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Wohnvorteilsausgleich

| 12.06.2018 08:37 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Einen schönen guten Tag!
Ich beziehe mich auf eine auf dieser Seite bereits diskutierte Frage zum Wohnvorteilsausgleich.
Dort wurde die Auskunft gegeben, dass für den Fall, dass der Unterhalt Zahlende sein ihm gehörendes Haus verkauft und damit nun für die weitere Nutzung selbst Miete zahlen muss, er dann keinen weiteren Wohnvorteilsausgleich zahlen muss.
Meine Frage schließt sich hier an: Gilt dies nur für den Verkauf?
In meinem Fall haben wir mein von meinen Eltern geerbtes Einfamilienhaus (ich als Alleinerbe) über Jahre hinaus gemeinsam bewohnt. Nun ist meine Frau wegen der von ihr angestrebten Scheidung ausgezogen. Da ich das Grundstück allein nicht weiter pflegen und erhalten kann (ich bin weit über 60), möchte ich es meinem Sohn als vorgezogenes Erbe schenken. Er wird anschließend Umbauten vornehmen und in einen Teil des Hauses selbst einziehen. Ich zahle dann für den von mir weiter genutzten Teil an ihn Miete.
Kann ich davon ausgehen, dass ich auch in diesem Fall dann nicht weiter einen Wohnvorteilsausgleich zahlen oder einen Ausgleich für "entgangenen Wohnvorteil" muss?

Vielen Dank für eine Antwort.

12.06.2018 | 09:39

Antwort

von


(1215)
Aachener Strasse 585
50226 Frechen-Königsdorf
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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Von einem Wohnvorteil spricht man, wenn der Eigentümer einer Wohnung oder eines Hauses durch deren Nutzung Aufwendungen, beispielsweise durch Zahlung einer Miete, erspart. Diese Ersparnis der Miete ist der Wohnvorteil.

Auswirkungen hat das auf den Ehegattenunterhalt. Mietfreies Wohnen wirkt sich einkommenserhöhend aus mit der Folge, dass auch höherer Unterhalt zu zahlen ist.


2.

Der Wohnvorteil ist dann nicht mehr vorhanden, wenn der Unterhaltspflichtige, in diesem Fall also Sie, Miete zahlen muss, es also keinen Wohnvorteil mehr gibt.

Dieser Wohnvorteil entfällt, wenn Sie mit Ihrem Sohn den geplanten Schenkungsvertrag notariell beurkunden lassen und wenn Ihr Sohn sodann Eigentümer des Hausgrundstücks wird. Sie werden dann für einen Teil des Hauses nach den geplanten Umbauten Mieter mit der Folge, dass der Wohnvorteil entfällt. Damit erhöht sich das unterhaltsrechtlich relevante Einkommen nicht um den Wohnwert.


3.

Beachten müssen Sie, dass die Miete nicht nur sind ohne Symbolcharakter hat, sondern in etwa der ortsüblichen Miete für ein vergleichbares Mietobjekt entspricht.

Wäre die Miete dermaßen gering, dass man nur von einer symbolischen Zahlung sprechen könnte, wäre gleichwohl von einem Wohnvorteil, gegebenenfalls unter Abzug der Miete, zu sprechen und dieser in der Unterhaltsberechnung anzusetzen. Zahlen Sie dagegen die ortsübliche Vergleichsmiete, entfällt der Wohnvorteil, weil sie dann „normaler" Mieter sind.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 17.06.2018 | 19:28

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