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Freistellung von Zeitfirma rückwirkend

| 05.02.2019 10:08 |
Preis: 40,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jan Wilking


Hallo,

ich wurde ordentlich in der Probezeit von der Zeitfirma gekündigt. Es waren 14 Tage Kündigungsfrist. Mein Betrieb hat mich abgemeldet. Ich wurde nicht freigestellt. Es hieß die Zeitfirma wird während der Kündigung weitersuchen nach einem Job für mich und ich soll einsatzbereit sein. Das war eine mündliche Absprache. Von Freistellung war nie die Rede. Von Freistellung steht auch nichts in der Kündigung.

Nun Mitte in der Kündigungsfrist schickt mir die Zeitfirma ein Antrag. Ich soll ein Antrag auf Freistellung, rückwirkend stellen. Also 1 Woche der Kündigungsfrist ist bereits vergangen. Es war keine Erklärung der Zeitfirma ich sei freigestellt. Sondern das war ein Antrag den ich von sich aus selbst stellen sollte.
Der Text aus dem Antrag lautete: Ich, Xxx, stelle somit ein Antrag auf Freistellung. Mein Urlaub und die Überstunden sollen verrechnet werden.
Ich habe mich geweigert den Antrag zu unterschreiben.

Nach 1 Monat, als ich mein Gehalt bekommen habe, habe ich ich die Zeitfirma konfrontiert. Es sei zu wenig, womöglich sei es ein Fehler bei Lohnabrechnung passiert. Da teilt mir die Zeitfirma per E-Mail mit, dass ich die ganze Zeit freigestellt war und meine Überstunden und Urlaub dem verrechnet wurden. Ich erfahre also erst 1 Monat nach meiner Kündigung und 2 Wochen nach dem ich die Zeitfirma entgültig verlassen habe und wir keine vertragliche Verpflichtungen mehr haben, dass ich freigestellt war die letzten 2 Wochen, also die Zeit der Kündigungsfrist.

Meiner Erachtens kann eine Freistellung nicht rückwirkend wirken. Daher denke ich, die Zeitfirma hatte kein Recht meinen Urlaub und meine Überstunden zu verrechnen. Ich habe ein Anspruch darauf. Habe ich Recht? Hätte ich gute Chancen vor dem Arbeitsgericht, ohne Anwalt?

Freundliche Grüße
Der Fragesteller


Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ihre Annahmen sind völlig korrekt. Die Freistellung kann nicht rückwirkend wirken, und ohne ausdrückliche Freistellung durch den Arbeitgeber kann auch keine Verrechnung von Urlaub und Überstunden erfolgen.

Da der Arbeitgeber nach Ihrer Schilderung eine Freistellung nicht nachweisen kann, haben Sie gute Chancen bei einem Prozess vor dem Arbeitsgericht. Mit der Klage sollten Sie auch nicht zu lange warten, da im Arbeits- oder Tarifvertrag eventuell kurze Ausschlussfristen geregelt sind, nach deren Ablauf Ihr Anspruch auf den zusätzlichen Lohn verfällt.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 05.02.2019 | 11:59

Noch eine Nachfrage. Der Antrag der Zeitarbeitsfirma den ich unterschreiben sollte, dass ich von mir aus selbst freistellen möchte, gilt nicht als als Erklärung der Zeitfirma, dass sie mich freistellt?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.02.2019 | 12:09

Vielen Dank für ihre Nachfrage.

Nein, dies kann bestenfalls als Angebot für eine einvernehmliche Freistellung angesehen werden, das Sie aber ausdrücklich abgelehnt haben. Eine einseitige Freistellung seitens der Firma (über deren Wirksamkeit man sich ohnehin hätte streiten können) hätte unmissverständlich formuliert werden müssen, dies ist nach Ihrer Schilderung aber nicht geschehen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 05.02.2019 | 10:56

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FRAGESTELLER 05.02.2019 5/5,0
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