung des betreffenden Mitgliedes – mit rückwirkender Kraft zu widerrufen.

6.2 Dem ausgeschlossenen Mitglied steht das Recht zu, binnen eines Monats nach Bekanntgabe des Ausschlusses beim Ehrenrat des xxxx Beschwerde gegen den Ausschluss einzulegen.

6.3 Mitglieder, die aus dem Verein ausgetreten oder ausgeschlossen worden sind, verlieren alle Rechte und Ansprüche an das Vereinsvermögen; Zahlungsverpflichtungen der Mitglieder bleiben unberührt. Anteilige Beitragserstattungen sind ausgeschlossen.
Sie erhalten diesbezüglich eine schriftliche Bestätigung meinerseits mit dem Austrittsdatum.
Ich würde sie demnach bitten den Jahresbeitrag für das Jahr 2019 in Höhe von 85 auf folgendes Konto zu überweisen.>>>

Was meinen Sie dazu, wie soll ich mich nun verhalten?

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Hambrecht

P.S. Namen habe ich gestrichen, alle Ab- bzw. Rückbuchungen sind belegbar.



19.05.2019 | 18:58

Antwort

von


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Sehr geehrter Herr Hambrecht,

wenn Sie beweisen können, dass Sie die Mitgliedschaft im Juni 2008 auf Ende 2008 gekündigt haben, brauchen Sie keine Mitgliedsbeiträge mehr zu bezahlen.

Die Kündigung musste, um wirksam zu sein, nicht per Einschreiben-Einwurf übersandt worden sein. Allerdings hätten Sie bei solcherart Übersendung einen Zugangsbeweis.

Wenn Sie die Kündigung nicht beweisen können, sollten Sie nun per Einwurf-Einschreiben zum Ablauf des Jahres 2019 kündigen. Die Mitgliedsbeiträge seit 2016 müssen Sie noch zahlen, die vorher fällig gewordenen Mitgliedsbeiträge sind verjährt.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Auskünften gedient zu haben und weise darauf hin, dass diese auf Ihren Angaben beruhen. Bereits geringfügige Abweichungen des Sachverhalts können zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen.

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 19.05.2019 | 20:11

Sehr geehrter Herr Vasel,

vielen Dank für die schnelle Antwort.

Ich habe nochmal gesucht und einige Schriftstücke im .doc Format aus dem Jahr 2008 und 2009 gefunden. Allerdings nur von mir Verfasste (mit Datum wann die Datei gespeichert wurde) und keine Antwortschreiben des betreffenden Vereins.

Ist ein Beweis?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.05.2019 | 20:16

Sehr geehrter Herr Hambrecht,

nein, Sie müssten beweisen können, dass die Kündigung dem Verein zugegangen ist.

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 20.05.2019 | 21:04

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vielen Dank nochmals für Ihre schnelle Beantwortung meines Anliegens.
Sollte ich nochmals eine rechtliche Beratung benötigen werde ich Sie wieder beehren."
Stellungnahme vom Anwalt:
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 20.05.2019
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vielen Dank nochmals für Ihre schnelle Beantwortung meines Anliegens.
Sollte ich nochmals eine rechtliche Beratung benötigen werde ich Sie wieder beehren.


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