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Unrechtmäßiger Mahnbescheid Videothek

09.11.2016 16:09 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von


17:43

Zusammenfassung: Inkassoforderung über die Entleihe in einer Videothek durch Dritte

Im Februar 2013 bin ich während des Studiums nach Mönchengladbach in eine 2er WG gezogen. Weil es dort keine Internetanschluss gab und ich einen Fernseher hatte, habe ich mir eine Kundenkarte in der Videothek nebenan besorgt. Ich habe mir natürlich ab und an mal eine DVD ausgeliehen und Sie innerhalb der Frist wieder zurück gebracht. im Juli 2013 bin ich dann wieder ausgezogen, da sich die Miete erheblich erhöhen sollte und habe die WG innerhalb der Stadt gewechselt. Im Februar 2014 bin ich dann für ein Praktikum nach Offenbach gezogen ca. einen Monat später erhielt ich einen Brief eines Inkassobüros mir der Forderung von über 400€. Gläubiger war die besagte Videothek. Ich rief dort an um zu fragen woher diese Forderung kam. Ich hatte auch bis dato nie eine Rechnung oder Mahnungen erhalten, dort konnte mir niemand weiterhelfen. Es hieß die Forderung ging an das Inkassobüro und daher hätte die Videothek nichts mehr damit zu tun. Da meine damalige Mitbewohnerin Juristin war, half Sie mir einen Brief an das Inkassobüro aufzusetzen, indem ich klarstellte, dass ich von dieser Forderung nichts weiß und ich nie eine offene Rechnung dort hinterlassen habe, dass ich keine Rechnungen und Mahnungen erhalten habe und, dass ich eine Aufstellung der Rechnung fordere. Diese Aufstellung zeigte auf, dass angeblich auf meinen Namen eine Xbox und diverse Spiele ausgeliehen und nicht zurückgebracht wurden. Daraufhin forderte ich eine genaue Aufstellung über die Preise für die XBox und die Spiele um zu sehen wie diese Preise zustande gekommen sind, da mir rund 400€ für gebrauchte Geräte ohnehin überzogen vorkamen. Daraufhin kam keine Antwort mehr. Nun kam 2 Jahre später im August diesen Jahren ein Brief einer Inkasso-Anwältin mit derselben Forderung. Auf diese Forderung antwortete ich diesmal nicht, da ich von einer betrügerischen Masche ausgegangen bin. Leider kam nun ein Mahnbescheid.

Meiner Ansicht nach habe ich nun zwei Möglichkeiten:
1. Dem Mahnbescheid widersprechen und hoffen, dass sie von der Forderung ablassen, weil sie nichts beweisen können.
2. Um Ärger aus dem Weg zu gehen die Forderung bezahlen, obwohl ich diese Kosten nicht verursacht habe.

Ich habe gelesen wenn ein Videotheksausweis unrechtmäßig von Dritten verwendet wird haftet der Inhaber, das lässt mich am Ende zweifeln, ob ein Widerspruch hilft. Ich weiß nicht was mit dieser Kundenkarte passiert ist, ob sie verloren gegangen oder gestohlen worden ist. Ich habe damals einfach nicht darauf geachtet. Oder ob Kundendaten vertauscht wurden oder ein Mitarbeiter meine Daten missbraucht hat.

Meine Frage hierzu also, wie sollte ich besser vorgehen?
09.11.2016 | 16:54

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Sie haben die beiden Möglichkeiten schon treffend zusammengefasst. Sollten Sie keinen Widerspruch einlegen haben Sie das Problem, dass dieser nach Antrag auf Erlass eines Vollstreckungsbescheids in Rechtskraft erwächst und somit kein Rechtsmittel mehr möglich wäre, sollten Sie den Einspruch gegen den Vollstreckungsbescheid auch nicht stellen wollen.

Wenn Sie Widerspruch einlegen eröffnet es die Möglichkeit, die Begründung der Forderung zu überprüfen. Es werden dann Daten angezeigt, wann die Ausleihe stattgefunden hat.
Hier kann auch geprüft werden, ob nicht ein Fehler der Videothek vorliegt, da diese nicht geprüft hat, ob der Entleiher berechtigt ist, eine Ausleihe vorzunehmen.
Sollte das alles zutreffend sein, besteht dann die Möglichkeit, die Forderung anzuerkennen.

Grundsätzlich haftet der Inhaber der Karte. Sollte hier eine unrechtmäßige Nutzung der Karte vorliegen, können Sie den Schaden bei demjenigen geltend machen, der die Karte genutzt hat. Gegebenenfalls ist sogar eine Strafanzeige noch möglich wegen der unrechtmäßigen Nutzung von Ausweispapieren.

Eventuell ist auch eine Einigung mit der Gegenseite möglich, auch wenn der Mahnbescheid schon eingegangen ist.

Sollte vorgenannte Möglichkeit für Sie und/oder die Gegenseite nicht zutreffend sein, ist nach meinem Dafürhalten der Widerspruch notwendig, oder später der Einspruch, um die Angelegenheit inhaltlich zu prüfen. Ich halte das "einfache" Bezahlen der Forderung für die schlechteste Alternative für Sie, da Ihnen so die Ungewissheit bleibt, ob Sie die Forderung tatsächlich ausgleichen mussten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Michael Wübbe

Nachfrage vom Fragesteller 09.11.2016 | 17:07

Herzlichen Dank für die ausführliche Antwort. Falls trotz Einspruch das Gericht entscheiden sollte, dass ich den Betrag zahlen muss, können Sie einschätzen, ob zusätzliche Kosten auf mich zukommen und welcher ungefähren Höhe? Meine Sorge ist, dass obwohl ich persönlich die Kosten nicht verursacht habe trotzdem nicht Recht bekomme und ich dann am Ende noch Prozesskosten im dreistelligen Bereich zahlen muss.

Denn Fakt ist nunmal auch, wenn die Karte auf meinen Namen missbraucht wurde kann ich nicht sagen wer es war somit kann ich mir das Geld auch nirgends zurückholen.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.11.2016 | 17:43

Sehr geehrter Fragesteller,
gern beantworte ich die Nachfrage. Bei 400,00€ liegen die Gerichtskosten bei ca. 105,00€. Kosten für einen Rechtsanwalt liegen bei ca 147,80€.

Ich würde den Anspruch dann gegen alle ehemaligen Mitbewohner verfolgen.

Beste Grüße,
RA Wübbe

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