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Familienrecht/

| 21. August 2016 15:26 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Hallo!

Meine Frau und ich haben vor einigen Wochen beschlossen uns einvernehmlich zu trennen. Während sie die Wohnung behält, werde ich mir eine neue Bleibe suchen.

Obwohl wir uns darauf verständigt haben, uns gegenseitig zu unterstützen, hege ich rechtliche Zweifel. Anfang letzten Jahres habe ich für uns einen Kredit aufgenommen, um uns und ihren Kindern aus erster Ehe etwas zu gönnen (neue Möbel, Autoreparatur usw.). Wir haben den Kredit gemeinsam ausgegeben, ich bin aber Alleinkreditnehmer. Habe ich Anspruch auf finanzielle Unterstützung? Habe ich Anspruch auf Sachwerte, die diesem Kredit gerecht werden können?

Mit freundlichen Grüßen
M.

Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Grundsätzlich gilt, dass immer dann, wenn zwei Personen gemeinsam einen Kredit aufnehmen, sie ihn im Innenverhältnis je hälftig zurückführen müssen, solange zwischen ihnen nichts anderes vereinbart wurde (§ 426 BGB ). Bei nur einem Kreditnehmer hingegen ist nur dieser zur Rückzahlung verpflichtet.

Bei Ehegatten begründet allerdings die sogenannte Schlüsselgewalt (§ 1357 BGB ) bei Geschäften zur Deckung des Lebensbedarfs unter Umständen eine Gesamthaft, bei der der andere dann im Innen- und Außenverhältnis mithaftet.

Ob dies bei Ihnen der Fall ist, sollten Sie von einem im Familienrecht erfahrenen Anwalt vor Ort prüfen lassen. Voraussetzung wäre, dass der Lebensbedarf mit dem Kredit finanziert wurde und dass die Aufnahme des Kredits angemessen war.

Sollte Ihre Frau auf diesem Wege mithaften, können Sie von ihr verlangen, dass sie die Hälfte der Raten trägt.

Falls sich eine Gesamtschuld nicht begründen lässt, wäre der monatliche Antrag, den Sie leisten, aber bei einer Unterhaltsberechnung vorab zu berücksichtigen. Falls Ihrer Frau Unterhaltsansprüche zustehen, würden diese erst nach Abzug der Rate berücksichtigt, so dass sie sich über den geringeren Unterhalt letztendlich knapp zur Hälfte an den Raten "beteiligen" würde.

Ein Anspruch auf "Sachwerte" lässt sich so pauschal nicht bejahen. Soweit es um Hausrat geht, wird dieser nach Bedarf und Billigkeit verteilt. Allerdings kann durchaus eine Absprache dahingehend getroffen werden, dass der wenige, der den Kredit abzahlt, die damit angeschafften Gegenstände behält.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.


Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-

Bewertung des Fragestellers 21. August 2016 | 16:20

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Sehr ausführliche Antwort auf eine von mir knapp gestellte Frage (im Antwort/Frage-Verhältnis).
Wenn auch das rechtliche Ergebnis für mich ernüchternd ausfällt, hat mir diese Antwort sehr weiter geholfen.
Vielen Dank

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