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Rückforferung Kindergeld

| 29.04.2016 22:07 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Zusammenfassung: Rückerstattung von Kindergeld nach Abbruch der Berufsschule.

Sehr geehrte Damen und Herren,

heute habe ich die Rückzahlung des Kindergeldes in Höhe von EUR 8492€ für den Zeitraum Oktober 2012 bis Juli 2015 erhalten. Meine Tochter war aber vom 01.08.12 bis mindestens 31.01.2013 in einer Berufsschule angemeldet, die sie dann nicht mehr besuchte, was ich aber viel später erfahren habe. Auch dass sie viele Fehlstunden hatte. Tatsache ist aber, dass ich sie persönlich zu Schule gefahren habe und zumindest für die Monate Oktober 2012 bis Januar 2013 (4 Monate) war sie in einer Schule angemeldet. Leider habe ich keine Unterlagen darüber, weder über die Abmeldung, noch irgendein Zeugnis. Sie ist einfach nicht mehr hingegangen. Ich möchte versuchen, bei der Schule Nachweis darüber zu bekommen, was wenigstens für 4 Monate den Betrag reduzieren wird.

Meine Tochter hat sich seit Februar 2016 Ausbildungssuchend gemeldet und ich bekomme wieder Kindergeld für sie.

Meine Frage bezieht sich auf die Rückforderung der gesamten Summe in einem Betrag. Das kann ich nicht leisten, da ich alleinerziehend bin, meine Tochter immer noch bei mir wohnt, weder arbeitet noch von irgendwo Geld bezieht, ich meiner Mutter im Ausland helfe und zusätzlich Kredit abbezahle. Ich selbst bin z.Z. schwanger und werde ab Oktober im Mutterschutz sein, mein Gehalt (ca 2180€ netto) wird sich ab Januar auf Erziehungsgeld reduzieren und ich werde sicher keine 3 Personen mit dem Geld durchbringen können.

1. Frage: da ich nicht weiß, wieviel meine Tochter in der Schule gefehlt hat, wird dieser Halbjahr als Schulgang mitberücksichtigt oder nicht? Hat es einen Sinn bei der Schule nach einer Bescheinigung nachzufragen?

2. Frage: Wieviel Chancen habe ich, eine Ratenzahlung genehmigt zu bekommen?

Vielen Dank

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Wenn Ihre Tochter im Oktober 2012 schon volljährig war, kommt es in der Tat darauf an, ob Sie sich in einer Schulausbildung befunden hat. Dies müssen Sie nachweisen, hier müsste schon eine Schulbescheinigung vorgelegt werden. Es wird nach meiner Erfahrung nicht immer geprüft ob die Schule mit Erfolg oder ganz regelmäßig besucht wurde, es reicht in der Regel das der Status als Schüler nachgewiesen wird.
Für die Zeit danach müsste natürlich nachgewiesen werden das Ihre Tochter Ausbildungs-suchend gemeldet war. Fehlt die offizielle Meldung muss der Nachweis anders erbracht werden, etwa durch Bewerbungen und Absagen.

2. Nach § 75 I EStG kann die Kindergeldkasse bei einer Rückforderung gegen den laufenden Kindergeldanspruch bis zur Hälfte aufrechnen, es denn dadurch würde man hilfebedürftig Im Sinne der SGB XII bzw. SGB II. Das wäre bei Ihnen zumindest jetzt nicht der Fall. Wegen der anderen Hälfte können Sie auf jeden Fall eine Ratenzahlung beantragen, ich habe das bereits mehrfach erfolgreich praktiziert.

Sie müssen natürlich Ihre Einkommens- und Vermögensverhältnisse offen legen und nachweisen.

Ihnen alles Gute.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familien- und Arbeitsrecht


Nachfrage vom Fragesteller 30.04.2016 | 15:18

Vielen Dank, Herr Wöhler. Allerdings ist es mir nicht ganz klar, was Sie mit "gegen den laufenden Kindergeldanspruch bis zur Hälfte aufrechnen" meinen. Es ist ja nicht klar, wie lange der Anspruch auf Kindergeld für meine Tochter noch besteht. Es kann in einigen Monaten schon vorbei sein. Wie soll ich mir dann dieses aufrechnen vorstellen? Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.04.2016 | 20:07

Sehr geehrte Fragestellerin,

danke für die Nachfrage.

Gemeint ist das das laufende Kindergeld zur Verrechnung um die Hälfte gekürzt wird, solange der Anspruch auf laufendes Kindergeld besteht. Endet das Kindergeld kann natürlich nichts mehr verrechnet werden. Danach müsste dann über den Restbetrag der dann noch offen steht eine Ratenzahlung getroffen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 30.04.2016 | 21:37

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