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Kündigung Ausbildungsvertrag Formfehler

| 03.02.2017 01:19 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger


Sehr geehrte Damen und Herren,

Meine Tochter hat ihren Ausbildungsvertrag ReNo-Fachangestellte (bestehend seit Sep.2016) am 25.01.2017 per E-Mail voraus fristgerecht zum 22.02.2017 gekündigt.
Sie kam oft weinend nach Hause weil ihre Ausbilderin sie psysisch fertig machte.

Diese E-Mail wurde auch mit oben genanntem Datum von Ihrer Ausbilderin in der Kanzlei bestätigt per E-Mail.

In ihrer schriftlichen, unterschriebenen Kündigung hat meine Tochter mit Datum 25.01.2017 LEIDER statt zum 22.02.2017 in ihrer Aufregung (Anwältin hat per E-Mail geantwortet) zum 22.*01*.2017 geschrieben.

Die Anwältin hat daraus eine *fristlose Kündigung* gemacht und ihre Ausbildungsvergütung gekürzt. Zudem wurde ihr das 13. Monatsgehalt wieder abgezogen mit der Begründung das sie es versehentlich erhalten hätte, dieses stehe nur Festangestellten zu!

Meine Frage, kann durch den Schreibfehler meiner Tochter eine fristlose Kündigung gesehen werden. Wer kündigt schon fristlos rückwirkend?!

Bzw ist ihre Kündigung unwirksam und kann erneut gestellt werden!

Sie möchte ihre Ausbildung in einer anderen Kanzlei fortfahren u beenden. Bewerbungen sind geschrieben.

Vielen Dank

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Eine Kündigung ist rückwirkend gar nicht möglich. Diese wirkt nicht zurück.

Deshalb ist die Frage, was hier gemeint war.

Bei lebensnaher Auslegung unter Berücksichtigung der E-Mail handelt es sich um ein offensichtlich vorhandenes Schreibversehen. Offenbar hatte die Ausbilderin ja die - an sich unwirksame. - Kündigung per E-Mail bestätigt. Hierin kann ein Verzicht auf die Formerfordernis gesehen werden.

Ich halte das Verhalten der Ausbilderin hier für treuwidrig und gehe daher von einer Beerdigung zum 22.02.17 aus.

Hinweisen möchte ich noch darauf, dass zur endgültigen Bewertung der tatsächliche Schriftverkehr zu prüfen ist.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 03.02.2017 | 06:32

Vielen Dank für ihre Antwort.

Per E-Mail sandte meine Tochter:

*Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit kündige ich mein Ausbildungsverhältnis nach § 22 Abs. 2 Nr. 2 Berufsbildungsgesetz mit vier Wochen Frist zum 22.02.2017, weil ich meine Berufsausbildung aufgeben will.

Per Post schicke ich Ihnen ein Original sowie noch vorhandene Schulbücher zu.*

Antwort auf diese, per Mail:

*Sie haben zum 22. Februar gekündigt. Sie haben angekündigt, das Original der Kündigung und die Bücher mit der Post zu versenden.

Wir haben daraufhin die Urlaubstage geprüft. Sie haben für 2017 Anspruch auf 4 Werktage Urlaub. Wir bitten Sie daher erneut, die Bücher persönlich vorbei zu bringen. Sollten Sie bereits jetzt wissen, dass Sie bis 22 Februar arbeitsunfähig sein werden, bitten wir um Übersendung der Ärztlichen Bescheinigung.*

Wie Sie schon schrieben war es im postalisch versandtem geschrieben Kündigungsschreiben
Ein Schreibfehler im Datum.

Mit gestrigem Schreiben der RA'in schrieb diese dass sie die *fristlose Kündigung* vom 25.01.2017 zum 22.01.2017 erhalten hat.

Heißt dies nun das die Kündigung meiner Tochter unwirksam ist, kann soll sie nochmal kündigen, wie schon gefragt? Bzw. Ihre Kündigung mit richtigem Datum unterschrieben nochmals zusenden

Ich bin recht verunsichert.
MFG Sandy692





Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.02.2017 | 07:47

Vielen Dank,

Wie bereits gesagt ist hier von einer Beendigung zum 22.02. auszugehen. Der Bezug ist klar.

Die Kündigung ist wirksam, neu muss nicht gekündigt werden.

Stellen Sie nur schriftlich klar, dass hier ein offensichtlicher Schreibfehler vorlag und verlangen Sie Beschäftigung bis zum 22.02.

Bewertung des Fragestellers 03.02.2017 | 07:50

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