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Kündigung während der Probezeit

05.12.2018 20:09 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Doreen Prochnow


Ich habe erst am 15.11.18 eine mündliche Kündigung erhalten, worauf ich antwortete dann muss ich ja nicht hier bleiben. Dies wurde bejaht und mir zugesichert die Kündigung schriftlich per Post zu erhalten. Zuhause ließ ich mich 14 Tage krankschreiben (bin ich immer noch) heute bekomme ich die schriftliche Kündigung aber " hiermit kündigen wir das mit Ihnen geschlossene Arbeitsverhältnis ordentlich zum 13.12.2019. hilfsweise fristgerecht".
Mit freundlichen Grüßen der Vorstandsvorsitzende.

Jetzt die Frage, gemeint ist sicherlich das Jahr 2018 da ich ja erst 4 Wochen beschäftigt war. Kann ich durch diesen Formfehler ein weiteres Jahr Geld beziehen?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Nein, leider wird dies nicht der Fall sein.

Vorausgesetzt sie erscheinen wieder zur Arbeit, sprich bieten diese an, wird der Arbeitgeber auf die Kündigung zum 13.12.2018 bestehen. Die Rechtsprechung würde ihn dabei unterstützen, da erkennbar ist, dass das Jahr 2018 gemeint ist und es sich um einen schlichten Schreibfehler handelt.

Aber eine Kündigung bedarf stets der Schriftform und die Frist beträgt 14 Tage in der Probezeit. Die Frist läuft ab Zugang der Kündigung. Dies bedeutet sie sollten die Kündigung zurückweisen und auf die Verfristung aufmerksam machen, so dass die Kündigungsfrist erst zum 19.12.2018 ausläuft bis zu diesem Tag haben sie also einen Gehaltsanspruch.

Bleiben sie untätig und berufen sich nicht auf den verspäteten Zugang, so wird ein Gericht den von ihnen benannten benannten Formfehler nur als Schreibfehler werten und einen Gehaltsanspruch nur bis zum 13.12.2018 bejahen. Dies kann das Gericht auch mit einem verstoß gegen Treu und Glauben begründen, wenn sie den Chef nicht auf den Fehler hinweisen, den sie erkannt haben. Sie sollten also neben der Bemerkung der Verfristung auch fragen, welches Kündigungsdatum der Chef anstrebt . Dabei ist es vermutlich taktisch sinnvoll, dass bisher benannte Datum nicht zu nennen, um den Arbeitgeber auf den Fehler nicht mit der Nase zu stoßen. Denn bekräftigt er das erstgenannte Datum, besteht eine bescheidene, aber dennoch vorhandene Chance , dass kein Schreibfehler mehr angenommen wird, da der Arbeitgeber Korrekturmöglichkeiten hatte.

Bitte beachten sie, dass wenn ihr Chef nicht auf ihren Hinweis reagiert, sie nur 3 Wochen lang nach Zugang also bis zum 26.12.2018, Kündigungsschutzklage erheben können. Die Feststellung des Bestands des Arbeitsverhältnisses über den 13.12.2018, also bis zum 19.12.2018, ist aber zwingend Voraussetzung eines Gehaltsanspruchs über den 13.12.2018 bis zum 19.12.2018.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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