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Falsche Beträge in Nebenkostenabrechnung

| 16.05.2019 06:29 |
Preis: 25,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Eichhorn


Guten Morgen, jeder prüft doch eine Rechnung wenn er sie bekommt.
Was ist, wenn ein Hauseigentümer dieses nicht macht und dadurch falsche Beträge in die Nebenkostabrechnung einsetzt ?
Als Mieter muß ich doch davon ausgehen das alles seine Richtigkeit hat.

Aber, kann der Hauseigentümer oder der Mieter, bei fehlerhaften Abrechnungen, eine Nachberechnung machen, um Geld zurück zu verlangen?

Wann verjährt eine Nebenkostenabrechnug bzw. eine Nachzahlung wegen einer falschen Abrechnung?

Da ich aufstockender Rentner bin und die Fragestellung, denke ich, Leicht ist, bitte ich den "geringen" Betrag zu entschuldigen.

Sehr geehrte Ratsuchender,

der Vermieter reicht die umlegbaren Kosten nur durch. Er muss nicht generell Rechnungen prüfen.

Ich gehe davon aus, dass die Nebenkostenabrechnung formell richtig ist.
Falsche Zahlen führen nur zu einer materiellen Unrichtigkeit.

§ 556 Abs. 3 S. 5 und 6 BGB :
"Einwendungen gegen die Abrechnung hat der Mieter dem Vermieter spätestens bis zum Ablauf des zwölften Monats nach Zugang der Abrechnung mitzuteilen. Nach Ablauf dieser Frist kann der Mieter Einwendungen nicht mehr geltend machen, es sei denn, der Mieter hat die verspätete Geltendmachung nicht zu vertreten."

> Einwendungen können Sie nur innerhalb eines Jahres ab Zugang der Nebenkostenabrechnung geltend machen. Das heißt, Geld kann der Mieter nicht zurückverlangen, wenn der Fehler erst nach mehr als einem Jahr auffällt und geltend gemacht wird. Es handelt sich nicht um eine Verjährungs-, sondern um eine Ausschlussfrist.

Als Mieter haben sie die Möglichkeit die Nebenkostenabrechnung zu überprüfen und beim Vermeiter Einsicht in die Belege zu nehmen.

Wenn der Vermieter den Fehler feststellt, kann er die Nebenkostenabrechnung berichtigen/ neu berechnen. Darauf hat der Mieter einen Anspruch.

> Eine Nachforderung nach Ablauf eines Jahres nach Ablauf des Abrechnungszeitraumes ist allerdings ausgeschlossen, "es sei denn, der Vermeiter hat die [Verspätung] nicht zu verteten." (§ 556 Abs. 3 S. 3 BGB )

Nutzen Sie bitte bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 17.05.2019 | 06:49

Sehr geehter Herr Eichhorn, vielen Dank für die Antwort.
Der Vermieter hatte mir die betreffenden Rechnungen geschickt und mir waren die falschen Zahlen sofort aufgefallen und das zieht sich seit 2014 durch alle Abrechnungen.
Damit ich Sie Richtig verstehe.
Wenn ich nun zu der falschen Rechnung die Richtig Daten übermittle, muß der Vermieter die Abrechnung für 2018 neu erstellen und ich brauche mir keine Sorgen zu machen, daß ich für die Jahre davor mindestens 1000 Euro nachzahlen muß?

Vielen Dank nochmals
W. N.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.05.2019 | 07:56

Sehr geehrter Ratsuchender,

ja, so ist es.
Ich unterstelle, dass das Abrechnungsjahr das Kalenderjahr ist.
Die Abrechnung 2018 muss der Vermieter korrigieren.
Für die Jahre davor kann er nichts nachfordern.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 17.05.2019 | 08:40

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"Vielen Dank nochmals. Damit fällt mir ein Stein vom Herzen. Als Rentner mit Aufstockung hätte ich eine Nachzahlung von mehreren Jahren nicht begleichen können."
Stellungnahme vom Anwalt:
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