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GKV verweigert Kostenübernahme einer Notfall OP auf Mallorca

| 04.05.2016 22:18 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Evgen Stadnik


Meine Mutter, 87, war im Dezember 2015 zu Besuch bei mir auf Mallorca, wo ich lebe. Bei einem Sturz erlitt sie am 29.12. einen offenen Unterarmbruch und ich brachte sie daraufhin in eine Klinik in Palma, wo sie behandelt und operiert wurde. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass es sich um eine Privatklinik handelte. Die folgende Rechnung über knapp 20.000 EUR habe ich übersetzen lassen und an die GKV (Barmer Ersatzkasse) meiner Mutter gesendet. Diese hat die Rechnung an den spanischen Versicherungsträger weitergeleitet und uns nun deren Ablehnung mitgeteilt, mit der Begründung, es würde sich um eine reine Privatleistung handeln. Kann man in so einem Notfall von einer privaten Leistung sprechen? Hätte ich mit meiner Mutter von Krankenhaus zu Krankenhaus fahren müssen, um herauszufinden, ob die Behandlung mit der GKV abrechenbar ist? Muss die GKV nicht wenigstens den gesetzlich vorgesehenen Betrag für diese notwendige OP und Behandlung übernehmen, der in einem abrechenbaren Krankenhaus angefallen wäre? Wir haben Widerspruch gegen diese Entscheidung eingelegt. Besteht Aussicht auf eine wenigstens anteilige Kostenerstattung? Es besteht noch eine Krankenhauszusatzversicherung, die uns jedoch aufforderte, ihnen erst dann die Rechnung zu übersenden, wenn die GKV über eine Kostenübernahme entschieden hat. Bevor wir dies tun, möchte ich ihre Antwort abwarten.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Gem. § 13 Abs. 3 SGB V hat Ihre Mutter Anspruch auf die Erstattung der angemessenen Kosten für die vorgenommenen Leistungen.
Die Behandlung im Ausland bedarf grds. der Genehmigung der Krankenkasse, da es sich allerdings um einen Unfall handelte hat die Krankenkasse zumindest die Kosten für die Behnadlung zu übernehmen, die im Inland für eine vergleichbare Behandlung angemessen sind.

Es konnte Ihrer Mutter auch nicht zugemutet werden zur Behandlung der Verletzung nach Deutschland zu reisen. Ferner dürfte es keine Probleme im Hinblick auf die Einordnung des Krankenhauses als privat geben, wenn dieser in unmittelbarer Nähe des Unfallortes war .

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen. Falls Sie ein Tätigkeitwerden in dieser Sache wünschen stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 06.05.2016 | 10:24

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