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Gagenrückforderung für abgesagte private Feier

| 30.06.2016 11:12 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Wir sind Musiker und wurden 2014 für eine Feier in 2015 gebucht, mit Vertrag. Der Termin wurde 2015 vom Auftraggeber auf 2016 (neuer Vertrag) verlegt und die Gage wurde im Voraus gezahlt. Nun hat der Auftraggeber abgesagt, da die Location belegt sei und möchte die vertraglich zugesicherte Gage zurück. Blöderweise ist dieser Fall nicht im Vertrag aufgeführt. Wir haben den Betrag ordnungsgemäß versteuert und haben einen Steuerberater. Wir wollen keinen Stress, aber wie ist die Rechstlage?

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne möchte ich Ihnen aufgrund des geschilderten Sachverhaltes Ihre Anfrage beantworten, wie folgt:

Sie haben mit Ihrem Auftraggeber einen (Dienstleistungs)Vertrag geschlossen. Es kommt somit in erster Linie darauf an, was genau Sie vertraglich verienbart haben.
Wenn, wie Sie schildern, keine genaue vertragliche Vereinbarung für bestimmte Sachverhalte getroffen wurde, greifen gesetzliche Vorschriften.

Danach haben Sie die vertraglich vereinbarte Leistung zu erbingen, der Auftraggeber die vereinbarte Vergütung zu entrichten, § 611 BGB.

Das Risiko, dass die vom Auftraggber gewählte Location ausgebucht ist, fällt in seinen Verantwortungsbereich. Er kann sich hier Ersatz suchen. Solange wie Sie die vertraglich verienbarte Leistung zu dem verienbarten Termin anbieten und auch durchführen können,liegt keine Unmöglichkeit vor, welche dazu führen könnte, dass Leistung und Gegenleistung nicht zu erbringen wären.

Teilen Sie Ihrem Auftraggeber nachweisbar (Einwurfeinschreiben) mit, dass Sie die vereinbarte Leistung zu erbringen bereit sind, so stellen Sie Annahmeverzug her. Zur Erstattung der gezahlten Gage sind Sie (aktuell) nicht verpflichtet.

Ich hoffe, meine Ausführungen waren hilfreich für Sie. Ansonsten nutzen Sie gerne die kostenlose Nachfragefunktion.


Mit freundlichen Grüßen

Yvonne Müller
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 02.07.2016 | 10:11

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