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Vertragsrückabwicklung bei Schenkung

06.03.2017 18:39 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Ich habe eine Schenkung geleistet am 21.10.13 an meine Tochter incl. Wohnrecht für mich.
Ab welchem Datum kann eine Vertragsabwicklung gefordert werden wenn ich bis zum 1.8.17 eine Eidesstattliche Versicherung ( Offenbarungseid ) abgebe?

Was wäre wenn ich die Eidesstattliche Versicherung am 1.11.17 abgeben würde?

Kommt die 4 Jahresfrist zur Anwendung?

Sehr geehrte Ratsuchende,

die Vier-Jahres-Frist wird hier Anwendung finden.

Nach Ihren Angaben liegt eine Schenkung vor.

Wurden Wertgegenstände vor Abgabe der Eidesstattlichen Versicherung an Familienangehörige verschenkt, ist das anzugeben.

Das gilt nur dann nicht, wenn das Verschenken mehr als vier Jahre zurückliegt.

Bei der Grundstückübertragung kommt es auf den Tag der Grundbuchumschreibung an. Ab diesem Tage beginnt die Vier-Jahres-Frist.

Ein Gläubiger könnte dann diese Schenkung anfechten.

Schauen Sie also im Grundbuchblatt nach, wann die Eigentumseintragung eingetragen worden ist. Ab diesen Moment sind die vier Jahre zu rechnen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 06.03.2017 | 21:25

Ich habe vergessen zu erwähnen das bereits, innerhalb der 4 jahres Frist, vom Finanzamt ein dinglicher Arest ins Grundbuch eingetragen wurde.

Ist dies bedeutend für die Verjährung?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.03.2017 | 22:34

Sehr geehrte Ratsuchende,

die Verjährung ist hier nicht das Problem, sondern die Vier-Jahres-Frist bei der eidesstattlichen Versicherung.

Diese ist einzuhalten und es muss dann von Ihnen angegeben werden, wenn diese Frist nicht abgelaufen ist.

Das ist also keine Frage der Verjährung.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

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