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Verkauf des Erbanteils

| 21.08.2016 21:38 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


10:53
Sehr geehrte Damen und Herren,
mein Bruder und ich haben ein Zweifamilienhaus geerbt zu jeweils 50% lt. dem vorhandenen Testament. Das Eigentum ist schon im Grundbuch eingetragen. Es besteht eine Erbengemeinschaft. Was muss ich unternehmen, um meinen Besitzanteil an dem Haus zu verkaufen?
Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen
21.08.2016 | 22:39

Antwort

von


(406)
Borsigallee 2
53125 Bonn
Tel: 0228/ 259433
E-Mail:

Sehr geehrter Mandant,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen gerne wie folgt beantworten möchte:

Zunächst sollten Sie wissen, dass Sie keinen 50 %igen Anteil am Hauseigentum geerbt haben, über den Sie - ganz im Sinne eines Eigentümers - frei bestimmen können.
Es ist vielmehr so, dass Sie und Ihr Bruder gemeinsame Eigentümer des gesamten Grundstücks geworden sind (§ 2032 BGB ).

Diese Situation bleibt aufrecht erhalten, bis Sie die bestehende Erbengemeinschaft auseinandersetzen. Dies kann entweder durch eine einvernehmliche, also gemeinsam gefasste Verkaufsentscheidung oder - wenn nur Sie Ihren Anteil zu Geld machen möchten, Ihr Bruder jedoch nicht - durch eine Teilungsauseinandersetzung geschehen. Diese nämlich können Sie als Mitglied der Erbengemeinschaft jederzeit beantragen.

Dadurch, dass Sie mit Ihrem Bruder zusammen eine Bruchteilsgemeinschaft bilden, müssen Sie also eine gemeinsame Lösung finden. Denkbar wäre es, dass Sie Ihrem Bruder Ihren Anteil zum Verkauf anbieten, sollte seinerseits Interesse daran bestehen.
Natürlich können Sie das Haus auch gemeinsam verkaufen und den Erlös hälftig unter sich aufteilen.
Sofern diese Lösung ausscheidet, müssten Sie bei Gericht die Teilungsversteigerung zur zwangsweisen Auflösung der Bruchteilsgemeinschaft beantragen. Dies führt allerdings regelmäg zu geringeren Erlösen, so dass diese Lösung für Sie beide nicht vorteilhaft sein dürfte.

ich hoffe, dass ich Ihnen hiermit weiterhelfen konnte und stehe gerne für ergänzende Rückfragen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin


Rückfrage vom Fragesteller 22.08.2016 | 10:25

Sehr geehrte Frau Fritsch,

vielen Dank für die hilfreichen Erklärungen.

Wenn ich meinen Anteil nach der Auflösung der Erbengemeinschaft verkaufen möchte, muss dann vorher eine Teilungserklärung (wie bei Eigentumswohungen) für das Haus gemacht werden?

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 22.08.2016 | 10:53

Sehr geehrter Mandant,

nein, eine Teilungserklärung und eine Abgeschlossenheitsbescheinigung benötigen Sie tatsächlich nur dann, wenn einzelne Wohnungen gebildet werden sollen, die in ihrem "rechtlichen Schicksal" von einander unabhängig sind.

Ansonsten gilt - und das stelle ich gerne noch einmal verdeutlichend heraus - dass die Teilungsversteigerung nicht deshalb so heißt, weil das Eigentum geteilt würde. Geteilt wird das finanzielle Ergebnis, also der Erlös.

Verkauft hingegen wird das Haus, bzw. Grundstück als Ganzes. Hier liegt auch das "Zwangselement" der Versteigerung. Diese findet also auch dann statt, wenn Ihr Bruder dies nicht will, Sie aber den entsprechenden Antrag stellen.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 22.08.2016 | 10:28

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 22.08.2016
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ANTWORT VON

(406)

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