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Nach Scheidung: Gemeinsame Immobilie, dem Ex-Partner meine Hälfte verkaufen

11.02.2016 12:04 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zusammenfassung: Teilungsversteigerung, Schadensersatz bei Weigerung zum freihändigen Verkauf.

Scheidung Oktober 2013. Gemeinsames, leerstehendes Einfamilienhaus (50/50).
Aktuelle, schriftliche Marktpreisschätzung der örtlichen Volksbank 360.000 bis 380.000 Euro. Schriftliches Kaufangebot der Nachbarin 340.000 Euro mit anschließend aktueller, schriftlicher Bereitschaft, ggf. auch mehr zu bezahlen.
Ex-Partner sperrt sich einem gemeinsamen Verkauf, möchte meine Hälfte der Immobilie übernehmen, bietet für meine Hälfte aber lediglich 135.000 Euro.
1. Welche Möglichkeiten habe ich außer Teilungsversteigerung?
2. Kann der Ex-Partner schadensersatzpflichtig gemacht werden, sollte der Markt in der Zukunft einbrechen, oder der aktuell geschätzte/gebotene Preis in der Zukunft nicht mehr erziehlbar sein, z.B. auch weil der Zustand des Hauses sich verschlechtert hat?
3. Kann ich die Kosten der Teilungsversteigerung hälftig an Ex-Partner weiterreichen?
4. Ex-Partner kümmert sich seit Scheidung nicht um Haus/Garten/Winterdienst/Technische Überwachung/Beauftragung von Handwerkern, Termine mit Schornsteinferger etc. pp. >>> mein Aufwand damit ca. 2 Tage meiner Freizeit/Monat. Kann diese Leistung verrechnet werden mit Zahlungen des Ex-Partners wie Grundsteuer, Strom/Gas/Wasser?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Eine Möglichkeit ist, dass Sie dem Partner ein entsprechendes Angebot unterbreiten und EUR 135.000,- für seinen Anteil bieten. Wenn er dies ablehnt, haben Sie neben der Einschätzung der Bank und dem vorliegenden Kaufangebot der Nachbarin ein weiteres Indiz, dass der Expartner ein unrealistisches Angebot unterbreitet hat. Dies ist für die Geltendmachung eines Schadensersatzanspruches erforderlich.

2. Einen anderen Weg als die Teilungsversteigerung besteht nicht. Allerdings ist dem Expartner die Geltendmachung eines Schadensersatzanspruches anzudrohen, sollte bei der Teilungsversteigerung ein geringerer Kaufpreis zustande kommen, als die angebotenen EUR 340.000,-. Hierbei müssen Sie aber nachweisen, dass es sich um ernsthaftes Angebot handelt. Das schriftliche Kaufangebot der Nachbarin ist mit einer Finanzierungsbestätigung zu unterlegen.

3. Die Kosten der Teilungsversteigerung werden aus einem Gebot zuerst befriedigt. D.h. Sie erhalten Sie Kosten komplett erstattet. Erst dann wird der Erlös entsprechend den Miteigentumsanteilen verteilt.

4. Etwaige Kosten für die Instandhaltung sind jeweils hälftig von den Eigentümern zu entrichten. Ihren Aufwand können Sie in der Tat anteilig einfordern, müssen aber einen entsprechenden Aufwand nachweisen. Neben den Fahrtkosten sollten Sie auch Nachweis führen, wann und wielange Sie am Objekt gewesen sind. Führen Sie hier eine entsprechende Tabelle. Als Stundensatz ist ein Mittelwert von EUR 60,- bis EUR 70,- anzusetzen. Kündigen Sie dem Expartner in jedem Fall vorher an, dass die weitere Bewirtschaftung kostenpflichtig ist und von Ihnen ein hälftiger Ersatz eingefordert wird.

5. Die Abrechnung sollte dann auch monatlich bzw. quartalsweise erfolgen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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