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Foderung Becker Inkasso aus 2012


04.08.2017 22:39 |
Preis: 43,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zusammenfassung: Verjährung einer Forderung, Geltendmachung durch Inkassounternehmen


Guten Abend,

ich hab folgendes Problem:

ich fange mal in 2012 an. Damals hatte ich eine schwere Trennung hinter mir und rausgefunden, das meine Mutter auf meinen Namen Sachen bestellt hat und natürlich nicht bezahlt usw. Bis Gerichtsvollzieher kam und ich zahlen musste.
Nach der Trennung hatte ich jedoch nichts mehr und wusste nicht wo ich was her bekomme (Möbel) und hab den Fehler gemacht und auf einen falschen Namen bestellt, aber die Raten gezahlt. Ich wusste dann irgendwann nicht mehr, wie hoch die Rate ist, da nach und nach einiges bereits gezahlt war. Ich wollte dann bei Neckermann nachschauen und dann wär aber deren Seite offline, da sie in dem Jahr zugemacht haben, bzw. insolvent...wie man es nennt.
Ich wollte dann auf einen Brief warten. Bin dann umgezogen, schwanger geworden...und hab durch einige weiter Schicksalsschläge das alles vergessen.
Dieses Jahr kamen dann Briefe von Becker Inkasso und GFKL an eine Uralte Adresse von mir, wo meine Oma wohnt, bzw. wohnte, sie ist vor kurzem verstorben.
Mit Forderungen aus 2012, aber die Briefe waren an den falschen Namen adressiert. Mit 1000 Euro mehr, als es waren und 1 Woche Zahlungsfrist.
Heute Dann ein Mahnbescheid.
Meine Fragen, was kann mir da jetzt passieren und wie soll ich reagieren? Ist das alles nicht schon verjährt?
Vielen Dank und liebe Grüße
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Wenn es sich um eine Forderung aus dem Jahre 2012 handelt und diese nicht tituliert wurde, ist diese in der Tat verjährt, soweit der Gläubiger Kenntnis von den anspruchsbegründenden Tatsachen Kenntnis hatten.

Tituliert wäre beispielsweise der Erlass eines Vollstreckungsbescheides oder Versäumnisurteils.

2. Zur weiteren Vorgehensweise solten Sie sich von dem Inkassounternehmen eine Forderungsaufstellung, eine Vollmacht sowie den Nachweis der Forderung (Vertrag oder Bestellung) zusenden lassen.

3. Erst wenn die Forderung und die Bevollmächtigung nachgewiesen ist, sollten Sie die Einrede der Verjährung. Im Zuge dessen wären dann Vergleichsverhandlungen zu führen, sollte es sich um eine titulierte Forderung handeln.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 21.09.2017 | 18:19

Kann ich gegen den mittlerweile angekommenen Vollstreckungsbescheid Widerspruch einlegen? Wie mache ich das, auch wegen des falschen Namens?
Die Forderung ist aus 2012 und wurde 2016 an das Inkasso Unternehmen abgegeben.
Im Internet gibt es viele Berichte über gerade dieses Inkasso unternehmen, das viele Forderungen aus Mai 2012 in diesem und im letzten Jahr verschickt hat und Neckermann gibt es seit 2012 ja auch nicht mehr, bzw. die hatten ja 2012 Insolvenz gemeldet.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.09.2017 | 19:08

Vielen Dank für die Rückmeldung.

Dem Vollstreckungsbescheid ist ein Formular beigefügt auf dem Sie den Einspruch ankreuzen können.

Sollte dieses Formular nicht dabei sein, setzen Sie ein Schreiben an das Mahngericht auf mit folgendem Inahlt auf.

Hiermit lege ich gegen den beantragten Vollstreckungsbescheid Einspruch ein.

Versenden Sie das Schreiben mit Einwurfeinschreiben und wenn möglich vorab per Fax. Wichtig ist, dass der Einspruch innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung bei dem Mahngericht eingeht.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt

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