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Probleme mit 'altem' Neuwagen

| 27.11.2018 12:39 |
Preis: 25,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


Guten Tag,
ich bin mir gar nicht sicher, ob das Thema mittlerweile nicht schon verjährt ist, versuche es aber dennoch.
Im April 2013 haben wir einen neuen Citroen C3 gekauft (82PS, 3Zylinder, Verbrauch 4,5l kombiniert)
Dieser fuhr das erste halbe Jahr auch ohne Probleme mit einem Durchschnittsverbrauch von ca. 4,8l kombiniert.
Im Oktober nach einer Bergfahrt fing das Auto an zu stottern und zu stinken.
Daraufhin wurde das KfZ in eine Citroen Fachwerkstatt gefahren und "repariert" (Softwareupdate ohne vorherige Rückfrage).
Eine Woche später bemerkten wir dann, dass das KfZ ca. 1,5 - 2l Mehrverbrauch hat als vorher.
Also wieder in die Werkstatt und den Mangel angezeigt. Man erklärte uns mündlich, dass diese 3 Zylinder Generation noch recht neu sei und mit dem Software Update das Einspritzverhalten angepasst wurde, dass würde sich "demnächst" einfahren und der Verbrauch sinken. Dies ist natürlich nicht passiert!
Da wir auf das KfZ angewiesen waren, war uns der Umstand erst einmal egal, dass Auto musste laufen.
Während der letzten 5 Jahre war das KfZ immer mal wieder (geschätzt 8x) in der Werkstatt, Zündaussetzer, keine Leistung, Leistungsverlust während der Fahrt, Absaufen im Stand.
Gefunden wurde NIE irgendwas, dass Problem trat aber auch immer nur sporadisch auf, weswegen es dann auch wieder "egal" war, denn jetzt mit Kind waren wir umso mehr auf das KfZ angewiesen.
Nachdem im April 2018 unser Service- und Garantievertrag ausgelaufen ist, macht das Auto seit Oktober wieder die gleichen Probleme, allerdings diesmal mit Motorkontrollleuchte und eindeutiger Fehlermeldung (Werte der Lambdasonde hinter Kat nicht in Ordnung)
Also bin ich einfach mal in eine Nicht-Citroen Werkstatt gefahren und habe das KfZ komplett auf den Kopf stellen lassen.
Dabei kam heraus, dass das Software Update in 2013 schuld daran ist, dass das Fahrzeug sporadisch diese Probleme hat.
Das Gemisch wäre einfach viel zu fett, die Werkstatt ansich könne aber nichts tun, da Sie keine Hersteller Updates/Downgrades einspielen können. Ich solle nach Citroen fahren und mir den Ursprungszustand von April 2013 wieder einspielen lassen.
Dies ist wiederrum seitens Citroen nicht möglich, da man nur "updaten" aber nicht "downgraden" kann.
Es würden, laut Citroen Werkstatt, wohl schon seit Jahren einige Updates für mein KfZ vorliegen, die aber nie eingespielt wurden, weil man keinen Zusammenhang mit den Problemen gesehen hat!

Daher bin ich mir aktuell unschlüssig, welchen Weg ich gehen kann und gehen soll:
1: Ich fahre zur Werkstatt und lasse mir für X€ das neueste Update einspielen (ohne Gewissheit, dass es am Verbrauch und Fahrverhalten etwas ändert)
2: Ich lasse zuerst eine Verbrauchsfahrt seitens Citroen machen und lasse dann die Updates einspielen und schaue, was Citroen aus der Situation macht / machen würde (vermutlich nichts mehr)

Der Umstand, ein Spritspar Auto mit 3 Zylindern gekauft zu haben, welches in den letzten 5 Jahren wesentlich mehr verbraucht hat als er musste, durch einen Fehler, den wir nicht zu verantworten haben und der ja immer noch vorhanden ist, macht mich aktuell echt sauer.
Grob über den Daumen gepeilt haben wir bei einem Durchschnittspreis von 1,44€ pro Liter Benzin in den letzten 5 Jahren bei 70.000 Kilometern um die 1500€ zusätzlich an Sprit verbraucht! Dazu kommen etliche Werkstattbesuche, ADAC Anrufe und "Parken auf der Autobahn" weil nichts mehr ging.

Daher wüsste ich einfach gerne, ob es eine Möglichkeit gibt, bei dem Thema irgendwie noch anzusetzen
27.11.2018 | 15:29

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Grundsätzlich sind Ansprüche aus Sachmängelgewährleistung bei einer angenommenen Auslieferung des Fahrzeugs im Jahr 2013 im Laufe des Jahres 2015 verjährt. Die kaufrechtliche Gewährleistung beträgt 2 Jahre ab Ablieferung der Sache (§ 438 Abs. 1 Nr. 3 BGB ).

In Betracht kommt allenfalls eine Unterbrechung der Verjährung durch die einzelnen Nachbesserungsversuche.

Auch ein Neubeginn der Verjährung ist im Einzelfall denkbar. Ein erfolgloser Nachbesserungsversuch des Verkäufers führt allerdings nicht per se, sondern nur dann dazu, dass die Verjährung der Mängelansprüche des Käufers neu beginnt, wenn der Versuch als (konkludentes) Anerkenntnis der Nachbesserungspflicht des Verkäufers anzusehen ist. Daran fehlt es, wenn der Verkäufer unmissverständlich erklärt hat, er werde lediglich aus Kulanz tätig.

OLG Celle, Urteil vom 20.06.2006 – 16 U 287/05

Hierzu müssten die einzelnen Nachbesserungsversuche anhand der vorliegenden Beweismittel untersucht werden. Für die Unterbrechnungs- und Neubeginngstatbestände würden Sie indes die Beweislast tragen.

Aus unserer Fallpraxis würden wir vorläufig davon ausgehen, dass der Beweis der Ablaufhemmung nicht zu führen sein wird, weil nicht alle Reparaturmaßnahmen sauber dokumentiert werden.

2. Falls der Fahrzeugkauf über eine vom Verkäufer vermittelte Bank zustande kam, also kreditfinanziert war, kann der Autokauf möglicherweise auch im NAchhinein noch widerrufen werden. Viele Autobanken haben in der Vergangenheit fehlerhafte Widerrufsbelehrungen verwendet.

Für eine Prüfung der Unterlagen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Die hier bezahlte Gebühr kann angerechnet werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Christian Schilling

Bewertung des Fragestellers 02.12.2018 | 03:39

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