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Französischer Führerscheinentzug bzw Sperrfrist

| 22.02.2019 16:42 |
Preis: 48,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


10:59
Hallo, ich bin deutscher und lebe in Frankreich meinen deutschen Führerschein habe ich Anfang 2018 umschreiben lassen. Ich besitze also eine französische Fahrerlaubnis.
Ich wurde in Deutschland angehalten und es wurde Blut genommen. Habe bisher nur das Ergebnis von der Polizei per Telefon bekommen.
Positiv 3,3 ng und 14ng passiv.
Ich weiß schon was für Folgen in Deutschland auf mich zukommen können, ABER muss ich auch mit einer Strafverfolgung in Frankreich rechnen???
Das wären ja nochmal zusätzlich 4500€ Strafe+Führerscheinentzug bis zu 3 Jahre und bis zu 2 Jahre Gefängnis???

Habe auch vom Paragraph 69 b Stgb gehört, so wie ich es verstehe wird nur ein Vermerk im Führerschein gemacht das diese Fahrerlaubnis in Deutschland nicht mehr verwendet werden darf und es wird NICHTS weiter an die französischen Behörden weitergeleitet.

Kann ich um diesen Vermerk machen zu lassen auch selbst im Landratsamt vorbei und die tun das dann permanent vermerken?

Ich will denen eigentlich den französischen Führerschein nicht zu schicken, könnte ja sein die schicken die dann zu der Französischen Behörde oder Gendarmerie.

Wenn ich auch noch in Frankreich strafverfolgt werde und dort auch den Führerschein abgeben muss wäre ich echt am Arsch. Aber sowas von.

Ich gehe eigentlich laut bisheriger Recherche davon aus, dass mir in Frankreich keine Konsequenzen drohen.

Vielen Dank für die Antwort



22.02.2019 | 18:04

Antwort

von


(83)
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wie Sie bereits angesprochen haben regelt hier das Meiste der § 69b StGB. Dieser regelt auch, dass Sie den Führerschein zur Behörde bringen müssen, damit der Vermerk vorgenommen werden kann. Tun Sie das nämlich nicht steht Ihnen eine Beschlagnahme (§463 II StPO) bevor. So oder so muss Ihnen der Führerschein jedoch wieder ausgehändigt werden, denn so wie ich es verstanden habe, haben Sie Ihren regelmäßigen Wohnsitz nicht in der Bundesrepublik Deutschland. Vorgesehen in der EU ist zuküntig die gegenseitige Vollstreckung im Wohnsitzstaat, bisher ratifiziert wurde dies allerdings nur von Spanien, der Slowakei und Zypern.

Nach meinen bisherigen Kenntnissen hat die Bundesrepublik in Frankreich nichts zu entscheiden, eine automatische Strafe in Frankreich wird Sie also nicht erwarten. Was allerdings geschieht, sofern bei einer französischen Verkehrskontrolle der deutsche Eintrag entdeckt wird, hängt dann von der französischen Behörde ab.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Vicky Neubert, Dipl.-Jur.

Nachfrage vom Fragesteller 22.02.2019 | 18:44

Ja, ich habe meinen einzigen Wohnsitz in Frankreich, arbeite aber in Deutschland.
Mir fällt erstmal ein Stein vom Herzen vielen vielen lieben Dank für die schnelle und für mich super Antwort.

Ich muss dazusagen, dass ich 7 Tage nicht konsumiert habe bis zu dieser Blutentnahme. Ich war 7 Tage davor in Amsterdam von Freitag bis Sonntag. Es war wohl zuviel.( 7 Tage danach noch 3.3ng aktiv) war vor der Blutentnahme, aber auch im Fitness UND in der Sauna. Ich wurde übrigens nochmal angehalten, 28 Tage nach der ersten Blutentnahme und musste nochmal Blut abgeben. Also 35 Tage nach dem Konsum sollte echt nichts mehr zu finden sein. Zumindest aufjedenfall nichts aktives und passiv, wenn dann gering. Aber mir kommt der passive Wert trotzdem dubios vor, ehrlich ich habe es an diesem Wochenende echt übertrieben. Und am Weihnachtsurlaub auch. Also 3 Wochen waren schon hardcore. Deswegen hatte ich auch 7 Tage Konsumpause bevor ich wieder Auto gefahren bin. Dachte an die 72 h MAXIMAL Nachweisbarkeit(aktiv) die überall angepriesen wird z.b Bußgeldkatalog, das sollte man mal echt ändern viele Fallen darauf rein und denken sie sind in Sicherheit.

So und ich habe noch eine Frage zu ihrer Antwort. Dieser Vermerk scheint ja KEIN Aufkleber zu sein. Sondern ein Aufdruck oder ähnliches der permanent verbleibt.
Wenn ich nun meinen Führerschein bei der Französischen Behörde als verloren melde, bekomme ich doch einen neuen, OHNE das ich nochmal irgendwelche Unterlagen wie bei der Umschreibung aufbringen müsste oder fragen die bei der ursprünglichen auszustellenden Behörde nach, ob die Fahrerlaubnis noch besteht.

Somit hätte ich eine "neue" französische Fahrerlaubnis und die französische Polizei würde garnichts von dem Fahrverbot bzw Fahrerlaubnisentziehung in Deutschland mitbekommen

Ich stell mich aufjedenfall der Heraussforderung MPU und das Thema Cannabis ist ein für allemal vom Tisch.

Sie bekommen von mir eine Bombenbewertung, ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende, jetzt kann ich doch etwas beruhigter Schlafen. Ihnen sei Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.02.2019 | 10:59

Zu Ihrer Nachfrage:

Die Nachfrage bei der ursprünglich ausstellenden Behörde erfolgt meines Erachtens nur im Rahmen der Umschreibung in den französischen Führerschein. Diese haben Sie ja schon hinter sich. Jedoch kann ich mir andererseits nicht vorstellen dass ein solcher "Trick" funktioniert. Ob nochmals bei Verlust Nachforschungen angestellt werden hängt von der ausstellenden Behörde ab. Dies wird sicher stichprobenartig erfolgen eben um solchen "Tricks" vorzubeugen.

Der Eintrag erfolgt im Führerschein händisch mit Stempel meiner Erinnerung nach. Selbst wenn es ein Aufkleber wäre, würden Sie sich sollten Sie diesen unbefugt entfernen einer Urkundenfälschung 267 StGB, derVeränderung von amtlichen Ausweisen § 273 StGB bzw. einer Urkundenunterdrückung gem. § 274 StGB strafbar machen.

Ich wünsche Ihnen für die MPU etc. alles Gute und viel Erfolg. Ggf. kann es hilfreich sein, einen Kollegen zu beauftragen, und mit diesem die MPU zu üben, das klingt erstmal merkwürdig, aber solche spezialisierten Kollegen gibt es wirklich.

Bewertung des Fragestellers 25.02.2019 | 11:29

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"Also vielen Dank für die Antworten, echt toll das ich auch noch auf die Nachfrage geantwortet haben.
Sie haben 100 Sterne verdient.
Vielen lieben Dank.

Die Franzosen werden nichts tun, es gibt viele Franzosen die in Deutschland MPU machen und in Frankreich keine Strafe auf sie wartet. Bei einer französischen Verkehrkontrolle werde ich nun einfach ganz genau unter die Lupe genommen, aber für das vergehen in Deutschland erwartet mich keine Strafe.

Ich will den Vermerk ja nicht weghaben um in Deutschland zu fahren, sondern einfach das die Franzosen ihn nicht sehen.

Ich muss dazu wohl einen französischen Anwalt befragen.

Ich denke, aber es wird nicht mehr bei der Deutschen Behörde nachgefragt. Ich habe jetzt einfach schlichtweg eine französische Fahrerlaubnis, welche nichts mehr mit der Deutschen zu tun hat.

Vielen herzlichen Dank
"
Stellungnahme vom Anwalt:
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 25.02.2019
5/5,0

Also vielen Dank für die Antworten, echt toll das ich auch noch auf die Nachfrage geantwortet haben.
Sie haben 100 Sterne verdient.
Vielen lieben Dank.

Die Franzosen werden nichts tun, es gibt viele Franzosen die in Deutschland MPU machen und in Frankreich keine Strafe auf sie wartet. Bei einer französischen Verkehrkontrolle werde ich nun einfach ganz genau unter die Lupe genommen, aber für das vergehen in Deutschland erwartet mich keine Strafe.

Ich will den Vermerk ja nicht weghaben um in Deutschland zu fahren, sondern einfach das die Franzosen ihn nicht sehen.

Ich muss dazu wohl einen französischen Anwalt befragen.

Ich denke, aber es wird nicht mehr bei der Deutschen Behörde nachgefragt. Ich habe jetzt einfach schlichtweg eine französische Fahrerlaubnis, welche nichts mehr mit der Deutschen zu tun hat.

Vielen herzlichen Dank


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