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Teilung Immobilie im Scheidungsfall

| 07.02.2018 10:35 |
Preis: 55,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,
der Fall verhält sich wie folgt: wir haben in 05.2003 geheiratet (Zugewinngemeinschaft).
Ich habe vor der Ehe ein Einfamilienhaus gehabt das ich in 2005 für 245.000.- verkauft habe. Die Schulden zum Zeitpunkt der Eheschließung betrugen noch 50.000.- auf das Haus.
Der Verkaufserlös wurde als Eigenkapital für ein neues Haus verwendet. Aus steuerlichen Gründen wurde als Eigentümerin meine Ehefrau im Grundbuch eingetragen. Dieses Haus wurde in 2010 verkauft.
In 2010 wurde dann das nächste Haus gekauft, es wurden beide Ehepartner im Grundbuch als Eigentümer eingetragen. Dieses Haus soll nun wegen der Scheidung verkauft werden.
Meine Frage wäre: wie wird bei der Teilung des Verkaufserlöses meine in die Ehe eingebrachte Immobilie berücksichtigt? Kann sie berücksichtigt werden und wie könnte eine gerechte Teilung aussehen?
Vielen Dank im Voraus
Mit freundlichen Grüßen
07.02.2018 | 12:26

Antwort

von


(374)
HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Das in 2005 von Ihnen verkaufte Haus fällt in ihr Anfangsvermögen. Und zwar mit dem bereinigten Wert von 5/ 2003 (Wert des Hauses abzüglich Belastungen). Damit also mit einem Negativsaldo.
Ob dies Ihrem tatsächlichen Anfangsvermögen entspricht, hängt davon ab, welche Vermögensbestandteile möglicherweise bei Eheschließung noch vorhanden waren und ob es zum Beispiel privilegierten Erwerb (zählt zum Anfangsvermögen), wie etwa Schenkungen oder Erbschaften während der Ehe gab.
Wie das Anfangsvermögen Ihrer Frau aussieht, ist nicht bekannt.
Allerdings könnte die "steuerlich veranlasste" Alleineigentümerschaft des 2. Hauses als „Schenkung" angesehen werden und damit in das Anfangsvermögen Ihrer Frau fallen, da der Grundbucheintrag den rechtlichen EIgentümer darstellt. Der Verkaufserlös Ihres Hauses kam zunächst lediglich Ihrer Frau zugute, die damit ein weiteres Haus kaufte (alleiniger Grundbucheintrag). Ich gehe aber davon aus, dass mit dem Verkaufserlös aus 2010, der eigentlich aufgrund des Grundbucheintrages nur Ihrer Frau zustand, das aktuelle Haus gekauft wurde, welches wiederum beiden Ehepartnern hälftig gehört.
Damit verringert sich das Endvermögen Ihrer Frau im Hinblick auf das Anfangsvermögen. Zudem hätte Ihre Frau wiederum eine Schenkung Ihnen gegenüber gemacht, welche ins Anfangsvermögen fallen würde.
Fest steht jedenfalls, dass der aktuelle hälftige Wert des jetzigen Hauses zum Zeitpunkt der Zustellung des Scheidungsantrages Bestandteil des jeweiligen Endvermögens ist.
Es ist nun zu errechnen, wie sich die Zugewinne der beiden Ehepartner darstellen und wer hier wem einen Zugewinnausgleich zu zahlen hat. Tatsächlich ist hier aufgrund der verschiedenen Konstellationen bei den während der Ehe getätigten Immobilienkäufen eine komplizierte Bewertungssituation entstanden, die dringend durch einen Rechtsanwalt unter Zugrundelegung sämtlicher in den Zugewinn einzubeziehender Fakten geprüft werden sollte.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Wibke Türk

Bewertung des Fragestellers 07.02.2018 | 12:50

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(374)

HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
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Familienrecht, Kaufrecht, Miet und Pachtrecht, Vertragsrecht, Reiserecht