Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Schwanger und kurz vor einer Festeinstellung

06.07.2017 10:01 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Hallo lieber Anwalt,

Ich bin inoch folgender Situation:
Ich bin Schwanger und in der 6 ssw.
Da ich am Flughafen im Sicherheitsdienst arbeite (mit Röntgenstrahlen die aber nicht im hohen Maße sind das sie das Kind schaden könnten) gäbe es normalerweise ein Beschäftigungsverbot. Im September läuft mein Vertrag aus. Laut tarif würde mir danach ein Festvertrag zustehen.
Meine Fragen :
Bin ich verpflichtet mich schwanger zu melden ?
Wenn ich mich jetzt schwanger melde würde ich nur bis Ende meines Jahresvertrags das beschäftigungsverbot Gehalt bekommen?
Und wenn ich im August den Festvertrag bekomme und drin steht ab September gültig könnte ich dann schon im August sagen ich bin schwanger und würde trotzdem in dem Festvertrag gehen ?

Ich hoffe ich hab alles verständlich beschrieben und wir hoffen Sie können uns helfen.

Mit freundlichen grüßen

Sehr geehrte Ratsuchende,


Sie sind gesetzlich nicht verpflichtet, die Schwangerschaft zu melden; aber möglicherweise kann vertraglich eine solche Pflicht vereinbart worden sein, was anhand des Arbeitsvertrages/Tarifvertrages zu prüfen wäre, denn der Arbeitgeber hat Pflichten zur Einhaltung des Mutterschutzes, denen er ohne Informationen nicht nachkommen kann. Ist aber ausnahmsweise vertraglich keine Informationspflicht zulässig vereinbart, besteht diese Mitteilungspflicht dann auch nicht.

Gleichwohl sollten Sie doch überlegen, ob Sie das Kind wirklich den Strahlenbelastungen aussetzen wollen, denn belastend wird es immer sein.



Wird ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen, erhalten Sie 100% des vertraglich vereinbarten Gehaltes weiter, solange das Verbot besteht.

Wenn nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung ein Festvertrag nach Auslaufen der Befristung zustehen soll (was genauer zu prüfen wäre), würde dann auch das Gehalt über den September hinaus gesichert sein, wenn das Beschäftigungsverbot dann (vermutlich) auch noch besteht.



Wenn Sie den Vertrag haben, ist dieser bindend und kann nicht aufgrund der Schwangerschaft aufgelöst werden - insoweit besteht Kündigungsschutz.



Sie sollten - neben der Frage der Aussetzung mit Strahlenbelastung - unbedingt die Verträge genau prüfen lassen, dass Ihre Sachverhaltsdarstellung insoweit nicht eindeutig ist.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Nachfrage vom Fragesteller 06.07.2017 | 11:00

Vielen Dank für die Antwort.

In unserem Tarif folgt nach dem Jahresvertrag eine Festeinstellung (kein weiterer Jahresvertrag) wenn der Arbeitgeber zufrieden mit dem Arbeitnehmer ist.

Meine Sorge ist wenn ich mich jetzt schwanger melde das ich im September nicht übernommen werde.

Ich würde dann das beschäftigungsverbot nur bis September bekommen (bis auslaufen des Jahresvertrags) und dann würde ich in die Arbeitslosigkeit fallen oder hab ich das falsch verstanden?

Vielen Dank für die Antwort

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.07.2017 | 11:36

Sehr geehrte Ratsuchende,


dann aber ist es eben keineswegs eine automatische Übernahme.

Es ist dann durchaus möglich (je nach Vertrag, der wirklich im Einzelnen und genau geprüft werden muss), dass der Vertrag automatisch ausläuft und die OPTION der Verlängerung besteht.

Die Option ist dann vom Willen der Parteien abhängig, so dass es durchaus möglich ist, dass der Arbeitgeber den neuen Vertrag nicht möchte und Sie dann arbeitslos sind. Das haben Sie also richtig verstanden.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 69615 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
Schnelle und kompetente Hilfe - super! ...
FRAGESTELLER
4,8/5,0
Eine gute Erfahrung und eine verständliche Schilderung des Sachverhaltes. Vielen Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Gute und schnelle Antwort. Danke. ...
FRAGESTELLER