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Verkauf von geerbtem Grundstück einschliesslich Haus

| 27.11.2018 09:00 |
Preis: 50,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Meine Frage bezieht sich auf eine eventuelle Steuerpflicht beim Verkauf eines von meinem Vater geerbten Grundstückes.
Das Grundstück befindet sich seit ca. 1920 im Besitz der Familie (erst der Großvater, dann der Vater). Mein Bruder und ich haben das Grundstück vor 4 Jahre geerbt. Damals wurde vom Nachlassgericht der Wert des Hauses mit Nebengebäude wegen deren Alter und Zustand auf 100000 € festgelegt. Der Rest des Grundstückes - ca. 2500 qm wurde wegen fehlender Erschließung auf 15€/qm festgelegt.
Jetzt haben wir einen Bauträger und einen Privatkäufer, die sich das Grundstück entsprechend aufteilen werden (insgesamt 3 Verträge - einmal Haus mit Teilgrundstück an den Bauträger, einmal Grundstück an den Privatmann und einmal Gemeinschaftseigentum an beide für die Zufahrt) - Grunderwerbssteuer geht vertraglich zu Lasten der Käufer.
Komme ich hier in den Bereich des gewerblichen Grundstückshandels und habe ich mit Einkommensteuer wegen des Wertzuwachses zu rechnen?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Mit einer Einkommenssteuer haben Sie aufgrund der Kaufpreiszahlung zu rechnen, aber ein gewerbliches Handeln sehe ich nicht - im Einzelnen:

Steuerlich privilegiert sind Sie im Hinblick auf Schenkungen und Erbschaften von nahen Verwandten, nicht aber stets , wenn Sie selbst das geschenkte oder vererbte Vermögen, hier in Form der Immobilie, weiterverkaufen - so findet aber auch keine Doppelbesteuerung statt.

Der Erlös aus dem Verkauf Ihres geerbten Hauses unterliegt im Normalfall zwar nicht der Einkommensteuer.

Anders ist es nur, wenn Sie das Haus innerhalb der sogenannten Spekulationsfrist verkaufen. Wenn seit dem Kauf des Hauses weniger als zehn Jahre verstrichen sind, dann müssen Sie auf den Gewinn Steuern zahlen, den Sie durch den Verkauf gemacht haben.

Ein gewerbliches Handeln sehe ich hier aber nicht.

Das ist nur

- eine selbstständige nachhaltige Betätigung, die mit Gewinnerzielungsabsicht unternommen wird
- und sich als Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr darstellt,
- und wenn die Betätigung weder als Ausübung von Land- und Forstwirtschaft noch als Ausübung eines freien Berufes, noch als andere selbstständige Arbeit im Sinn des Einkommensteuerrechts anzusehen ist
- und den Rahmen einer privaten Vermögensverwaltung überschreitet.

Das sehe ich hier insbesondere bei einem einmaligen Verkauf einer Immobilie nicht.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 27.11.2018 | 09:54

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

woraus ergibt sich die Einkommensteuerpflicht?
Ich war immer der Meinung, dass Erlöse aus dem Verkauf von geerbten Immobilien immer dann frei von Einkommensteuer sind, wenn die 10 Jahre Spekulationsfrist abgelaufen ist und ich diese Spekulationsfrist vom Erblasser übernehme.
Daher verstehe ich die Antwort nicht.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.11.2018 | 13:07

Sehr geehrter Fragesteller,

ich antworte gerne wie folgt:

Vollkommen richtig von Ihnen zusammengefasst, ich hatte das auch so (ggf. missverständlich) geschrieben:

"Der Erlös aus dem Verkauf Ihres geerbten Hauses unterliegt im Normalfall zwar nicht der Einkommensteuer.

Anders ist es nur, wenn Sie das Haus innerhalb der sogenannten Spekulationsfrist verkaufen. Wenn seit dem Kauf des Hauses weniger als zehn Jahre verstrichen sind, dann müssen Sie auf den Gewinn Steuern zahlen, den Sie durch den Verkauf gemacht haben.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Bewertung des Fragestellers 27.11.2018 | 16:21

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Stellungnahme vom Anwalt:
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