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Schadensersatzforderung nach Sachmangel bei Onlinekauf

| 19.03.2019 19:08 |
Preis: 25,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


20:29
Guten Tag,
ich bin Verkäufer bei einem großen Online-Marktplatz. Ein Kunde kaufte bei mir ein neues Produkt von einem namenhaften Hersteller (Ich bin nicht der Hersteller, nur Wiederverkäufer). Kurze Zeit nach der Bestellung meldete sich der Kunde bei mir und behauptete, der Artikel sei gebraucht (Er schickte Fotos von einer leicht beschädigten Verpackung, die anscheinend einmal geöffnet wurde und mit einem herkömmlichen durchsichtigen Label überklebt wurde) und behauptete daraufhin, der Artikel weise ebenfalls Gebrauchsspuren auf (Vom Artikel selbst gibt es keine Fotos). Für mich ist das schwer vorstellbar, da alle Waren von mir vor dem Verkauf auf Beschädigungen geprüft werden und die Waren die ich beziehe sowieso alle im Neuzustand sind. Da der Versand und die Logistik vom oben genannten Marktplatz vorgenommen werden, habe ich aus Kulanz einen Teil des Kaufpreises erstattet (Man weiß ja nie genau ob auf dem Versandweg etwas beschädigt wurde).
Bei dem Produkt handelt es sich um einen XX€ Artikel. Dem Kunden reichte die Teilerstattung nicht aus und er schickte den Artikel innerhalb der Widerrufsfrist zurück - der Kaufpreis wurde ihm anschließend natürlich komplett erstattet. Das reicht ihm aber nicht. Er behauptet ich habe ihn vorsätzlich betrogen. Der Kunde fordert eine Entschädigung für die Aufregung und den entstandenen Aufwand.
Nun zur Frage: Hat ein Kunde einen Anspruch auf weiteren Schadensersatz in einem solchen Fall ? Meiner Ansicht nach ist der Sachmangel durch Rücksendung der Ware und Erstattung des Kaufpreises behoben ? Angesichts des niedrigen Kaufpreises des Artikels dürfte der erstandene Aufwand gleich Null sein.
19.03.2019 | 20:06

Antwort

von


(439)
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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

einen Schaden des Kunden bräuchten Sie nur zu ersetzen, wenn dieser Ihnen nachweisen könnte, vorsätzlich schlecht geliefert zu haben.

Ein Schmerzensgeldanspruch wegen der „Aufregung" dürfte darüber hinaus wegen Geringfügigkeit entfallen (Bundesgerichtshof, Urteil vom 14.01.1992 - VI ZR 120/91)

Der bloße Zeitaufwand des Kunden ist im übrigen kein zu ersetzender Schaden (Bundesgerichtshof, Urteil vom 06.11.1979 - VI ZR 254/77).

Ein Schadensersatzanspruch des Kunden besteht also nicht.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Auskünften gedient zu haben und weise darauf hin, daß diese auf Ihren Angaben beruhen. Bereits geringfügige Abweichungen des Sachverhalts können zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen.

Nutzen Sie im Zweifelsfall gern die kostenlose Nachfragefunktion!

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 19.03.2019 | 20:16

Vielen Dank für die schnelle Antwort,

der Kunde behauptet, ich habe ihn vorsätzlich betrogen und ihm bewusst gebrauchte Ware als neu verkauft. Er fordert eine Stellungnahme meinerseits.
Muss ich auf solche Anfragen reagieren, oder kann ich diese einfach in den Papierkorb legen ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.03.2019 | 20:29

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

Sie müssen auf solche Vorwürfe nicht reagieren.

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 19.03.2019 | 21:00

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