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Verkehrsrecht - Falschaussage

08.01.2018 17:24 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ralf Hauser, LL.M.


Hallo zusammen,

Ich habe mein Auto vor Kurzem selbst beschädigt, Säule beim Parken erwischt und meine Auto hat nun ein paar Schrammen.
Dem Fahrzeug-Halter (mein Lebenspartner) habe ich das nicht erzählt, aus Scham.

Dieser hat es zwei Wochen später gemerkt und mich darauf hingewiesen. In diesem Moment hätte ich spätestens etwas sagen müssen, habe ich aber nicht. Mein Lebenspartner hat daraufhin die Polizei verständigt, diese haben sich den Schaden angeschaut und eine Anzeige gegen Unbekannt aufgenommen.

Nun habe ich einen Anfragebogen als Zeugib von der Polizei erhalten.

Jetzt weiß ich nicht weiter, mittlerweile weiß mein Lebenspartner Bescheid.
Ich weiß, dass ich mich selbst belasten muss, aber ich möchte, dass mein Lebenspartner keine Probleme bekommt. Reparieren werden wir den Schaden nicht. Wir sind gemeinsam rechtschutzversichert.

Was soll ich nun tun, soll ich den Bogen unausgefüllt an die Polizei schicken? Soll ich einen Anwalt beauftragen, der der Polizei den Sachverhalt schildert?

Liebe Grüße
Sarah K.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie schildern, dass Sie IHR Fahrzeug selber beschädigt haben. Ihr Lebenspartner hat dann eine Anzeige erstattet, von der Sie keine Kenntnis haben oder haben mussten. Sofern er diese wegen Sachbeschädigung erstattet hat, kann er den Strafantrag zurücknehmen. Dann würde nur noch weiter ermittelt, wenn ein öffentliches Interesse vorläge, was nicht der Fall ist.

Wenn Sie nunmehr im Zeugenfragebogen angeben, dass Sie selbst Ihr Fahrzeug beschädigt haben, dann belasten Sie sich nicht. Die Beschädigung des eigenen Fahrzeuges erfüllt keinen strafrechtlichen Tatbestand.

Ihr Lebenspartner hatte bei der Anzeigenerstattung keine Ahnung davon, dass Sie das Fahrzeug beschädigt haben. Daher liegt dort auch keine falsche Verdächtigung (zumal die Anzeige gegen unbekannt erstattet wurde) vor.

Sie können ohne strafrechtliche Konsequenzen den Sachverhalt aufklären.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Hauser, LL.M.
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 08.01.2018 | 19:27

Das Problem ist, dass ich wusste, dass er es zur Anzeige bringt. Ich war dabei, ich war aber zu feige in dem Moment die Wahrheit zu sagen.
Das verhält sich doch dann sicherlich anders, oder ?

Ich bin der Fahrer und habe ihm das Auto bereits abgekauft. Er ist der eingetragene Halter.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.01.2018 | 00:06

Sehr geehrter Fragestellerin,

dann würde ich gar nichts Aussagen, weil Sie durch eine Aussage in Gefahr laufen, dass die Polizei gegen Sie, wenn Sie dabei gesessen und nichts gesagt haben, ein Strafverfahren wegen Vortäuschen einer Straftat gem. §145 d StGB einleiten.

Sie haben nach § 55 StPO ein Auskunftsverweigerungsrecht, wenn Sie sich selbst belasten würden. Hiervon sollten Sie Gebrauch machen.

Eine anwaltliche Hilfe könnte auch nicht schaden, damit Sie keinen Fehler machen. Sollten Sie sich hierzu entschließen, stehe ich gerne auch zur Verfügung. Wir vertreten Mandanten bundesweit.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Hauser, LL.M.
Rechtsanwalt

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