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AUTO Fabrikation Fehler verschwiegen

| 15.03.2018 00:03 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Brigitte Draudt


Guten Abend
Ich würde gerne wissen, ob mein Problem ein arglistiges Verschweigen ist.
Wen mir ein gebrauchtes Auto mit 44000 KM ungefähr bei ein Marken Auto Händler, verkauft wird in den mir v verschwiegen wird, das genau diese Motoren beziehungsweise mein Model einen Fabrikation Fehler hat ab Werk. Die ab 50000 Km anfangen Probleme zu machen, wegen zu hohes Ölverbrauch AM ANFANG und Tendenz steigend. Die zu einem Motorschaden führen, wegen Fabrikation Fehler der Kolbenringe. Oben darauf, dass mein Vorbesitzer woanders Inspektion gemacht hatte, wodurch ich zu Recht keine Kulanz bekomme, wen Händler es so möchte.
Ich meine, Zeit 2009 ist es bekannt , die wussten es doch und trotz haben die mir ein Fahrzeug verkauft, ohne es vorher repariert zu haben.
In meinen besitzt von 10.2015 bis heute. Also 2 Jahre und ungefähr 5 Monate, mit 84000 KM
das Problem ist mir ungefähr vor 3 Monaten aufgefallen. Der Öl verbrauch dachte, wäre noch mal immer 1 Liter auf 1000 Km, bis es von 1 Liter auf momentaner stand, 1,6 L auf 1000 KM geworden ist.
Frage ich mich?
Würde gerne nur wissen, ob es ein arglistiges Verschweigen ist, ein Auto zu verkaufen mit versteckten bekanten Mängel.

l.g.

Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Frage gerne wie folgt:

Es kommt hier durchaus ein arglistiges Verschweigen in Frage. Maßgebend müsste man sich hier zunächst einmal den Kaufvertrag mit dem Autohändler ansehen, ob und inwieweit hier etwas entsprechendes festgehalten ist oder nicht.

Laut der Rechtsprechung (BGH, Urteil vom 07.03.2003, Az. V ZR 437/01 ) setzt ein arglistiges Verschweigen voraus, dass der Verkäufer den Fehler kennt oder ihn zumindest für möglich hält und zugleich weiss oder damit rechnet und es billigend in Kauf nimmt, dass der Käufer den Fehler nicht kennt und bei Offenbarung den Vertrag nicht oder nicht mit dem vereinbarten Inhalt geschlossen hätte.
Entscheidend ist, ob der Verkäufer die den Fehler begründenden Umstände kannte oder hätte kennen müssen.
Ferner setzt arglistiges Verschweigen eine Aufklärungspflicht voraus, die der Käufer aufgrund der Verkehrsanschauung nach Treu und Glauben erwarten durfte. An gewerbliche Gebrauchwagenverkäufer werden höhere Anforderungen gestellt als an private Verkäufer.

Durchaus könnte - je nachdem wie die Verkaufsverhandlungen damals abliefen- ein arglistiges Verschweigen vorliegen.

Zudem müssten Sie überlegen, wie Sie das arglistige Verschweigen und auch den Mangel beweisen könnten. Sie müssten also überlegen, ob Sie etwa Zeugen dafür haben, wie das Verkaufsgespräch abgelaufen ist. Da Sie das Auto bereits mehr als sechs Monate haben, greift die sogenannte Beweislastumkehr nicht mehr. In den ersten sechs Monaten wird vermutet, dass der Mangel vorliegt, danach müssen Sie sowohl den Mangel als auch das arglistige Verschweigen beweisen.

Sie sollten nun schnell handeln, denn die Verjährungsfrist im Falle eines arglistigen Verschweigens ist drei Jahre. Wenn kein arglistiges Verschweigen vorliegt, zwei Jahre.

Schreiben Sie dem Händler und fordern ihn zunächst zur Nachbesserung auf. Erst dann könnten Sie, wenn er das nicht macht, oder nicht reagiert, vom Vertrag zurücktreten und Rückabwicklung verlangen oder aber Schadensersatz.

Dies ist eine online Beratung, die natürlich auf Ihren Angaben basiert. Eine Beratung beim Rechtsanwalt unter Prüfung der Unterlagen kann das nicht ersetzen. Für die weitere Vorgehensweise empfehle ich, einen Anwalt zu beauftragen, der dann auch ggf. für Sie eine Klage bei Gericht erheben kann.

Ich hoffe, Ihnen weiter geholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen.

Draudt
# Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 15.03.2018 | 19:39

Guten Abend Frau Draudt

entschuldigen Sie mich, dass ich mein Name nicht erwähnt hatte.

Mein Name ist *****

Vielen Dank, dass Sie meine Frage beantwortet haben und mir etwas Hoffnung gegeben haben.

Habe mir mein Kaufvertrag durchgelesen und wenn ich ehrlich bin, ist schon schwer etwas zu verstehen, wenn man damit nicht zu tun hat.

Das Einzige, was ich lesen konnte und wo ich denke, dass es etwas damit zu tun haben könnte, ist dieser Satz. Ob sich alles damit ändert für mich weiß ich nicht.

Der Satz wäre dieser.

Unabhängig von einem Verschulden des Verkäufers bleibt eine etwaige Haftung des Verkäufers bei arglistigem Verschweigen eines Mangels, aus der Übernahme einer Garantie oder des Beschaffungsrisikos und nach dem Produkthaftungsgesetz unberührt.

Ich muss sagen das der Fehler meines Audi A4 TFSI 2.0 Baujahr 2009 ein -produktionsfehler ist. Alle Motoren 1,8 und 2,0 ab Werk von 2009 bis 2011 sind betroffen . Bekannt seit 2009.

Also würde ich, sagen ja.

Man kann es beweisen, weil es überall im Internet steht. Und Audi bereit schon Kulanz bis 70 % für Reparatur mit bezahlt. Das wäre aber immer noch zu viel, wen die Reparatur bei 6 bis 7000 Euro liegt.

Also könnte ich auf komplette Reparatur hoffen, wen ich es auf ein arglistiges Verschweigen beweisen kann. Liege ich richtig,

ich bedanke mich für die kleine Hoffnung, die ich von ihn bekommen habe.

Wen nicht der Satz, den ich vorher geschrieben hatte, mir die Hoffnung wider wegnimmt.

Ich entschuldige mich auch für meinen Schreibfehler. Bin mir bewusst das es viel sind. Hoffe aber das Sie es verstehen können.

Mit Freundlichen grüßen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.03.2018 | 09:36

Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Nachfrage gerne wie folgt:

Der Passus im Vertrag ist für Sie günstig, da dort noch einmal genau festgelegt wird, dass der Verkäufer bei arglistigem Verschweigen eines Mangels haften muss. Ferner gibt es auch noch eine mögliche Haftung aus Garantie und dem Produkthaftungsgesetz. Ob diese Voraussetzungen vorliegen ist zu prüfen, man müsste aber den ganzen Vertrag lesen können. Mir ist so ja nicht bekannt, ob Sie einen Garantievertrag geschlossen haben oder nicht. Die Produkthaftung beträfe Audi.

Ein Beweis ist es in dem Sinne nicht, wenn man das überall im Internet lesen kann. Sie müssten beweisen, dass der Verkäufer Ihnen genau das arglistig verschwiegen hat. Wie gesagt kommt es diesbezüglich auf die Verkaufsverhandlungen an und ob und inwieweit hier etwas dazu im Vertrag steht. Auch müssen Sie eben den Mangel beweisen, was bei einem Gerichtsverfahren wohl nur über die Einholung eines Sachverständigengutachtens gelingen wird, weil davon auszugehen ist, dass der Verkäufer alles bestreiten wird. Auch möglich wäre natürlich eine entsprechendes "Eingeständnis" etwas mittels eines Schreibens seitens des Herstellers, aber das ist ebenfalls fraglich.

Sie sollten aber wie in der ursprünglichen Antwort beschrieben handeln, weil eben die Verjährung kurz vor dem Ablauf steht. Wenn Sie den Mangel gar nicht erst anzeigen, so können Sie nach dem Ablauf der Verjährungsfrist nichts mehr machen.

Mit freundlichen Grüßen

Draudt
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 16.03.2018 | 17:22

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"Ich bedanke mich sehr. Ihre Antwort hat mir sehr viel weitergeholfen.
Mit freundlichen Grüßen
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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 16.03.2018 5/5,0
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