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Beerdigungskosten

| 05.02.2017 15:16 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Zusammenfassung: Frage nach Beerdigungskosten der verstorbenen Mutter

Meine Mutter verstarb kurzlich, mein Bruder bekam vor 30 jahren die kleinen Äcker und das Wohnhaus. Meine Mutter hatte das Wohnrecht und mein Bruder müsste im Pfllegeffall für meine Mutter sorgen. Wir restlichen Kinder haben eine minilale Abfindung bekommen. mein Bruder hat das Haus kurz vor dem Tod meiner Mutter verkauft. Für einen irren Preiß.
Nun meine Frage wer muss die Beerdigungskosten: tragen. Mein Bruder oder auch wir restlichen Kinder Es steht auch noch der Statz das er 25 Jahre für das Grab sorgen muss. Danke für die Antwort Wir gehören zu Bayern

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Beerdigungskosten sind von den Erben zu tragen, § 1968 BGB.

Ihrer Fragestellung nach gehe ich davon aus, dass wohl ein Testament besteht, welches die Grabpflege regelt.
Entscheidend ist also, wer als Erbe eingesetzt wurde, nur Ihr Bruder oder auch andere.

Was den Hausverkauf betrifft, so könnte evtl. ein sogenannter Pflichtteilsergänzungsanspruch entstanden sein, wenn das Haus ihrem Bruder in den letzten zehn Jahren geschenkt wurde, von Ihrer Mutter.
Sollte das Haus noch im Eigentum Ihrer Mutter gestanden haben, fällt der Erlös in den Nachlass.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Marco Lott
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 05.02.2017 | 17:08

Es gibt kein Testament,das Haus wurde vor ca 30 Jahren überschrieben. Es ist nur fest gelegt mit dem Wohnrecht und Grabpoflege.Und wir haben nur eine minimale Abfindung bekommen.Ist nun mein Bruder der Erbe in dem Fall.?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.02.2017 | 20:06

OK, dann ist das mit dem Pflichtteil hinfällig, ich war lediglich etwas irritiert, da zunächst von einem Wohnhaus die Rede war, dann aber vom Haus Ihrer Mutter gesprochen wurde.

Wenn kein Testament aufgesetzt wurde, greift die gesetzliche Erbfolge:
Die Kinder erben zu gleichen Teilen, sollte ein Kind vorverstorben sein, treten an seine Stelle die Nachkommen.

Das übertragene Wohngrundstück sowie die Abfindungen haben hierauf keine Auswirkungen, grundsätzlich sind Sie, Ihr Bruder, sowie die übrigen Geschwister Erben zu gleichen teilen und müssen somit gemeinsam die Beerdigungskosten tragen.
Ebensowenig hat die Grabpflege hieraus Auswirkungen. EIne Grabpflege regelt, dass Ihr Bruder sich um das Grab zu kümmern hat. Die Beerdigung selbst ist hier quasi vorgelagert und davon nicht umfasst.

Eine Möglichkeit wäre, wenn Sie dies vermeiden wollen, das Erbe auszuschlagen, §§ 1942ff BGB. Dies macht jedoch nur dann Sinn, wenn der Nachlass überschuldet ist; Sprich, wenn nichts mehr da ist, was die Nachlasskosten (etwa Beerdigung) begleichen kann.


Mit freundlichen Grüßen


Marco Lott
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 07.02.2017 | 10:23

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

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"Mir ist immer noch nicht ganz klar,ob mein Bruder allein Erbe ist,nachdem er ja alles überschrieben bekommen hat vor ca 30 Jahren von meiner Mutter die Wohnrecht hatte und er es noch vor ihrem Tod mit ganz hohmem Gewinn verkauft hat.. Wir restlichen Kinder haben damals 1000 DM pro Kind bekommen. Und jetzt will er dieBeerdigungskosten auf uns alle abwelzen."
Stellungnahme vom Anwalt:
Ich habe Ihnen eindeutig geschrieben, dass alle Kinder Erben zu gleichen Teilen sind, Ihr Bruder daher nicht Alleinerbe ist. Dies mag wirtschaftlich gesehen zu einem, für Sie, unbilligen Ergebnis führen, ist jedoch, mangels Testament, der gesetzlich vorgesehene Normalfall.
Ich habe Ihnen auch mitgeteilt, dass Sie durch Ausschlagung der Erbschaft die Beerdigungskosten umgehen könnten.

Dass es für Sie kein erfreulicheres Ergebnis bei der Beantwortung gab, ist leider nicht zu ändern.

Mit freundlichen Grüßen


Marco Lott
Rechtsanwalt
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