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Haftung für Rückbau von mieterseitigen Einbauten durch Kinder

15. Februar 2017 11:53 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Zusammenfassung:


Die Wohnung wurde gekündigt, sie hatte die Kündigung selbst unterschrieben. Die Wohnungsgesellschaft fordert die Entfernung von Fliesen in Bad und Küche sowie die Entfernung von Holzdecken und einer Styropordecke. Wir haben einen Kostenvoranschlag erhalten, wenn die Verwaltung die Arbeiten machen läßt, das übersteigt 2000 Euro.

Hallo,

meine Mutter ist 88jährig im November in ein Pflegeheim gekommen. Die Wohnung wurde gekündigt, sie hatte die Kündigung selbst unterschrieben. Die Wohnungsgesellschaft fordert die Entfernung von Fliesen in Bad und Küche sowie die Entfernung von Holzdecken und einer Styropordecke.
Ich fühle mich eigentlich nicht verantwortlich für das, was meine Eltern ( mein Vater ist vor 22 Jahren verstorben) dort in der Wohnung eingebaut haben und mein Mann und ich sind gesundheitlich auch nicht in de Form diese Arbeiten auszuführen.
Wir haben einen Kostenvoranschlag erhalten, wenn die Verwaltung die Arbeiten machen läßt, das übersteigt 2000 Euro. Dieses Geld hat meine Mutter nicht. Kann ich dafür haftbar gemacht werden? Ich habe eine Betreuungsvollmacht für meine Mutter.

Gruß und Dank


Gru

15. Februar 2017 | 12:22

Antwort

von


(460)
HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich ist Ihre Mutter als Mieterin der Wohnung verpflichtet, Einbauten zu entfernen, sofern diese durch sie eingebaut wurden.
Sie haben aufgrund der Betreuungsvollmacht Ihrer Mutter, sofern diese Vollmacht sich auch auf die Wohnungsangelegenheiten erstreckt, nunmehr diese Mietangelegenheit zu regeln.
Dies bedeutet, dass Sie gegenüber dem Vermieter Ansprechpartner sind. Allerdings sind Sie nicht mit Ihrem eigenen Vermögen haftbar zu machen. Der Vermieter kann aber, sofern Sie nicht für den Ausbau der Einbauten sorgen, dies durch Fachkräfte durchführen lassen. Ihre Mutter ist dann für die Begleichung der Rechnung verantwortlich. Sie zeigen als Inhaberin der Vollmacht für die Regelung dieser Angelegenheit verantwortlich.
Sie sollten hier versuchen, wirtschaftlichen Schaden von Ihrer Mutter abzuwenden, indem Sie einerseits das Gespräch mit dem Vermieter suchen, andererseits möglicherweise eine günstigere Möglichkeit finden, die Arbeiten, sofern sie überhaupt nach Mietvertrag geschuldet sind, durchführen zu lassen.

Der Vermieter kann die Rechnung jedenfalls bei Nichtzahlung durch Mahnbescheid titulieren lassen und gegebenenfalls per Vollstreckungsbescheid die Vollstreckung versuchen. Ob er damit Erfolg haben wird, vermag ich aufgrund Unkenntnis der wirtschaftlichen Situation Ihrer Mutter nicht zu sagen.

Sie könnten zur Vermeidung weiterer Kosten (Mahnbescheid/ Vollstreckungsbescheid, etc.) auch versuchen, mit dem Vermieter eine individuelle Zahlung (Ratenzahlung oder Zshlung nur eines Teilbetrages) zu vereinbaren.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Wibke Türk

ANTWORT VON

(460)

HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
E-Mail:
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