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wegen Eigenbedarf kündigen

28.01.2016 10:14 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler


Hallo,
ich habe ein Reihenhaus ab 01.06.2011 auf unbestimmte Zeit vermietet.
Im Mietvertrag steht folgendes:
Das Mietverhältnis läuft auf unbestimmte Zeit und endet nach Ablauf des Monats, zu dem der Vermieter oder der Mieter die Kündigung unter Einhaltung einer Frist von 3 Monaten ausspricht.
Für den Vermieter verlängert sich die Kündigungsfrist
auf 6 Monate, wenn seit der Überlassung des Wohnrauzms mehr als 5 Jahre verstrichen sind.
nun ist es so, wir (mein Mann und ich benötigen mehr Räumlichkeiten) Ich benötige ein Büro und mein Mann auch, welches in unserem jetztigen Wohnraum nicht gegeben ist und wollen auf Dauer kein Esszimmertisch-Büro) wir sind beide selbstständig/2 verschiedene Firmen. Ich möchte einen Eigenbedarf durchsezten und bin mir nicht sicher ob das als Argument ausreichend ist. Ich möchte die Kündigung per Einschreiben noch heute auf den Weg bringen und frühzeitig kündigen zum 30.09.2016.
Ich bitte um kurzfristige Info.
Vielen Dank und Grüße aus dem Norden


Sehr geehrte Ratsuchende,
vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Eine Kündigung wegen Eigenbedarfs ist nach Urteil des Bundesgerichtshofs vom 26.09.2012, Az. VIII ZR 330/11, grundsätzlich auch dann möglich, wenn die bisher Wohnzwecken dienende Wohnung nunmehr für eine berufliche Tätigkeit genutzt werden soll und Sie die Räume für sich benötigen.

Eine abschließende Beurteilung in Bezug auf die Erfolgsaussichten der Kündigung kann erst in Kenntnis aller Umstände Ihres Falles erfolgen, denn es muss etwa bekannt sein, ob Ihnen Alternativen zur Verfügung stehen, wie groß die Wohnfläche des Reihenhauses ist und wie die konkrete Nutzung als Büro erfolgen soll. Aber nur, wenn sich bei letzterem grobe Missverhältnisse ergeben sollten, kann mit dem sog. übersteigerten Eigenbedarf durch die Gegenseite argumentiert werden.

Ich rate Ihnen, einen Rechtsanwalt vor Ort mit der Detailprüfung und dem Ausspruch der Kündigung zu beauftragen (diese sollte nicht an mangelnden Formalia scheitern und dann wiederholt werden müssen).

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

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