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Steuerberater verlangt rückwirkend mehr Geld für Buchführung

04.02.2018 21:50 |
Preis: 30,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jan Wilking


Hallo,
ich habe folgendes Problem.
Ich habe im vergangenen Jahr mit einem Steuerberater zusammengearbeitet, der zunächst die Buchführung und Kontierung für unser neu gegründetes Unternehmen machen sollte. Wir hatten mündlich ein Honorar von 59,- Euro ausgemacht.
Ich verlauf des Jahres hat sich in der Buchführung herausgestellt, dass die Zusammenarbeit zwischen mir und der Sachbearbeiterin extrem unzufrieden stellend war, sie entweder oft krank war oder mir einfach kein ausreichendes Feedback um die Qualität meiner Buchhaltung anpassen zu können gegeben hat. Es sind folgende Probleme aufgetreten: Es fehlten diverse Positionen in der Buchhaltung oder konnten nicht zugeordnet werden. Manches war doppelt abgegeben. Das wurde mir erst im letzten Quartal mitgeteilt und dementsprechend konnte ich erst dann nach einer Lösung suchen. Ich habe dann die Arbeit mit einem Online Buchführungstool vorgeschlagen, welches das fehlen von Belegen sofort ersichtlich macht.

In unserem letzten Gespräch sagte mir mein Steuerberater, dass er künftig 150 Euro für die Buchführung verlangen müsse. Soweit so gut. Jetzt habe ich allerdings von ein paar Tagen mehrere Rechnungen von Ihm erhalten in denen er Rückwirkend für 2017 die vereinbarten 59,- auf 150 Euro hochgestuft hatte. Das ist fast das dreifache und steht in keiner Relation zum Umsatz. Auch hatte wir das nie so vereinbart.

Die Frage ist nun, was ich tun kann um dem zu widersprechen? Natürlich werde ich den Steuerberater zur Rede stellen. Ich würde nur gerne wissen, was ich in dem Fall für Möglichkeiten habe um entsprechend zu argumentieren.

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich gilt der vertraglich vereinbarte Stundensatz von 59 Euro. Eine rückwirkende Erhöhung für bereits geleistete Stunden wäre nur mit Ihrer Einwilligung möglich, eine einseitige nachträgliche Erhöhung durch den Steuerberater ist nicht zulässig. Deshalb sollten Sie den Rechnungen insoweit widersprechen und nur den vereinbarten Stundensatz von 59 € zahlen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 04.02.2018 | 23:19

Danke für die Antwort.

Er wird seine Erhöhung damit begründen, dass mehr Arbeit für ihn entstanden ist als vereinbart aufgrund meiner unvollständigen Buchführung. Er wird argumentieren, dass wir zu Beginn ein Honorar vereinbart hätten, welche auf anderen Grundlagen basiert und er wird mir unterjubeln wollen, vereinbart zu haben, dass wir mal schauen wie es sich im Laufe des Jahres entwickelt. Aber wir haben uns auf ein Honorar von 59 Euro monatlich geeinigt, welches er mir auch regelmäßig abgebucht hatte. Hinzu kommt, dass ich im Laufe des Jahres eine weitere Firma mit einer Buchführung zu ihm gebracht hatte, welche die gleichen Probleme hatte. Darüber hatten wir jedoch kein Honorar vereinbart. Ich hatte im letzten Gespräch mit ihm das gleiche Honorar abgesprochen wie bei dem ersten Unternehmen, da die Aufwendungen identisch sind. Jetzt hat er dafür rückwirkend auch den gleichen horrenden Satz veranschlagt plus Extra Kosten von 280 € für nachträgliches Kontieren von zwei Monaten zusätzlich. Wir reden hier von knapp 3000 Euro Buchführungskosten für 2 kleine Minifirmen die Umsätze von zusammen ca. 80.000 Euro erwirtschaftet hatten.

Was kann ich dagegen argumentieren? Das dies so nicht vereinbart war und ich dem nicht zustimme? Andernfalls würde ich damit zu einem Anwalt gehen? Wie stünden meine Chancen bei einer mündlichen vertraglichen Regelung ohne Zeugen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.02.2018 | 07:24

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Nach Ihrer Schilderung war ja schon längere Zeit für den Steuerberater bemerkbar, dass ein höherer Aufwand notwendig ist. Dennoch wurden weiterhin nur die 59 Euro abgebucht. Hier hätte den Steuerberater eine Aufklärungspflicht getroffen, wenn höhere Kosten entstehen. Zudem gibt es strenge Formvorschriften für Steuerberater, wenn der Stundenlohn die gesetzlichen Gebühren überschreiten soll, die hier nicht eingehalten wurden.

Daher wären die Argumente: Vereinbart wurden 59 Euro, abgebucht wurden 59 Euro, es gab keinen Hinweis auf höhere Kosten und keine neue Vereinbarung über einen höheren Stundenlohn.

Mit freundlichen Grüßen

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