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Vorkaufsrecht bei Erbauseinandersetzung

09.03.2016 13:34 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Zusammenfassung: Zum Vorkaufsrecht eines Miterben.

Sehr geehrte Damen und Herren,

es besteht eine Erbengemeinschaft, ein Beteiligter strebt die Erbauseinandersetzung an.
Es geht um ein landw. nutzbares Grundstück, welches einen Gesamtwert von ca. 2000€ aufweist. Der Beteiligte verlangt in Form der Anbietung bezüglich des Vorkaufsrechts einen utopischen Betrag in Höhe von 25.000€ für seine Hälfte des Grundstückes.
Wenn wir dies nun aufgrund der utopischen Höhe nicht für das Grundstück zahlen wollen, ist damit das sog. Vorkaufsrecht abgeschlossen und ginge das Verfahren somit weiter in die Zwangsversteigerung??? .. oder wie habe ich das Vorkaufsrecht zu verstehen?? Muss eine Begutachtung erfolgen um das Grundstück zu bewerten??? Und wird dann verhandelt????

Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Allein dadurch, dass ein Miterbein Form einer "Anbietung" 25.000,-- € für seinen Anteil verlangt, ist noch keine Vorkaufsrecht ausgelöst worden.

2.
Wenn bei einer Erbengemeinschaft ein Miterbe seinen Anteil an einen Dritten VERKAUFT, sind die übrigen Miterben zum Vorkauf berechtigt (§ 2034 BGB).

Es müsste also zunächste einmal ein notariell beurkundeter KAUFVERTRAG mit einem Dritten abgeschlossen werden. Das ist wohl (noch) nicht geschehen.

Mit einer Zwangsversteigerung hat das nichts zu tun.

3.
Allerdings kann jeder Miterbe auch eine Teilungsversteigerung nach § 180 ZVG beantragen. Im Teilungsverteigerungsverfahren lässt dann das Gericht den Wert des Grundstücks. Dann wird ein Zwangsversteigerungstermin festgesetzt, in welchem jeder Interessent mitbieten kann.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 09.03.2016 | 14:32

Sehr geehrter Herr RA,

vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort :),
Eine Frage berührt mich dennoch, ich möchte dieses Grundstück auf keinen Fall verlieren..., wäre es möglich, dass man dem Gericht, bevor es versteigert wird, den derzeitigen anteiligen Verkehrswert zu zahlen, um somit einer Zwangsversteigerung zu entgehen? Also, ich meine, ich möchte, dass das Grundstück in der Familie bleibt.
Denn im Grunde werden wir dadurch, dass 1 sich in der Familie querstellt und mehr als den Wert verlangt quasi unseres Besitzes entmündigt?!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.03.2016 | 16:45

Sehr geehrte Fragestellerin,

nein, das ist nicht möglich.

In einem Teilungsversteigerungsverfahren könnten Sie nur versuchen, das Grunstück selbst zu ersteigern. Wenn das Grundstück für Dritte "uninteressant" ist, könnten Sie da gute Erfolgsaussichten haben.

Da es sich um eine komplizierte Materie handelt, würde ich Ihnen raten, ggf. einen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen zu beauftragen.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Moosmann

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