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Wunsch einer Streitpartei, dass ich bezahlte Rechnung an den Streitgegner stelle

21.02.2019 21:31 |
Preis: 70,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


08:48
Als kleine Beratungsfirma hab ich einer Firma X geholfen, Fehler in einer Anlage zu finden. Die Anlage hatte 500.000 EUR gekostet. Der Planer P der Anlage hatte wohl einiges übersehen. Zudem hatten die ausführenden Firmen A Fehler gemacht. Die Fehler hatten die ausführende Fachleute A leider 18 Monate nicht gefunden. Ich bekam von X den Auftrag, die Fehler zu suchen, was zwar schwierig, aber erfolgreich war. Die Kosten belaufen sich auf ca 15.000 EUR für meine Leistungen, die ich der Auftraggeberin X in Rechnung stellte. X hat die Rechnungen auch beglichen, weil die Fehlersuche erfolgreich war. Zudem hoffte X, dass die ausführneden Firmen A die Kosten ersetzen sollten. X ihrerseits hatte einen der ausführenden Betriebe A nicht ganz bezahlt, weil er angeblich noch Leistungen schuldete. Folglich wollte A das fehlende Geld per Klage von X bekommen. X hat sich gewehrt und die Kosten für die Fehlersuche und die Schäden gegengerechnet. Nun hat X die Kosten für die Fehlersuche nicht anteilig der ausführenden Firma A gegenrechnen dürfen, sagte der Richter. X bittet mich nun, die Rechnung, die bereits von X an mich bezahlt ist, direkt an den Planer P zu stellen. Der Planer P hat mir aber nie einen Auftrag erteilt. Ich habe nichts in der Hand, dass mir der Planer P einen Auftrag gegeben hätte und ich hab nicht mal mit dem Planer gesprochen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es rechtens wäre, dem Planer P, auch wenn er Fehler gemacht hat, die aber noch nicht nachgewiesen seine Fehler sind, meinerseits ohne seinen Auftrag eine Rechnung über die Fehlerbeseitigung zu senden. Müsste da nicht die auftraggebende Firma X dem Planer eine Schadensersatzrechnung schicken? Ich brauche dringend Rechtsklarheit, um dem Kunden X angemessen antworten zu können.
21.02.2019 | 22:38

Antwort

von


(265)
Am Wissenschaftspark 29
54296 Trier
Tel: 06514628376
Web: http://www.zimmlinghaus.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Sie liegen völlig richtig. Ihr Auftraggeber ist X, demzufolge müssen Sie der Firma X auch die Rechnung ausstellen. Im Übrigen haben Sie Ihre Leistung auch gegenüber der Firma X erbracht. Es war richtig, gegenüber X abzurechnen. Es wäre rechtswidrig, wenn Sie Ihre Rechnung dem Planer P ausstellen, er steht zu Ihnen weder in einem Auftrags- noch in einem Leistungsverhältnis.

Selbstverständlich bleibt es X unbenommen, den P in Anspruch zu nehmen. X könnte im Rahmen einer diesbezüglichen Klage Ihre an X ausgestellte Rechnung vorlegen und ggf. Schadensersatz von P verlangen.

Ich rate aber dringend davon ab, die Rechnung nun an P auszustellen.

Sie liegen völlig richtig.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen Alles Gute in dieser Angelegenheit.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Zimmlinghaus
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 22.02.2019 | 01:09

Noch ein Detail. Es gab ein Meeting der Ausführenden Parteien A, die die Anlage erstellt hatten. Dabei war der Planer P nicht beim Meeting dabei. Im Meeting fragte der Chef der Firma X, ob es OK sei, wenn meine Firma sich um die Problemlösung kümmert. Das sagten die anwesenden JA. Über Kosten und Auftrag wurde aber nicht gesprochen. kann man aus einem solchen Meeting und aus einer solchen Frage grundsätzlich einen Auftrag ableiten, den die Ausführenden gegeben hätten, weil sie selber den Fehler nicht fanden? Nun, es gab keinen Kostenvoranschlag meinerseits und keine Auftragsbestätigung meinerseits. Auch kein Bestätigungsschreiben. Und selbst wenn die Ausführenden den Auftrag gegeben hätten, gilt dies evtl auch für den Planer, der bei diesem Meeting gar nicht dabei war?
Danke nochmals, aber diese einzige Lücke könnte es noch geben.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.02.2019 | 08:48

Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Das Meeting ändert nichts an der Rechtslage. Zum einen fragte ja sogar der Chef der Firma X, ob Sie sich um die Problemlösung kümmern. Dies belegt ja, dass ein Vertrag zwischen Ihnen und der X zustande gekommen ist. Dass die anderen Anwesenden zugestimmt haben, ändert ebenfalls nichts.

Da P überhaupt nicht anwesend war, kann er auch in keinem Vertragsverhältnis zu Ihnen stehen.

Es bleibt also dabei, wie bereits dargestellt.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Zimmlinghaus
Rechtsanwalt

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Am Wissenschaftspark 29
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