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Nach Kauf einer Eigentumswohnung wurde Schimmel und Feuchtigkeit festgestellt

| 30.03.2016 23:19 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zusammenfassung: Minderungs- und Schadensersatzansprüche bei Mängel einer erworbenen Eigentumswohnung

Ich habe heute Notariell eine Eigentumswohnung erworben. Bei meinen Besichtigungen waren keine gravierenden Mängel festgestellt worden. Zu diesem Zeitpunkt befand sich noch eine Einbauküche in der Wohnung, die ich jedoch nicht wünschte. Daher wurde diese unmittelbar vor dem Notartermin durch den Verkäufer entfernt. Als ich dann heute nach dem Notartermin die Wohnung besichtigte, stellte ich eine große Fläche mit Feuchtigkeit und Schimmelbefall fest, die sich hinter der Einbauküche befand, die mir der Verkäufer versuchte, mit zu verkaufen. Meiner Meinung nach hat der Verkäufer die großflächige feuchte Stelle mit Schimmel nach dem Ausbau der Einbauküche nicht übersehen können, und hätte dies spätestens beim Notar mitteilen müssen. Da der Verkauf via Makler erfolgte, habe ich mich nun schriftlich mit dem Sachverhalt an den Markler gewand. Was muss / sollte ich nun weiteres tun ? Rechtsanwalt einschalten, damit ggf. eine Rückabwicklung wegen arglistiger Täuschung erfolgte, oder vom Verkäufer eine Beseitigung verlangen. Die Zahlung ist noch nicht erfolgt. Der Notar erwähnte, dass es ca. 2 Wochen dauere, bis die Unterlagen kommen. Dann muss innerhalb von 14 Tagen gezahlt werden. Soll / muss ich den Markler nun trotzdem innerhalb von 14 Tagen bezahlen ? Kann ich die Zahlung der Eigentumswohnung verschieben, bis der Schaden beseitigt wurde ?

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. In dem notariellen Kaufvertrag findet sich grundsätzlich eine Regelung, wonach der Verkäufer eine Haftung für Sachmängel ausschließt, soweit der den Mangel nicht kennen mußte oder diesen arglistig verschwiegen hat. D.h. der Haftungsausschluss greift im vorliegenden Fall nicht, da der Verkäufer den Mängel bei Vertragsschluss kannte, diesen aber verschwiegen hat.

2. Danach haftet der Verkäufer auf Beseitigung des Mangels, ggfs. Schadensersatz oder Minderung des Kaufpreises.

3. In jedem Fall muss ich Ihnen von der Einbehaltung des Kaufpreises abraten, da der Verkäufer in der Regel die zwangsvollstreckung aus der notariellen Kaufvertragesurkunde betreiben kann.

4. Zunächst ist der Verkäufer auf den Schaden hinzuweisen unter Nachweis von Bildern. Der Verkäufer ist danach mit kurzer Frist von sieben Tagen aufzufordern, mitzuteilen ob und wann er den Schaden beseitigen läßt. Verstreicht die Frist ohne eine Rückmeldung, sollte ein Gutachten über den bestehenden Mangel eingeholt werden. Dies kann ein Privatgutachten sein, kann aber auch im Rahmen eines Beweissicherungsverfahrens durch einen gerichtlich bestellten Gutachter erfolgen. Letzteres sollte nur nach Einschaltung eines Rechtsanwaltes erfolgen.

Keinesfalls sollte selbst eine Schadensbeseitigung vorgenommen werden.

5. Je nach Ergebnis des Gutachtens sollte dann geprüft werden, ob eine Minderung ausreichend ist oder ob bei einem schwerwiegenden Mangel ein Rücktritt von dem Kaufvertrag vorzunehmen ist.

6. Fordern Sie den Verkäufer wie beschrieben auf, seine Handlungsbereitschaft anzuzeigen. Sollte keine belastbare Reaktion erfolgen, sollten Sie einen Rechtsanwalt einschalten. Denn wenn Sie eine Rückabwicklung vornehmen wollen, besteht neben dem Beweissicherungsverfahren auch die Möglichkeit einer Vollstreckungsgegenklage.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 31.03.2016 | 07:04

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